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„Checkpoint.
Grenzblicke aus Korea“

21. Mai bis 18. September |
Kunstmuseum Wolfsburg

kunstmuseum.de

Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt vom 21. Mai bis 18. September die Ausstellung „Checkpoint. Grenzblicke aus Korea“, die sich mit der Teilung, Beziehung und Zukunft von Nord- und Südkorea auseinandersetzt.
220518 KMW by Kruszewski 0073 art
Das Kunstmuseum Wolfsburg blickt mit seiner neuen Ausstellung „Checkpoint. Grenzblicke aus Korea“ auf ein seit 77 Jahren geteiltes ostasiatisches Land, dessen Geschichte, Politik und Beziehung nun in Wolfsburg durch rund 35 Kunstwerke koreanischer und nicht-koreanischer Künstler:innen aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Installation, Fotografie und Video erzählt wird. „Checkpoint. Grenzblicke aus Korea“ wurde von der in Seoul lebenden Sun Jung Kim kuratiert und für das Kunstmuseum Wolfsburg adaptiert. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein 96-seitiges Booklet mit Texten zum Projekt und einzelnen Werken.


Einst geeint, heute getrennt

Die Teilung Koreas in zwei Staaten war eine direkte Folge des Zweiten Weltkriegs. So besetzten 1945 russische Truppen den Nordteil Koreas; US-amerikanische Truppen den Süden. Anfang der 50er-Jahre brach schließlich ein erbitterter Krieg zwischen dem einst geeinten Land aus, dessen Folgen noch heute deutlich spürbar sind: Seit 69 Jahren ist Korea durch eine vier Kilometer breite und 248 Kilometer lange Grenze getrennt.
Der Demilitarisierten Zone (DMZ) widmet sich etwa der niederländische Künstler Aernout Mik in seiner Videoinstallation „Ice Cream Hill“ (2014 bis 2015), die ein allmählich eskalierendes Rollenspiel von zwei rivalisierenden Jugendgruppen zeigt, die den militärischen Konflikt zwischen Nord- und Südkorea versinnbildlichen.
A soldier standing on the water July 2011 2011 Archival Pigment Print 126cm99cm art



Das starke Keyvisual der Ausstellung stammt vom südkoreanischen Dokumentar-Fotokünstler Heinkuhn Oh. Mit „A soldier standing on the water, July 2011“ nimmt er das Militär in den Blick und hinterfragt damit das „kollektive Bewusstsein“ Südkoreas und sein eigentümliches Gefühl des „Wir-Seins“. Unsicherheit, Angst und Zweifel lassen sich in der Körperhaltung und dem Gesichtsausdrucks des jungen Soldaten erkennen. Neben diesem eindrucksvollen Werk gibt es noch weitere imposante Fotografien von Heinkuhn Oh im Kunstmuseum Wolfsburg zu bestaunen.
Mit dem Wunsch nach einer friedlichen Wiedervereinigung und einer gemeinsamen Zukunft befasst sich Jeewi Lee. Die in Seoul geborene und in Berlin lebende Künstlerin ist gleich mit zwei Werken vertreten. Bei ihrer Installation „FRAKTUR“ wird der Ausstellungsraum durch schwarze und weiße Kieselsteine in zwei Hälften geteilt. Die Besucher:innen sind herzlichst eingeladen, die Installation zu betreten. So werden sich die schwarzen und weißen Kieselsteine im Laufe der Zeit allmählich miteinander vermischen, sodass die Grenze verschwimmt – eine Hoffnung, die die südkoreanisch-deutsche Künstlerin für die Zukunft Nord- und Südkoreas hat.

„Checkpoint. Grenzblicke aus Korea“ startet am 21. Mai und verweilt bis zum 18. September im Kunstmuseum Wolfsburg. Weitere Informationen zur Ausstellung bekommt ihr auf kunstmuseum.de.

Text Denise Rosenthal
Foto Kunstmuseum Wolfsburg by Kruszewski

20. Mai 2022

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