Hand in Hand: Die Grotjahn-Stiftung in Schladen bietet herausragende Karriereperspektiven, tarifliche Bezahlung und familiäres Flair.
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Sobald wir das Licht der Welt erblicken, sind wir dem unaufhaltsamen Prozess des Alterns ausgesetzt. Dabei durchlaufen wir drei Lebensphasen: den Abschnitt der Kindheit und Jugend, das Erwachsenenalter und die Rente. Während wir in der ersten Phase unseres Lebens erlernen, flügge zu werden, steigt im Alter die Aussicht auf Hilfe angewiesen zu sein. Wenn der Alltag nicht mehr allein zu bewerkstelligen ist, finden Senioren oft ihren Platz in Einrichtungen wie der Grotjahn-Stiftung in Schladen.
Ursprünglich als Rettungshaus mit landwirtschaftlichem Betrieb am 12. Mai 1851 gegründet, wandelte sich die soziale Einrichtung am 14. September 1929 in ein Senioren- und Pflegeheim, das der evangelisch-lutherischen Kirche nahesteht und Mitglied des Diakonischen Werkes in Niedersachsen ist. Dem Credo „Gepflegt alt werden“ folgend setzt das Pflegeheim auf ein wertschätzendes Miteinander zwischen Mitarbeitern, Bewohnern und Angehörigen.
Pflege aus Berufung
Insbesondere mit Blick auf den demografischen Wandel und der wachsenden Zahl an Pflegebedürftigen sind Pflegefachkräfte eine unverzichtbare und äußerst wichtige Säule in unserem Gesundheitssystem. In Deutschland sind zurzeit etwa 3,3 Millionen Menschen auf professionelle Pflege angewiesen.
Die sinnstiftende Tätigkeit mit Zukunftsperspektive hat auch Kristin Röhl für sich entdeckt. Nach einer abgebrochenen Ausbildung zur Bürokauffrau fand sie 2007 in der Grotjahn-Stiftung ihre Berufung. Den Impuls für diesen Schritt gaben ihre Großeltern, die selbst im Pflegeheim wohnten. „Wenn ich irgendwann mal alt bin, möchte ich auch, dass jemand für mich da ist, wenn ich nicht mehr kann“, dachte sich Kristin und setzte ihren Gedanken in die Tat um. Zwölf Jahre arbeitet sie bereits als Pflegefachkraft in der Grotjahn-Stiftung und hat dort, ihren Platz in der Gesellschaft gefunden.
Auch ihre Kollegin Sabine Strohäcker kann sich nicht mehr vorstellen, ihre Arbeitszeit im Büro abzusitzen. Sie wechselte mit 43 Jahren aus einem Versicherungsunternehmen in die Pflege. „Meine Schwiegermutter war damals im Hospiz und ich fand das Team so toll. Deshalb bin ich zum Arbeitsamt gegangen und habe gesagt, dass ich in die Pflege möchte“, erzählt Sabine freudestrahlend.
Die Mitarbeiter der Grotjahn-Stiftung verbindet vor allem eins: Sie haben ihr Herz am rechten Fleck. Besonders Empathie ist der substanzielle Kern sozialer Berufe. Es ist die Kunst, auf die Ängste und Bedürfnisse der Menschen einzugehen, ihre Sorgen und Anliegen zu verstehen – ganz gleich welcher Religion, Herkunft oder welchem Geschlecht sie angehören. Als diakonische Einrichtung folgt auch die Grotjahn-Stiftung diesen Wertevorstellungen und achtet auf ein geschlossenes Mit- und Füreinander. „Dafür, dass es eine so große Einrichtung ist, ist es hier sehr familiär“, erzählt Roxanne Lopatar, Pflegefachkraft und Wohnbereichsleitung in der Grotjahn-Stiftung, „hier herrscht ein tolles Gemeinschaftsgefühl. Egal, welche Position oder Ebene jemand hat, man grüßt sich hier, spricht über Privates und erkundigt sich nacheinander. Ich war zum Beispiel ein Jahr weg und bin wiedergekommen, weil ich es hier so schön fand.“


SP Grotjahn Stiftung 1 c Denise Rosenthal art
Da die Grotjahn-Stiftung seine Mitarbeiter als höchstes Gut wertschätzt, versucht das karitative Unternehmen alles, um ihnen gute Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. „Weil wir der Diakonie angeschlossen sind und dementsprechend auch dem Tarifvertrag Diakonie Niedersachen, können wir unseren Mitarbeitern eine wirklich recht faire Entlohnung garantieren“, erklärt Benedikt Kappler, Assistent der Geschäftsführung und gelernter Altenpfleger, „ein Tarifvertrag beinhaltet auch noch ein paar Bonbons, die es vielleicht auf dem freien Markt so nicht gibt. Wir haben ein schönes Angebot an Urlaub. Das sind 33 Tage in einer 5,5 Tage-Woche und eine Zusatzversorgungskasse – eine Art Betriebsrente. Wir haben auch eine Mitarbeitervertretung, die sich wirklich sehr engagiert und sich um die Belange der Mitarbeiter kümmert.“
Auch Pflegefachkraft Kristin Röhl schätzt die kollegiale Atmosphäre in der Grotjahn-Stiftung: „Man kann vieles ansprechen, das berücksichtigt und miteinander bearbeitet wird. Das macht die Arbeit hier so angenehm.“
Aus drei mach eins
Mit der Einführung der generalistischen Pflegeausbildung am 1. Januar 2020 ist es nun nicht mehr nötig, sich vor dem Beginn der Ausbildung den Kopf zu zerbrechen, ob man in die Alten-, Kranken- oder Kinderkrankenpflege möchte. Die neue Reform vereint die drei Bereiche und gewährleistet so einen umfassenden Berufseinblick. Während an Pflegeschulen die theoretischen Grundlagen vermittelt werden, durchlaufen die emsigen Berufseinsteiger im praktischen Teil unterschiedliche Einsatzbereiche.
Auch die Grotjahn-Stiftung begrüßte am 1. August drei angehende Pflegefachfrauen beziehungsweise Pflegefachmänner. „Durch die neue Gesetzgebung sind Ausbildungsverbünde entstanden, die immer mindestens ein Altenheim, ein Akutkrankenhaus, etwas Pädiatrisches, eine Pflegeschule, eine psychiatrische Einrichtung und einen ambulanten Dienst beinhalten. Die Auszubildenden beginnen immer in ihrer Stammeinrichtung und rotieren dann zwischen den Partnern. So können die großen Pflegebereiche abgedeckt werden“, erläutert Benedikt Kappler den Ablauf der neuen generalistischen Ausbildung.
Doch bin ich überhaupt für die Pflege geeignet? Das lässt sich tatsächlich nur praktisch erproben. Praktika, das Freiwillige Soziale Jahr oder der Bundesfreiwilligendienst ermöglichen einen unvoreingenommenen Einblick auf den Job und einen seichten Berufseinstieg. „Ein FSJ war tatsächlich auch mein Berufseinstieg“, gesteht Kappler, „ich hatte mich nach meinem Abschluss um keine Lehrstelle bemüht. Da mir klar war, dass ich nicht rumsitzen konnte, habe ich ein FSJ im Pflegeheim gemacht und bin heute noch dankbar dafür. Ich kann es jedem empfehlen, der noch nicht weiß, was er machen will.“
Pflege ist keine Einbahnstraße: Die Grotjahn-Stiftung bietet seinen Mitarbeitern zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Vom Zivi zum Leiter des Referat „Pflege und Betreuung“, von der Pflegehilfskraft über den Wohnbereichsleiter-Schein zur Pflegedienstleiterin – das Schladener Unternehmen zählt so manche Erfolgsgeschichte. Vielleicht auch bald schon deine?

Text Denise Rosenthal
Fotos Denise Rosenthal, Benedikt Kappler

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