Fünf Tipps, wie du im Bewerbungsgespräch cool und souverän bleibst.
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Nur noch zehn Minuten bis zum Bewerbungsgespräch – am Leib trage ich meine beste Bluse, die ich nur alle Jubeljahre für Taufen oder eben Jobinterviews aus dem Schrank krame. Vor Tagen habe ich angefangen, mich auf diese Situation vorzubereiten. Im Internet fand ich den Blog „15 häufig gestellte Fragen im Vorstellungsgespräch“. Akribisch beantwortete ich mir diese Fragen, um möglichst souverän auftreten zu können. Nun stehe ich kurz davor, meine potenzielle neue Arbeitgeberin umzuhauen mit meinem Selbstbewusstsein, meiner Schlagfertigkeit und Überzeugungskraft. Ich bin die Richtige für diese Stelle!
Die Realität im Jobinterview sieht jedoch ganz anders aus: Mein Herz pocht so schnell und laut, sodass ich denke, dass alle im Raum es hören. Meine schwitzenden Hände hinterlassen wiederum einen schmierigen Fettfilm auf dem Wasserglas, mit dem ich versuche, meine zitternde Stimme zu beruhigen. Auf einmal steht die Frage im Raum: „Warum interessieren Sie sich ausgerechnet für diesen Job?“ – und in meinem Kopf herrscht Ebbe.
Nicht nur mir geht bei Bewerbungsgesprächen der Arsch auf Grundeis. Schließlich versucht man ja auch nicht täglich eine fremde Person von sich zu überzeugen – außer vielleicht beim Flirten im Club. Geht es dir in dieser (Ausnahme-)Situation auch so? Dann haben wir hier fünf Tipps, wie du deine Angst ablegen kannst.
1. Vorbereitung
Schon klar, im Intro meinte ich, dass ich trotz akribischer Vorbereitungen einen Blackout hatte. Mit unseren vier weiteren Tipps wäre mir das jedoch wahrscheinlich nicht passiert. Der Grundstein eines erfolgreichen Jobinterviews ist letztendlich die Vorbereitung – denn das Gespräch gleicht einer Prüfungssituation. Darum sollte man sich vorab ans „Lernen“ setzen, sonst wird es nichts mit der guten Note oder in diesem Fall dem neuen Job. Circa eine Woche vor dem Interview solltest du starten und etwa überlegen, wo deine Stärken oder Schwächen liegen oder wie dich deine Freunde beschreiben würden. Darüber hinaus kannst du dir auch eigene Fragen überlegen, die du dem oder der Interviewer:in stellst. Das zeugt von Interesse und Neugierde. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich vorab mit dem Unternehmen zu beschäftigen. Meist gibt es auf der Unternehmensseite unter dem Reiter „Über uns“ hilfreiche Informationen. Plane außerdem deine Anfahrt und lege dir deine Bewerbungsmappe mit Lebenslauf und Motivationsschreiben zurecht. Pünktlich, gut vorbereitet und vor allem ausgiebig gefrühstückt hinterlässt du schon mal einen perfekten ersten Eindruck.

2. Dress to impress
Kleidung kann unser Selbstbewusstsein pushen. Natürlich solltest du nicht den kürzesten Rock oder das tief ausgeschnittene Gymshirt tragen; du solltest dich aber auch nicht verkleiden. Checke deshalb vorher ab, was in der Branche Standard ist. In der Finanz- oder Versicherungsbranche werden in der Regel noch Anzüge, Blazer oder Kleider getragen. Doch auch dort geht es immer lockerer zu, sodass du eine dunkle Hose oder Jeans mit einer schönen, schlichten Bluse beziehungsweise Hemd kombinieren kannst. In Kreativjobs wie zum Beispiel beim SUBWAY Magazin kannst du die formelle Kleidung im Kleiderschrank lassen. Ein Pro-Tipp am Rande: Heutzutage haben viele Unternehmen einen
Social-Media-Auftritt und geben teilweise auch Einblicke hinter die Kulissen. Schaue einfach, wie ihr Dresscode ist oder ob dort überhaupt einer existiert.

3. Atme
Was nebenher eigentlich so natürlich abläuft, wird in Ausnahmesituationen zur Herausforderung – das Atmen. Dabei kann die richtige Atemtechnik deinen erhöhten Pulsschlag im Handumdrehen wieder normalisieren. Kurz vor dem Jobinterview kannst du etwa die 4-6-8-Methode nutzen, um dich runterzubringen. Dafür zählst du langsam bis vier und atmest dabei durch die Nase. Danach hältst du die Luft an und zählst bis sechs. Beim Ausatmen durch den Mund zählst du dann bis acht. Nach ein paar Wiederholungen setzt die Entspannung ein, dein Herzschlag kommt ins Gleichgewicht und du kannst hinterher deine Gedanken sortieren.

4. Ehrlichkeit
Falls du trotz der bisherigen Tipps noch immer nervös sein solltest, dann teile dies doch einfach deinem oder deiner Interviewpartner:in mit. Nervosität ist eine natürliche Reaktion unseres Körpers auf ungewohnte Situationen – dafür hat dein Gegenüber auf jeden Fall Verständnis und das nimmt dir den Druck. Mit deiner Ehrlichkeit legitimierst du auch Bedenkpausen, falls du nicht so schnell eine Antwort auf eine Frage findest. Vor dem Bewerbungsgespräch kannst du dir auch Worst-Case-Szenarien ausmalen. Diese sollen dich keinesfalls in Panik versetzen, sondern dich auf unangenehme Situationen vorbereiten, die möglicherweise passieren könnten. So vermeidest du Überraschungen.

5. Positiv bleiben
Alles in allem ist das Wichtigste jedoch: Bleib positiv! Falls das Bewerbungsgespräch trotz deiner Vorbereitungen nicht gut lief oder du eine Absage bekommst, obwohl du das Interview gerockt hast, dann nehme es als Learning. Die Erfahrungen, die du dabei sammelst, stärken dich und bringen Routine. Des Weiteren solltest du trotz Enttäuschung, welche vollkommen nachvollziehbar ist, an deine bisherigen Erfolge denken: Etwa daran, dass du zu diesem Gespräch eingeladen worden bist. Ratsam ist es auch, sich ein Feedback abzuholen. Dein:e Interviewpartner:in kann dir erklären, welche Punkte in deinen Bewerbungsunterlagen und im Gespräch überzeugt haben und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt. Dann musst du dich auch nicht fragen: „Woran hat’s gelegen?“



Text
Denise Rosenthal
Grafik Robert Biedermann-stock.adobe.com
Foto Edmond Dantès-pexels.com

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