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Sonderausstellung 
„Es lebe die Freiheit!“

18. November bis
18. Dezember |
Lessingtheater (WF)

www.lessingtheater-wf.de

Die Wintergärten des Lessingtheaters präsentieren die Sonderausstellung
„‚Es lebe die Freiheit!‘ – Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus“ vom 18. November bis 18. Dezember in pandemietauglicher Form hinter Glas.
Ein Blick in die Ausstellung Es lebe die Freiheit in den Wintergärten des Lessingtheaters 1 Foto Stadt Wolfenbüttel
Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, endete mit der Kapitulation Nazi-Deutschlands der Zweite Weltkrieg, der allem voran sechs Millionen europäischen Juden das Leben kostete. Ein dunkles, trauriges Kapitel in der deutschen Geschichte, das hierzulande stets in den Medien und an den Schulen präsent ist. Durch unsere wertvolle Erinnerungskultur ziehen wir bis heute Lehren aus dem Holocaust, gedenken und arbeiten Schuld auf. Unabdingbar, denn Antisemitismus, Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit sowie systematische Diskriminierung haben keinen Platz in einer Demokratie. Auch die Wintergärten des Wolfenbütteler Lessingtheaters verwandeln sich vom 18. November bis zum 18. Dezember in einen Schauplatz des Erinnerns. Die Sonderausstellung „‚Es lebe die Freiheit!‘ – Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus“ widmet sich jenen mutigen Menschen, die sich mit Widerstandshandlungen gegen das NS-Regime auflehnten.


Konzipiert und inhaltlich erarbeitet wurde die Wanderausstellung vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 (Frankfurt am Main) und sollte eigentlich in das Bürger Museum Wolfenbüttel Einzug erhalten. Doch durch die Corona-Pandemie wurden nun die Wintergärten des Lessingtheaters auserkoren, um die Realisierung der Ausstellung unter Wahrung der Hygienemaßnahmen gewährleisten zu können. Seit dem 18. November können Schülergruppen und Geschichtsinteressierte die Sonderausstellung durch die Scheiben des Theaters betrachten.

Während sechs Tafeln als Einführung und Erklärung in die Widerstandsthematik dienen, erzählen 26 weitere selbststehende Tafeln die Biografien mutiger Widerständler, die sich während des Zweiten Weltkriegs gegen das NS-Regime auflehnten – von jungen Kommunisten, Sozialdemokraten über Zeugen Jehovas, Juden bis zu ursprünglich unpolitischen Menschen. „Vor allem für Schulklassen und junge Menschen ist die Ausstellung etwas Besonderes“, erklärt Historiker Markus Gröchtemeier,„man kann der jungen Generation den NS-Staat nicht besser erklären und Protest- und Widerstandsmöglichkeiten in einer Diktatur aufzeigen als durch das Handeln und das Verhalten Gleichaltriger. Auch die beigefügten Fotos und Dokumente erzählen die jeweiligen Verfolgungsgeschichten eindrucksvoll und lebhaft.“
Ein Blick in die Ausstellung Es lebe die Freiheit in den Wintergärten des Lessingtheaters 2 Foto Stadt Wolfenbüttel
Vom frechen, oppositionellen Verhalten, dem Unangepasst sein bis zu organisiertem aktiven Widerstand gegen die Nationalsozialisten – die Sonderausstellung „,Es lebe die Freiheit!‘“ zeigt die ganze Bandbreite des widerständigen Handelns, die zum damaligen Zeitpunkt lebensgefährlich war, da sogar jede leiseste Kritik an Hitler, seiner Ideologie, seinem Handeln oder seiner Pläne ein hohes Risiko boten – selbst im privaten Umfeld. Denn die Gestapo begrüßte jede Denunziation, auch wenn das bedeutete, dass sogar Kinder ihre Eltern oder Eltern ihre Kinder verraten mussten. Trotzdem formten sich Militäroppositionen, Studenten- sowie zivile Widerstandskreise, die dem systematischen Völkermord an den Juden ein Ende setzen wollten. „Man darf dabei nicht vergessen, dass schon das Anecken und noch mehr natürlich das ‚Nein-Sagen‘ und das Widerstand leisten hochgradig gefährlich war und den Tod bedeuten konnte“, verrät Lena Simon, die die Ausstellung im Rahmen des leider abgesagten Lessingfestivals zeigen wollte, „dies zeigen die mutigen Lebensgeschichten der 19 Einzelpersonen, der ausländischen Widerständler und die fünf deutschen Jugendgruppen eindringlich und sehr bewegend.“ Neben den Widerstandsgruppen „Edelweißpiraten“, „Rote Kappelle“, „Baum-Gruppe“ und „Swing Jugend“ wird natürlich auch die „Weiße Rose“ betrachtet, die quasi auch zum Namensgeber der Sonderausstellung im Lessingtheater wird, denn „Es lebe die Freiheit!“ waren die letzten Worte von Hans Scholl vor seiner Hinrichtung. Gemeinsam mit seiner Schwester Sophie sowie seinem Professor Kurt Huber und drei weiteren Freunden hat Hans zwischen 1942 und 1943 mit Flugblättern zum Widerstand gegen die NS-Diktatur aufgerufen.

Die Wanderausstellung „‚Es lebe die Freiheit!‘ – Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus“ bildet den Auftakt zu einem Forschungs- und Partizipationsprojekt der Stadt Wolfenbüttel zum Thema Jugendkultur und Jugendprotest in Wolfenbüttel von 1945 bis 2021. Im Herbst 2021 soll im Bürger Museum dazu eine Ausstellung gezeigt werden. Unter www.wolfenbuettel.de/hörstation können die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung in sechs einzelnen Audiobeiträgen etwas über die Biografien der jungen Widerständlerinnen und Widerständler erfahren. Die Ausstellung selbst ist in leichter Sprache verfasst. Ob bei einem Spaziergang oder aus Wissensdurst – es lohnt sich der Sonderausstellung einen Besuch abzustatten.

Text Denise Rosenthal
Foto Stadt Wolfenbüttel, Studienkreis Deutscher Widerstand

20. November 2020

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