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Internationale Sommerbühne

14. Juni / Schloss (WOB)

Die südafrikanische Sängerin Nomfusi spielt bei der Internationalen Sommerbühne in Wolfsburg. Wir haben mit ihr telefoniert.
PK Nomfusi dress 300 dpi art
Nomfusi paart Afro-Soul mit Motown inspirierten Funk-Klängen und weiß ihre Musik in einer energiegeladenen Show auf die Bühne zu bringen. Versprochen, hier bleiben die Beine des Publikums nicht still. Mit ihrer Band bereichert sie das Aufgebot bei der diesjährigen Internationalen Sommerbühne in Wolfsburg. Wir haben vorab mit ihr über eine ihrer Filmrollen und den wichtigen Austausch zwischen den Kulturen gesprochen.
Du spielst in Wolfsburg mit Künstlern aus aller Welt. Was schätzt du am kulturellen Austausch?
Ich bin regelmäßig Teil solcher Veranstaltungen und freue mich immer wieder darüber wie ein solches Zusammentreffen kulturelle Stigmata aufbricht. Es hilft dabei an der eigenen Menschlichkeit zu wachsen. Man lernt Neues und auch die Zuschauer müssen sich auf Neues einlassen. Das ist etwas, dass ich sehr mag. Überall gibt es Konflikte, nicht nur zwischen Ländern, sondern auch in ihnen. Südafrika ist hierfür ein gutes Beispiel. Bevölkerungsgruppen rechtfertigen ihre Auseinandersetzungen mit der Geschichte und der einstigen Trennung zwischen Schwarz und Weiß. Um unser Land nach vorne zu bringen müssen wir uns endgültig vereinen und gemeinsam in die Zukunft schreiten. Dazu ist es wichtig, andere Kulturen zu verstehen, sie zu akzeptieren.

Wie betrachtest du Deutschland und Wolfsburg aus südafrikanischer Sicht?
Aus meiner Sicht sind Deutsche allgemein sehr freundliche Menschen, die afrikanische Musik und Kultur sehr interessant finden und schätzen. Auch meine Managerin ist Deutsche, durch sie weiß ich viel über das Land.
Im 2013 erschienenen Kinofilm „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ spielst du die Rolle der Sängerin Miriam Makeba, die einst gegen die Apartheid ankämpfte. Wie war das für dich?
Nelson Mandela ist nicht nur eine Ikone in Südafrika, sondern auf der ganzen Welt. Die Rolle der Miriam Makeba zu spielen war wirklich eine Ehre. Wie diese Frau Musik nutzte, um gegen das Regime zu kämpfen, ist eine überwältigende Geschichte. Der Film bekam außerdem durchaus internationale Aufmerksamkeit, was meine eigene Karriere auch nach vorne gebracht hat. Das war ein kleiner Bonus. Ich bin sehr dankbar, dass mir diese Möglichkeit gegeben wurde.

Thematisierst du in deiner Musik sozialgesellschaftliche Probleme?
Natürlich. Ich bin kein Teil der Politik und will das auch nicht sein. Dennoch komme ich aus einer Gegend, in der man den Auswirkungen von gesellschaftlichen Problemen täglich ausgesetzt ist. Ich kann nicht davor weglaufen, dass ich in einer kleinen Hütte aufgewachsen bin und selbstverständlich prägt so etwas die eigene Musik. Ich verbreite auch nicht nur meine eigenen Erfahrungen, sondern auch die der ganzen Community.
PK Nomfusi walk photoby KogmotsoTleane art
Was steht bei dir in den nächsten Monaten an?
In erster Linie ist es für mich gerade sehr aufregend, Mutter zweier kleiner Babys, einem Jungen und einem Mädchen, zu sein. Auch auf musikalischer Ebene hat sich bei mir viel getan und ich habe viel über das Musikgeschäft gelernt: Ich hatte einen Plattenvertrag und bin inzwischen wieder weg von dem Label. Es hat mich eingeschränkt. Jetzt kann ich in meiner eigenen Arbeitsweise die Musik machen, die ich möchte. Das ist eine Herausforderung, aber dennoch eine schöne Erfahrung. Ich schreibe wieder Lieder über die Themen, die mir am Herzen liegen, das ist großartig. Mir ist bei meiner Musik wichtig, dass Bass und Schlagzeug einen sehr tanzbaren Groove spielen und ich bin mir sicher, dass uns das bei meiner kommenden Single gelungen ist. Wenn wir im Juni in Wolfsburg sind heißt es: Tanzt! Tanzt so doll ihr könnt! (lacht) 

Interview Simon Henke
Fotos KogmotsoTleane

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