Celebrating Cinema
40. Ausgabe des BIFF

Am Montag, den 9. November, geht das Braunschweig International Film Festival in die 40. Ausgabe – traditionell mit einem Eröffnungsfilmkonzert. Diesmal mit LA LA LAND IN CONCERT in Kooperation mit dem Staatsorchester Braunschweig und dem Staatstheater Braunschweig.
Das BRAUNSCHWEIG INTERNATIONAL FILM FESTIVAL (BIFF) wird 40! Anlässlich seines Jubiläums startet es mit einem ganz besonderen Auftakt:
Am 9. November 2026 präsentiert das BIFF sein Eröffnungsfilmkonzert LA LA LAND IN CON-CERT als Deutschlandpremiere. Der Oscar®-prämierte Film feiert in diesem Jahr zugleich seinen zehnten Geburtstag. Das Staatsorchester Braunschweig in großer Besetzung und Jazzmusiker*innen spielen den Soundtrack live zum Film unter der Leitung des finnisch-amerikanischen Dirigenten Erik Ochsner. Der Vorverkauf für die Eröffnung in der Volkswagen Halle läuft bereits.
„Mit LA LA LAND IN CONCERT bringen wir nicht nur einen besonderen Film auf die große Bühne – sondern auch ganz außergewöhnliche Musik. Die Musik von Justin Hurwitz zu LA LA LAND wird von Film- und Soundtrack-Fans regelmäßig zu den prägendsten Filmmusiken der 2010er-Jahre gezählt“, schwärmt Festivalleiterin Karina Gauerhof. Die Filmmusik verbindet klassischen Hollywood-Musical-Sound mit Jazz-Einflüssen – der bekannte Song „City of Stars“ gewann den Oscar für den Besten Filmsong, Justin Hurwitz außerdem den Oscar für die Beste Filmmusik.
Das Eröffnungsfilmkonzert wird in Kooperation mit dem Staatsorchester Braunschweig sowie dem Staatstheater Braunschweig präsentiert, gefördert von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz sowie unterstützt von BS|ENERGY als Co-Hauptsponsor des Eröffnungsfilmkonzerts.

Pop-Up-Space
Zum Jubiläum zieht das BIFF außerdem schon vor Festivalbeginn mitten in die Braunschweiger Innenstadt. Von Anfang Oktober bis zum Ende des Festivals Mitte November entsteht dort ein temporärer Pop-Up-Space als zentraler Ort für Begegnung, Austausch und kulturelle Teilhabe rund um Film und Kino.
Damit bringt das BIFF einen Teil des Festivals dorthin, wo die Stadtgesellschaft ohnehin unterwegs ist: mitten ins Zentrum. Der Pop-Up-Space soll zusätzliche Sichtbarkeit schaffen und gleichzeitig Menschen ansprechen, die bislang noch wenig oder gar keinen Kontakt mit dem Festival hatten. Als sogenannter „Dritter Ort“ ergänzt er bestehende Kultur- und Veranstaltungsorte und bietet Raum für Dialog, Begegnung und Vernetzung.
Auf dem Programm steht ein vielfältiger Mix: Geplant sind unter anderem eine Lesung, eine Ausstellung, Talks und Afterwork-Formate – sowohl vom Festival selbst als auch gemeinsam mit Kooperationspartner*innen. Darüber hinaus dient der Pop-Up-Space als Infopoint für Besucher*innen und als Anlaufstelle für den Ticket- und Merchandise-Verkauf. Für das gastronomische Angebot sorgt das Team des Restaurants „Zur Freundschaft“.
So entsteht bereits im Vorfeld des eigentlichen Festivals ein Treffpunkt, der unterschiedliche Zielgruppen zusammenbringen und Lust auf Austausch über Kino, Filmkultur und persönliche Lieblingsfilme machen soll.

Neun Preise für das Jubiläum
Dieses Jahr vergibt das BIFF wieder neun Preise, die im Rahmen der Preisverleihung am Samstag, den 14. November 2026, verliehen werden. Anschließend lädt das BIFF zur Festivalparty in den Louis-Spohr-Saal ein!
• Die EUROPA
(Europäischer Schauspielpreis)
• Volkswagen Financial Services Filmpreis
(Bester Film im Hauptwettbewerb –Jurypreis)
• Der HEINRICH
(Bester Film im Hauptwettbewerb –Publikumspreis)
• Die TILDA
(Bester Film einer Regisseurin)
• ECHT
(Queerer Filmpreis)
• Green Horizons Award
(Bester Film zum Thema Nachhaltigkeit)
• KINEMA
(Deutsch-Französischer Jugendpreis)
• Heimspiel Preis
(Bester Film mit regionalem Bezug)
• Die EDDA
(Bester Kurzfilm – Publikumspreis)
Gäste aus der Filmbranche
Das Festival zieht jedes Jahr rund 300 Fachleute aus der Filmbranche an, darunter Regisseur*innen, Schauspieler*innen, Produzent*innen, Komponist*innen und Journalist*innen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf europäischen Nachwuchsregisseur*innen, die beim BIFF ihre Arbeiten und Perspektiven präsentieren. Welche weiteren Gäste in diesem Jahr nach Braunschweig kommen, bleibt vorerst noch ein Geheimnis – alle Details werden am 22. Oktober ab 11 Uhr im Rahmen einer Instagram-Live-Pressekonferenz bekanntgegeben.
Ein besonderes Highlight ist auch in diesem Jahr die Vergabe des Schauspielpreises Die EUROPA. Seit 2007 zeichnet das BIFF damit Schauspielerinnen und Schauspieler für ihre langjährigen herausragenden Leistungen sowie ihre Verdienste um die europäische Filmkultur aus. Zu den bisherigen Preisträger*innen zählen unter anderem Sandra Hüller, Udo Kier, Brendan Gleeson, Mads Mikkelsen und Hanna Schygulla. Wer Die EUROPA im Jubiläumsjahr erhält, wird ebenfalls bei der Pressekonferenz bekanntgegeben.
Kino für Neugierige
Das Braunschweig International Film Festival richtet sich nicht nur an eingefleischte Cineast*innen. Filmfans, Fachpublikum, Filmschaffende, Studierende und alle, die sich gern auf Unbekanntes einlassen, finden hier gleichermaßen Angebote.
Gerade darin liegt eine der Stärken eines Filmfestivals: Das reguläre Kinoprogramm ist zwangsläufig vorselektiert, viele spannende Produktionen finden keinen deutschen Verleih und erreichen deshalb nie die hiesigen Leinwände. Während im regulären Programm der US-amerikanische Hollywoodfilm eine große Rolle spielt, eröffnet das BIFF den Blick auf Filmkulturen, die im Kinoalltag wesentlich seltener zu sehen sind. Ein Film aus Malta, Zypern, Haiti oder dem Iran? Beim BIFF gehört genau diese Entdeckungsreise zum Konzept.
Im Heimspiel richtet sich der Blick auf regionales Filmschaffen, während sich die Sektion Neue deutschsprachige Filme dem aktuellen Kino aus dem DACH-Raum widmet. Im Hauptwettbewerb steht junges Kino aus Europa im Mittelpunkt – zugelassen sind ausschließlich Debüt- und Zweitfilme. Mit Neues Internationales Kino öffnet sich das Programm schließlich für Produktionen aus aller Welt.
Dokumentarfilme finden unter anderem in Green Horizons mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit und in Sound on Screen mit Musikfilmen ihren Platz. Hinzu kommt die thematisch offener angelegte Reihe Internationale Dokumentarfilme. Für Nachtschwärmer*innen bietet …at Midnight jedes Jahr Genrefilme, die sich meist einem bestimmten Thema oder einer Regieperson widmen.
Wer lieber kurze Geschichten mag, kann sich durch die unterschiedlichen Kurzfilmprogramme schauen. Dazu kommen zahlreiche Sonderveranstaltungen und Möglichkeiten zur Vernetzung, bei denen Festivalpublikum und Filmschaffende miteinander über Film und Filmkultur ins Gespräch kommen können.

Filmspaß für die ganze Familie
Auch für Familien bietet das BIFF ein eigenes Programm. An den Nachmittagen und am Wochenende laufen ausgewählte Filme, die Unterhaltung mit Themen verbinden, die auch für ein junges Publikum zugänglich sind. Im Anschluss gibt es Gelegenheit für Fragen und Gespräche direkt im Kinosaal.
Einige Veranstaltungen richten sich außerdem gezielt an Schüler*innen und Lehrkräfte. Vom 10. bis 13. November 2026 finden jeweils um 11.30 Uhr im ASTOR Filmtheater verschiedene Schulvorführungen statt. Gezeigt werden vier Langfilme sowie ein Kurzfilmprogramm.
Die Langfilme im Schulprogramm beschäftigen sich unter anderem mit kultureller Aneignung und Rassismus, aber auch mit Selbstwirksamkeit, Selbstermächtigung und beruflicher Selbstverwirklichung.
Das Kurzfilmprogramm MACH’S KURZ mit sechs aktuellen Kurzspielfilmen und Animationen steht zudem erneut ein Jahr lang kostenfrei für Schulen als Online-Stream zur Verfügung. Damit geht das Filmbildungsformat BIFFgoes2school in die dritte Runde. Die angebotenen Kurzfilme samt Begleitmaterial haben bereits zahlreiche Schulen erreicht und sollen die Kunstform Kurzfilm stärker in den Unterricht integrieren.
