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Das Bündnis #AlamstufeRot setzt sich für die Rettung der Veranstaltungsbranche ein, dessen Existenz seit Beginn der Corona-Pandemie stark bedroht ist.
radek grzybowski YU6A5I IjTw unsplash c Radek Grzybowski art
Seit nun acht Monaten bleiben die Einnahmen bei unzähligen Kulturschaffenden und Soloselbständigen durch das Veranstaltungsverbot als Maßnahme gegen die Corona-Pandemie aus. Die Veranstaltungswirtschaft mit etwa einer Millionen Beschäftigten leidet stark unter dem erneuten Lockdown und vielen Unternehmen droht eine Existenzkrise. Die kritischen Stimmen werden immer lauter, denn viele Künstler fühlen sich vom Staat nicht ausreichend unterstützt. Aus diesem Grund will das Bündnis #AlarmstufeRot mit verschiedenen Protestaktionen Aufmerksamkeit bei der Regierung und der Öffentlichkeit wecken.

Um die kulturelle Vielfalt zu retten, geben die Unterstützer von #AlarmstufeRot alles. In der Vergangenheit planten die zugehörigen Initiativen und Verbände etliche Aktionen, die es bis in die Tagesschau schafften. Beispielsweise wurden in der „Night of Light“ vom 22. auf den 23 Juli bundesweit über 9.000 bedeutende Bauwerke rot angestrahlt. Darunter waren auch die Schloss Arkaden, das Staatstheater und die Volkswagenhalle in Braunschweig. In Berlin fanden außerdem mehrere Großdemonstrationen mit tausenden Teilnehmern statt, um auf die Not der Veranstaltungsbranche hinzuweisen.

Die Demonstrationen wurden unter anderem von dem Eventmanager Dirk Wöhler angemeldet, den die SUBWAY Redaktion im September für „Die nackte Wahrheit“ verhört hat. Im Interview sprach er über die Schwierigkeiten der kommenden Monate: „Dieses Jahr ist für uns verloren und es wird zum Ende des Jahres leider viele Insolvenzen geben, wenn die Regierung nicht schnell und vor allem unbürokratisch hilft.“

Bis jetzt gab es bereits einige Dialoge mit Vertretern der Regierung, denn das Bündnis #AlarmstufeRot hat konkrete Forderungen und Lösungsansätze erarbeitet und vorgelegt. Doch die zugesicherten Finanzhilfen des Novemberprogramms der Bundesregierung unterstützen nur die Spitze des Eisberges. Theater, Kinos und Museen erhalten zwar Gelder, jedoch werden viele Bereiche außer Acht gelassen. So zum Beispiel etliche Zulieferer und Dienstleister, welche erst komplexe Zulassungshürden umgehen müssten. Laut den Vertretern von #AlarmstufeRot werde damit etwa 88 Prozent der Betriebe der Veranstaltungswirtschaft jegliche Hilfe verwehrt.

Auch in den sozialen Medien finden sich immer mehr Beiträge mit dem Hashtag des Bündnisses, die auf den dringenden Handlungsbedarf aufmerksam machen. Es bleibt zu hoffen, dass all das Engagement schnell Wirkung zeigt und die Zukunft der Veranstaltungsbranche gesichert wird. Die Kulturschaffenden werden laut und das ist auch gut so – denn ohne Kultur wird es still.

Text Allegra Wendemuth
Foto Radek Grzybowski

11. November 2020

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