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„Ein Teil von uns.
Deutsch-jüdische
Geschichte aus Niedersachsen“

Dienstag bis Sonntag |
Hinter Aegidien (BS)

3landesmuseen-braunschweig.de

Nach 14-monatiger Renovierung eröffnete das Braunschweigische 3Landesmuseum am 9. Dezember im Zweigmuseum Hinter Aegidien die neue Dauerausstellung zur deutsch-jüdischen Geschichte in Niedersachsen.
Landesmuseum Braunschweig Heike Pöppelmann C Moritz Reimann art
Schon früher war die ursprüngliche Aegidienkirche ein wichtiger Standort deutsch-jüdischer Kultur. Im Jahre 1924 ließ Karl Steinacker, der Direktor des damaligen Vaterländischen Museums, die barocke Inneneinrichtung der ehemalige Hornburger Synagoge nach Braunschweig bringen. Nachdem sich die jüdische Gemeinde in dem kleinen Ort südlich von Braunschweig Ende des 19. Jahrhunderts aufgelöst hatte und das Gebäude dem Verfall überlassen wurde, wollte Steinacker den kulturellen Schatz bewahren und ließ ihn mit viel Unterstützung der jüdischen Gemeinde und der Technischen Universität in der ehemaligen Kirche wieder aufbauen. Durch zahlreiche Schenkungen jüdischer Bürger:innen kam dort über die Jahre eine Sammlung zustande, die noch heute den großen Teil der Ausstellung bildet. Unter der NS-Herrschaft wurden die Objekte jedoch antisemitisch uminterpretiert und nach dem Krieg eingelagert. Erst 1987 konnten sie erneut in den Museumsräumen Hinter Aegidien ausgestellt werden. In dieser Zeit wuchs die Sammlung wieder durch Spenden jüdischer ehemaliger Braunschweiger:innen an und gehört heute zu den historisch bedeutendsten in Deutschland. 


Landesmuseum Braunschweig Synagogeneinrichtung C Moritz Reimann 2 art
Blick in die Dauerausstellung Copyright BLM Anja Pröhle art.
Landesmuseum Braunschweig Vitrine C Moritz Reimann art
Die neu konzipierte Ausstellung „Ein Teil von uns. Deutsch-jüdische Geschichte aus Niedersachsen“ zeigt das enge und komplexe Geflecht niedersächsisch-jüdischer Beziehungen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Direktorin Heike Pöppelman war es wichtig zu betonen, dass es um die Darstellung einer gemeinsamen Geschichte ginge und nicht das oberflächliche Ausstellen einer anderen Kultur. So wird die Wechselwirkung von Mehrheits- und Minderheitsgesellschaft, Integration und Ausgrenzung durch viele zeitgeschichtliche Dokumente und Gegenstände veranschaulicht. Eine der wichtigsten Aufgaben des Museums heutzutage sei, laut Pöppelmann, auch das Ermitteln von Besitzketten der gestifteten Exponate.

Wer sich die Ausstellung mal selbst anschauen will, kann dies von jetzt an immer von Dienstag bis Sonntag zwischen 11 und 18 Uhr tun.

Text Moritz Reimann
Foto Moritz Reimann; BLM Anja Pröhle

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