Jeden Tag bringt er Tausende Menschen zuverlässig von A nach B – Sascha Ahrens gefällt vor allem der technische Aspekt des Berufs Lokführer, aber auch den Kontakt mit seinen Kollegen schätzt er. Wir sprachen mit ihm über die Ausbildung und seinen Berufsalltag.
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Für Sascha Ahrens ist seit einiger Zeit ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Der 34-Jährige ist seit Anfang Januar Lokführer der metronom Eisenbahngesellschaft. Seine berufliche Vorbildung erlaubt eine Ausbildung in neun Monaten. Warum er Lokführer geworden ist, was er dafür alles lernen musste und wie es sich anfühlt, mit rund 7 000 PS durch Niedersachsen zu fahren, erzählt der frisch gebackene Familienvater im Interview.
Was hat Sie bewogen, die Ausbildung zu machen?
Mein Opa war Lokführer, den habe ich schon als kleinen Jungen dafür bewundert. Und mein Onkel arbeitet im Stellwerk in Celle. So bin ich quasi familiär schon vorbelastet (lacht). Nach der Schule habe ich erst mal eine Ausbildung zum Metallbauer absolviert und danach leider keine Festanstellung bekommen. So habe ich mich mit Aushilfsjobs über Wasser gehalten. Die vergangenen zehn Jahre habe ich als Produktionshelfer im Glasvertriebshandel gearbeitet. Mein Onkel erinnerte mich dann an meinen Kindheitstraum, Lokführer zu werden. Da habe ich mich im Herbst 2015 beim metronom beworben. Ich wurde angenommen und konnte schon im Januar 2016 meine Ausbildung beginnen. Seit Oktober letzten Jahres darf ich fahren.
 
Und wie war die Ausbildung?
Puh, die war nicht ohne! Die Ausbildung dauerte zwar nur neun Monate, war aber sehr anspruchsvoll. Die ersten vier Monate hatten wir nur Theorie. Da ging es um Zugsicherungssysteme, E-Lok-Technik, Signalbedeutungen. Wir mussten zum Beispiel auch die Bedeutung der 126 Signale lernen. Erst danach durften wir mit dem Trainer auf den Zug.

Wie sieht Ihr Berufsalltag jetzt aus?
Ich arbeite im Schichtdienst. Muss natürlich auch mal am Wochenende arbeiten und an Feiertagen. Aber da wechseln wir uns im Team ab. Gestern zum Beispiel hatte ich von 15.30 Uhr bis 2.20 Uhr heute Morgen Schicht. Heute und morgen habe ich frei. Ich fahre auf den Strecken Hamburg-Bremen und Hamburg-Göttingen. Mein Startbahnhof ist immer Uelzen.
Gefällt Ihnen Ihre Arbeit? In der Praxis stellt sich tatsächlich so mancher Traumjob als gar nicht so traumhaft heraus …
Meine Arbeit ist für mich die beste der Welt. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen. Ich mag das Fahren, die Technik dahinter, den Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen und die große Verantwortung hinter allem.

Wird das nicht langweilig? Sie fahren den ganzen Tag oder die ganze Nacht durch die Gegend. Da gibt’s doch nicht so viel zu tun, oder?
Vielleicht nicht körperlich, aber im Kopf muss man total wach, aufmerksam und konzentriert sein. Schließlich müssen wir auf die verschiedenen Signalstellungen beim Fahren achten. Außerdem kommt es immer mal wieder zu Störungen auf den Strecken, auch darauf müssen wir entsprechend reagieren. Zuletzt waren es Streckensperrungen, die durch umgestürzte Bäume auf Gleisen durch den Sturm oder im Winter durch Schnee vorkommen können. Irgendwas ist immer.

Und wie sieht Ihre Zukunft aus?
Jetzt möchte ich erst mal arbeiten und Erfahrungen sammeln. Es ist nämlich ein unglaublich schönes Gefühl, einen richtigen Job zu haben und nicht nur eine Aushilfstätigkeit. Viellicht mache ich später mal eine Ausbildung zum Trainer oder werde selbst Ausbilder. Wer weiß.
Mehr Informationen hier: www.zweite-karriere-chance.de

Interview metronom
Fotos metronom Eisenbahngesellschaft mbH, den-belitsky - Fotolia.com

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