Tag der offenen Tür 
16. September | VW Akademie Braunschweig
23. September | VW Akademie Salzgitter
Mehr Informationen unter volkswagen-karriere.de

 

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Ausbildung in der Industrie 4.0 | Die Volkswagen Akademie an den Standorten Braunschweig und Salzgitter bietet innovative, besondere Lernorte. Beim Besuch zeigt sich, Kreidetafeln und Handzettel spielen längst keine Rolle mehr. Stattdessen setzen die Ausbilder der Akademie zunehmend auf neueste Technik wie etwa AR-Brillen oder Smartboards. Dazu kommen technische Innovationen, die auch in den regulären Arbeitsprozessen der Werke neu sind oder erst in ein paar Jahren serienmäßig eingesetzt werden. Das Verwenden von 3D-Druckern oder den neuesten Sensortechnologien gehört zum Beispiel dazu. Neben den Neuerungen für die verschiedenen Arbeitsbereiche der Werke wird auch stets Ausschau nach Möglichkeiten gehalten, wie Inhalte noch besser vermittelt werden können.

So ist Anschaulichkeit beim Lernprozess ein wichtiger Faktor. Julia Wiencke betreut das Thema AR (Augmented Reality; erweiterte Realität) in der Akademie Salzgitter und stellt mir den Einsatz dieser Technologie beim Montagetraining vor. „Viele unserer Auszubildenden gehen nach ihrem Abschluss für eine gewisse Zeit in die Motor-Montage des Werkes. Um sie darauf vorzubereiten, gibt es verschiedene Trainingsszenarien. Eine innovative Methode ist der Einsatz von AR-Brillen. Auf dem AR-Display werden die Arbeitsschritte angezeigt, die man am Motor durchführen muss“, erklärt mir Ausbildungsleiter Carsten Macke.

Mit der Brille auf der Nase ist eine Schrittfolge auf Papier überflüssig. Ich kann das Display mit einer kleinen Fernbedienung steuern und bekomme die Informationen und Handlungsanweisungen, die ich brauche. Dabei hat man sowohl den Motor als auch die Anweisungen im Blick. Der Ausbilder kann seinerseits den Lernprozess auf einem Tablet-PC verfolgen und entsprechende Hilfestellungen geben. Es gab bisher nur positive Rückmeldungen von den Schülern, berichtet Julia Wiencke: „Die Auszubildenden nehmen die AR-Brillen gut an, sie lernen diesen routinierten Prozess, ohne dabei durch das Handling mit einem Arbeitszettel unterbrochen zu werden.“

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Um Routine geht es auch bei der nächsten Station. Der Umgang mit Robotern gehört sicherlich zu dem Bereich, der am meisten nach Science-Fiction klingt, aber tatsächlich immer mehr in den Berufsalltag einzieht. So auch in Salzgitter. Die sogenannten „kooperierenden Roboter“ interagieren mit ihren menschlichen und mechanischen Kollegen. Die Bedienung wird dabei immer komfortabler. Ich bringe dem Greifarm einen kurzen Bewegungsablauf bei, indem ich ihn langsam führe, wie einen Tanzpartner, dem ich die korrekten Armbewegungen zeigen möchte. Intuitive Bedienung für einen hochtechnisierten Arbeitsablauf. Die Zukunft ist hier schon angekommen. Für eine präzise Steuerung und für exakte Arbeitsabläufe wird der Roboterarm über ein Tablet programmiert. Industrie ohne Informationstechnik gibt es nicht mehr.

„Wir versuchen, in der Ausbildung viele Inhalte in Form von Projekten zu vermitteln. Am Standort Salzgitter gibt es beispielsweise den sogenannten ‚NanoBug‘, ein kleines Auto, welches man mit dem Smartphone steuern kann.“ So leitet Dr. Christoph Lerche, Leiter der Akademie Braunschweig/Salzgitter unsere nächste Haltestelle ein.

Der NanoBug wurde auch bei der diesjährigen IdeenExpo ausgestellt. In dazugehörigen Workshops konnten sich die Besucher einen eigenen NanoBug bauen und mit nach Hause nehmen. In der Akademie fertigen die Azubis ihre Flitzer selbst. Damit diese auch gesteuert werden können, wird der Arduino Nano (daher der Name), eine Platine mit dazugehöriger quelloffener Software (ein Minicomputer), verbaut. Bis auf Räder, Getriebe und den Arduino wird alles selbst hergestellt. Das Zusammenspiel der verschiedenen Wissensgebiete ist hier sehr wichtig. Gebraucht werden Grundlagenwissen zum 3D-Drucker, Löttechnik, um die Platine zusammenzulöten und der Microcontroller muss natürlich auch programmiert werden, damit man den NanoBug steuern kann.

Es ist eine gute Möglichkeit, sein Wissen mit einer praktischen Anwendung zu verknüpfen, die nach der Fertigstellung sogar benutzt werden kann. Ich durfte einen der NanoBugs ausprobieren und mit ihm über die eigens dafür angefertigte Rennstrecke fahren. Das hat viel Spaß gemacht, nur gut, dass es keine Videos davon gibt, denn leider habe ich nicht immer den Weg getroffen. Der NanoBug hat meinen Test übrigens wohlbehalten überstanden.

Nicht alle Betriebe können so viele verschiedene Bereiche zur Verfügung stellen. Es ist einfach sehr abwechslungsreich.

Marvin
Ich lerne beim Rundgang noch weitere Bereiche der Akademie kennen, immer wieder begegnen mir Auszubildende, die ihre Berufe kompetent erklären und zeigen, an welchen Projekten sie gerade arbeiten. Teamarbeit wird hier ebenso gefördert wie eigenständiges, eigenverantwortliches Lernen. In Kombination mit der zukunftsorientierten Ausrichtung wird hier ein Rundum-sorglos-Paket für junge Leute geboten. Ein paar Auszubildende aus Salzgitter und Braunschweig habe ich nach meinen vielfältigen Eindrücken noch zu ihren Erfahrungen während ihrer Ausbildung befragt.

Wolltet ihr schon immer einen technischen Beruf lernen?
Samira Nicht von Anfang an. Ich habe mich für ein technisches Abitur beworben und habe entdeckt, dass mir Technik viel Spaß macht. Und dann habe ich mich hier beworben.

Marvin Bei mir war die Richtung schon immer klar. Ich habe mein Abitur auch auf einem technischen Gymnasium gemacht und dann hat sich alles ergeben. Von Volkswagen wusste ich, dass hier viel geboten wird und die Ausbildung auch gut sein sollte.

Luisa Es fing bei mir eigentlich dadurch an, dass ich meine Kenntnisse in Mathe verbessern musste. Ich habe angefangen, bei außerschulischen Projekten mitzumachen, die teilweise von der Ostfalia in Wolfenbüttel unterstützt wurden. Das Interesse war dann einfach da, soweit, dass ich auch mein Abitur in Mathe und Physik gemacht habe.

Yasin Ich wollte nach dem Abitur erst einmal etwas Praktisches machen. Eigentlich hatte ich zunächst ein Maschinenbau-Studium angestrebt, bin dann aber bei der Suche nach weiteren Möglichkeiten bei VW auf den Beruf des Gießereimechanikers gestoßen. Ich konnte mir am Anfang nichts darunter vorstellen und habe mich intensiv mit dem Berufsbild auseinandergesetzt.

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Beschreibt bitte eure Ausbildungsberufe.

Gießereimechaniker
Yasin Als Gießereimechaniker stellt man Teile aus Gusseisen her, das ist sehr abwechslungsreich: Man muss schnell und organisiert arbeiten und das bei einer hohen Temperatur. Ich habe sowohl das Handgießen als auch Maschinenformguss gelernt, Werkstoffkunde gehört ebenfalls dazu und viele andere Bereiche, an die man vielleicht nicht sofort denkt. Bei den unterschiedlichen Modellen und Werkstoffen ist man mit der Aufgabe konfrontiert, Lösungen zu finden. Wie man etwa den Fertigungsprozess am besten aufbaut. Man muss extrem durchdacht arbeiten – sonst entstehen während des Prozesses Probleme, auf die man unter Umständen dann gar nicht reagieren kann. Die Herausforderung ist das Besondere dabei. Durch meine Ausbildung wurde ich schon so weit geschult, dass ich auch beim Arbeiten im Werk mit dem Wissen über die Verfahren hilfreich sein kann. Das motiviert natürlich.

Elektroniker/In für Automatisierungstechnik
Hendrik Der Beruf ist eigentlich der ehemalige Industriemechaniker. Es geht darum, Maschinen und Prozesse zu automatisieren. Wir haben viel mit Robotern und SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung) zu tun.
Luisa Wenn man an unsere Fertigung denkt, dann hat man vielleicht eine Golf-Montage-Linie vor Augen. Diese ganzen Teile müssen ja gesteuert an ihre nächste Station gebracht werden. Dazu muss man beispielsweise wissen, wo das Band anhalten oder wie schnell es fahren soll. Auf die Programmierung solcher Anlagen steuern wir in der Ausbildung zu. Das sind hochkomplexe Systeme, dafür brauchen wir die Grundkenntnisse über Stromkreise und Spannungen bis hin zur eigentlichen Programmierung einer Anlage.

Mechatroniker
Marvin Als Mechatroniker macht man vieles von dem, was bereits beschrieben wurde. Man bekommt vor allem immer die neueste Technik, wie etwa neue Dreh- und Fräs-Maschinen. So etwas zu programmieren ist sehr komplex, macht aber viel Spaß.

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 Beim Besuch in der Volkswagen Akademie Salzgitter traf ich Jan-Niclas, Samira, Marvin, Luisa, Hendrik und Yasin (v.l.n.r.)

Was ist das Besondere an einer Ausbildung bei Volkswagen?
Marvin
Man hat viele Möglichkeiten, sich auszuprobieren. Und wir werden gut auf alles vorbereitet, was wir dann später alleine als Projekte umsetzen. Es macht dadurch auch viel Spaß. Nicht alle Betriebe können so viele verschiedene Bereiche zur Verfügung stellen. Es ist einfach sehr abwechslungsreich.

Luisa Es ist auch gut, dass man in Gruppen arbeitet, so lösen wir oft gemeinsam in Teams die Probleme und Aufgaben. Auch berufsübergreifende Projekte finden statt, durch die vielen Berufsrichtungen und die drei Werke hier in der Region. Es macht richtig Spaß, über den eigenen Tellerrand zu gucken und dadurch zu sehen, wie man das eigene Wissen in anderem Kontext anwenden kann. Die Interaktion mit anderen Berufen, wie es im regulären Arbeitsalltag eben auch ist. Das finde ich sehr positiv.

Unter volkswagen-karriere.de findet man alle Berufe, die man in den Werken Salzgitter und Braunschweig erlernen kann. Und wenn du dir immer noch nicht sicher bist, wie es nach der Schule weitergeht, solltest du die Gelegenheit nutzen, am Tag der offenen Tür am 23. September in Salzgitter oder schon am 16. September in Braunschweig vorbeizuschauen. Die Azubis werden dort viele Fragen beantworten können und dir zeigen, wie das Lernen in der Industrie 4.0 aussieht. Los geht’s!
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Text: Kathleen Kalle
Fotos: Evelyn Waldt, Volkswagen

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