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Digitale Bühne

 ab 1. März | online 
staatstheater-braunschweig.de
Das Staatstheater Braunschweig eröffnet am 1. März eine eigene digitale Bühne. Gleich vier Premieren, Rahmenveranstaltungen und Videoaktionen stehen auf dem Programm.
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Noch immer ist offen, wann die Theater wieder Publikum live empfangen dürfen. Statt immer weiter zu warten und sich von einem Lockdown zum nächsten zu hangeln, hat das Staatstheater Braunschweig in den vergangenen Monaten an einer Streaming- Plattform gearbeitet, die am 1. März eröffnet wird: Die frei zugängliche, digitale Bühne präsentiert im März gleich vier Premieren aus den Bereichen Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater/JUNGES! und Staatsorchester – endlich können Leib und Seele wieder mit Kultur gefüttert werden; das Gemüt von charismatischen DarstellerInnen verzaubert und das Herz von Orchesterklängen berührt werden.

Zum Auftakt erwartet die Online-Besucher gleich eine Doppelpremiere: Am 5. März startet Antonín Dvořáks „Rusalka“ unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Srba Dinić und in der Regie von Dirk Schmeding, gefolgt vom schauspiel-musikalischen Projekt „Werther: A Few Lovesongs“ nach dem Briefroman von Johann Wolfgang Goethe am 6. März. Jedoch kann sich bereits am 1. März durch die „Digitale Bühne“ des Staatstheaters geklickt werden. Wie auf einer Streaming-Plattform kann man zwischen Aufzeichnungen, Filmproduktionen, Live- Streams, Trailern und Audio-Einführungen aller Sparten wählen – übersichtlich und intuitiv. Zwar ist das gesamte Digital-Angebot kostenlos, ein frei wählbarer Ticketpreis kann trotzdem gezahlt werden, um das Staatstheater zu unterstützen – schließlich sind die Theatertüren bereits seit Monaten geschlossen. Das letzte Sinfoniekonzert des Staatsorchesters etwa fand im Oktober statt. Still blieb es deshalb jedoch nicht: „Das Theater ist und bleibt für uns vor allem anderen ein lebendiger Ort der Begegnung zwischen KünstlerInnen und Live-Publikum, weshalb wir alle einr baldigen Wiederaufnahme des Vorstellungsbetriebs entgegenfiebern. 
Trotzdem sind wir stolz und froh, unseren BesucherInnen über den neuen digitalen Kanal etwas davon zeigen zu können, was in den letzten Monaten an kreativer Arbeit auf unseren Probebühnen entstanden ist“, so Generalintendantin Dagmar Schlingmann.
Zusätzlich zu den Online-Premieren-Terminen gibt es ein digitales Begleitprogramm mit Programmheften, Audio-Einführungen und wahlweise Live-Einführungen, Gesprächsrunden oder Premierenfeiern. Neben den Premieren und einigen Projekten aus den vergangenen Lockdown-Monaten starten im März außerdem der wöchentliche „Mit-Tanz-Mittwoch“, ein digitales Tanztraining des Tanztheaters, eine Liedzyklen- Video-Reihe des Musiktheaters und der Tanz-Podcast „Bewegung der Woche“.

Digitales Bühnenprogramm
„Rusalka“ – Lyrisches Märchen in drei Akten von Antonín Dvorák

5. März, 19:30 Uhr
Filmaufzeichnung, 135 Minuten, abrufbar bis 4. April

Die Bühnenpremiere von Antonín Dvořáks berührender Oper wurde im November vom zweiten Lockdown gestoppt. Dirk Schmeding (Regie), Srba Dinić (Musikalische Leitung) und ihr Team aber konnten die Probenarbeit mit dem Sängerensemble und einer aufgrund der Hygienevorschriften reduzierten Orchesterbesetzung zu Ende führen. Die Titelpartie der Rusalka wird von einer phänomenalen Julie Adams verkörpert, die eigentlich für die New Yorker MET gebucht war, aber durch den Komplett-Abbruch der dortigen Spielzeit für Braunschweig frei geworden ist. Aufgezeichnet wurde die Inszenierung am 22. Februar von Oliver Becker (OTB Medien) und seinem Team. Für die Bildregie ist Götz Filenius verantwortlich.

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„Werther: A Few Lovesongs“ nach dem Briefroman von Johann Wolfgang Goethe

6. März, 19:30 Uhr
Film, 55 Min., abrufbar für jeweils 48 Std. am 6., 14., 18. & 27. März


Ausgehend von Goethes berühmter Geschichte über Werthers unerfüllte Liebe zu Lotte spürt Ana Yoffe in einem schauspielmusikalischen Projekt den verschiedenen Aggregatzuständen dieser nicht zu bändigenden Emotion nach. Werther, durchaus egomanisch veranlagt, inszeniert dabei einen Reigen aus Euphorie, Überwältigung, Eitelkeit und Schmerz – und auch die Lieder, vom Volkslied über Nick Cave zu Nirvana, spiegeln die seelische Ausnahmesituation eines Menschen wider, der sich seinen Obsessionen hingibt. So entsteht eine exzentrische Selbstinszenierung zwischen Hoffen und Vergeblichkeit. Gedreht wurde unter der Regie von Grigory Shklyar (Kamera) und Jörg Wockenfuß (Musikarrangements und -produktion) hauptsächlich im „Aquarium“ des Staatstheaters sowie an Schauplätzen inner- und außerhalb Braunschweigs.


„Grauzonen“

20. März, 18:00 Uhr
Filmaufzeichnung, 60 Minuten, abrufbar bis 3. April

Zum „Welttag des Theaters für Kinder und Jugendliche“ bringt die Digitale Bühne eine im Februar 2021 neu erarbeitete Filmversion des von Henrietta Horn choreografierten tanz JUNG!-Stücks „Grauzonen“ heraus. Die raffinierte und humorvolle Choreografie über die Räume zwischen Schwarz und Weiß, über die Räume zwischen dem, was man ist oder sein möchte, wurde vor einem Jahr mit großem Erfolg im Kleinen Haus des Staatstheaters uraufgeführt, konnte dann aber nach nur wenigen Vorstellungen nicht mehr vor Publikum gespielt werden. Aufnahme und Bildregie haben Oliver Schirmer und Knust Bussian übernommen.

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Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Braunschweig

28. März, 11:00 Uhr
Filmaufzeichnung, 80 Minuten, abrufbar bis Juli

Seit dem letzten Konzert im vergangenen Oktober kommt am 15. März das Staatsorchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Srba Dinić erstmals wieder zusammen, um vor immer noch leeren Stuhlreihen ein Programm für die Digitale Bühne aufzuzeichnen: Die Ballett-Suite „Der Triumph der Zeit“ von Alexander Zemlinsky, das Oboenkonzert D-Dur op. 144 von Richard Strauss mit Solist Salomo Schweizer und die Sinfonie Nr. 2 d-Moll op. 49 von Louis Spohr.

Text Staatstheater Braunschweig, Louisa Ferch
Fotos Bettina Stöß, Björn Hickmann; Thomas M. Jauk / Stage Picture, Lukas Pergande

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