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„Ein Sommernachtstraum“

Premiere am 21. März |

Staatstheater (BS)

Das Braunschweiger Staatstheater bringt Shakespeares beliebteste Komödie
„Ein Sommernachtstraum“ auf die Bühne.
PK Sommernachtstraum c josephruben art
Mit schätzungsweise zwei bis vier Milliarden Buchexemplaren ist er der meistverkaufte Autor aller Zeiten, mehr als 420 Filmadaptionen machen ihn zum meistverfilmten Schriftsteller der Geschichte, „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“ ist eins der berühmtesten Literaturzitate der Welt und jeder kennt seinen Namen – William Shakespeare. Auch 404 Jahre nach seinem Tod ist der King of Tragedy immer noch unantastbar. Doch warum reißt unsere Faszination für Stücke wie „Romeo & Julia“, „MacBeth“ oder „Hamlet“ nicht ab, sodass diese ständig reinszeniert werden?
Für Holger Schröder, Schauspieldramaturg des Braunschweiger Staatstheaters, liegt die Antwort auf der Hand: „Shakespeare ist vielleicht der erste Dramatiker gewesen, der in seinen Stücken – ob Historien, Tragödien oder Komödien – überzeitliche Themen zum Klingen gebracht hat und damit gleichzeitig Blaupausen schuf für alle nachfolgenden Variationen über diese Themen: Liebe, Eifersucht, Verrat, Machtmissbrauch, Intrige, Hybis, Rache ...“ Somit ist der populäre Engländer quasi Begründer und Schöpfer von TV-Formaten wie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ oder „Sturm der Liebe“, die genau auf diese dramatischen Motive setzen. Jedoch enthält Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ mehr Zündfeuer als jede noch so heißblütige Telenovela.
In der beliebten Komödie des literarischen Großmeisters spielen vier Gruppen eine tragende Rolle – das Herrscherpaar, die Liebenden, Elfen und Handwerker. Die geistreiche Handlung ist eigentlich einfach erzählt: Während die Vorbereitungen zur Hochzeit des Herzogs Theseus von Athen und der Amazonen-Königin Hippolyta auf Hochtouren laufen, erproben die Handwerker eine hoheitliche Theateraufführung. Unterdessen werden zwei junge Athener Liebespaare durch Elfenzauber so verwirrt, dass plötzlich jeder von ihnen einen anderen liebt. Zeitgleich streitet sich ein Elfenkönigspaar um ein indisches Kind. Diese parallelen Handlungsstränge spielen sich während einer Mittsommernacht ab, die den rationalen Tag gegen eine irrationale Welt des Geisterspuks tauscht. Dabei tänzelt das zauberhafte Stück auf dem schmalen Grat zwischen Realität und Traum und eröffnet für Holger Schröder spannende Fragen: „Was bedeutet es eigentlich, zu träumen? Was ist das für eine Nacht, in der sich vor allem die Liebenden verlieren? In welcher Welt entwickelt sich das Stück?“
Ob Ödipuskonflikt, die Neuordnung patriarchalischer Hierarchie oder Freuds Traumdeutung– das Interpretationsspektrum der beliebten Komödie ist riesig. Dennoch verlangt jede Neuinszenierung eines Shakespeare-Stücks laut Schröder nach einer neuen eigenen Deutung: „Die Inszenierung macht ein noch junger Regisseur, Nils Zapfe. Sie wird mit modernen Mitteln, einer tollen Dynamik und Figuren, die unserer Gegenwart im Denken und Handeln nahestehen, sicher eher als ‚modern‘ eingestuft werden. Aber vor allem ist sie unterhaltsam, witzig und abgründig und richtet sich an ein Publikum aller Generationen.“

Deshalb kann der Interpretationsschlüssel auch ganz getrost zu Hause gelassen werden, wenn das Braunschweiger Staatstheater am 21. März zur Premiere von „Ein Sommernachtstraum“ ruft. „Ohne zu viel zu verraten: In unserer Inszenierung wird dem Aspekt des Puppenspiels eine große Bedeutung zukommen“, offenbart der studierte Theaterwissenschaftler, „und zwar gar nicht so sehr in einem konventionellen Sinne, sondern eher in Bezug auf die Behauptung surrealer Welten mit starken Figuren. Klingt vielleicht etwas rätselhaft, soll aber neugierig machen!“

Text Denise Rosenthal
Foto Joseph Ruben

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