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Freunde des gesprochenen Wortes zelebrieren bei Poetry Slams das Dichten und Reimen. Beim Johann-Wolfgang-Klöte-Award war SUBWAY-Redakteur Pierre-Eugen Ramelow.
Vordergrund Juni art
Zum wiederholten Male versammelte sich am letzten Aprilwochenende die Elite der deutschen Slammer-Szene zum Buchstabierwettbewerb in der Mensa der Hochschule für schwindende Dünste, um den diesjährigen Gewinner des Johann-Wolfgang-Klöte-Awards zu küren. Auch dieses Mal boten die aus allen Teilen Deutschlands angereisten Teilnehmer abwechslungsreiche Beiträge voller Wortwitz und lyrischem Tiefgang.
Hervorzuheben wäre da zum Beispiel die nachdenklich stimmende Darbietung des 31-jährigen Akademikers Artur Knödel, der einen sehr persönlichen Text vortrug. „Ich ziehe mir die Hose aus begrüße meinen Kumpel Klaus, nehm‘ den Lokus ins Visier, eh‘ ich los urinier...“, so die ersten Zeilen seines nahegehenden Beitrags über ein zu Recht immer noch tabuisiertes Thema. Das Publikum von den Sitzen riss der spektakuläre Auftritt von Titelverteidiger und Lokalmatador Ernie Stelzenböckel. Erst konjugierte er das Verb „karamellisieren“ fehlerfrei, dann sagte er das Alphabet rückwärts auf. Das Publikum quittierte die Ausnahmeleistung des spitzzüngigen Lyrikers mit stehenden Erektionen. Am Ende entschied allerdings nicht der favorisierte Stelzenböckel, sondern ein Newcomer den Wettstreit um den mit einem rostfreien Teeservice der Marke Schön&Gut dotierten Johann-Wolfang-Klöte-Award für sich: Hausmeister Norbert Krüngel, der den entwaffnend ehrlichen Text „Brandschutzverordnung der Hochschulmensa“ vortrug. Der authentische und uneitle Auftritt des 57-Jährigen rührte zu Tränen und wurde vom Ringrichter folgerichtig mit der Bestplatzierung belohnt.

Wer am nächsten Slam (Anglizismus des deutschen Wortes schlemmen) in der Mensa teilnehmen will, kann noch bis Ende des Monats seinen Beitrag beim Gremium für Wörter und Zahlen einreichen. Teilnahmebedingungen sind ein Longboardführerschein der Klasse A (ohne Stützräder) und ein beglaubigter Nachweis über den Kinobesuch aller Avengers-Filme.

Text & Grafik Sven Gebauer

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