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Klavier-Kabarettist Bodo Wartke hat am 20. Februar ein Konzert in der Lindenhalle gespielt.
Ein Erlebnisbericht.
Was wenn doch Motiv 5 quer rgb c Sebastian Niehoff art
Alle Jahre wieder kommt der Hamburger Kabarettist Bodo Wartke in die Wolfenbütteler Lindenhalle. Ein Rückblick auf die vergangene Nacht. Zugegeben, es war das dritte Mal, dass ich mir Bodo Wartkes „Was, wenn doch?“-Programm angesehen habe. Was mich allerdings jedes Mal schon vor Beginn positiv überrascht sind die Menschen, mit denen ich den Abend über im Zuschauerraum sitzen werde: Vom Kind bis zum Rentner, von leger bis schick und vom Mega-Fan bis zum Anhängsel ist alles dabei und die Stimmung ist ausgelassen.
Der selbsternannte Klavierkavalier und Wortjongleur betritt die Bühne und man merkt an seinem schelmischen Grinsen, dass er auch nach mehr als drei Jahren, in denen er sein fünftes Bühnenprogramm in ganz Deutschland präsentiert, immer noch Bock hat. Ohne große Worte geht’s direkt an den Flügel in seinem auf der Bühne nachgestellten Wohnzimmer und schafft es nicht nur beim ersten Lied, „Mein Gefühl“, sondern den gesamten Abend hindurch seine Fans zu überraschen, die eigentlich alle Songs mitsingen können. Leichte Änderungen der Melodien und Texte beweisen, dass Bodo nicht nur wirklich einen davon Plan hat, was er am Klavier und mit seiner Stimme macht, sondern auch, dass er sich nicht zu ernst nimmt.

Neben dem Standard-Repertoire, das man auf CD kaufen kann, überraschen neue Lieder: Ein Liebeslied an die Sehnenscheidenentzündung, die er sich während des Musikstudiums zugelegt hat, der Song „Nicht in meinem Namen“, in dem er religiöse Bräuche kritisiert, bis hin zum Gangsterschlager, in dem er auf die Melodie von Helene Fischers „Atemlos“ Texte über sein vermeintliches Gangsterleben gelegt hat.

Wenn er nicht gerade gekonnt klimpert, erzählt er pointiert aus seinem Leben, redet beispielsweise darüber, warum es besser ist, in Opern kein Wort zu verstehen und beweist diese Aussage prompt – er liest die Arie der Königin der Nacht vor und zieht Parallelen zum Satzbau von Meister Yoda.

Besonders hervorzuheben sind die Gastauftritte von Melanie Haupt, die nicht nur gesanglich unglaublich viel leistet, sondern mit viel Selbstironie den Herren im karierten Anzug und dem Hemd mit offenen weiten Kragen am Klavier ergänzt.
Nach drei Stunden fällt der letzte Applaus und mir bleibt die Vorfreude auf meine vierte Runde „Was, wenn doch?“.

Text Giana Holstein
Fotos Sebastian Niehoff

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