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agentur T

29. Oktober / Premiere

LOT-Theater (BS)

Das Künstlerkollektiv agentur T bringt ein
Apocalyptical nach Erich Kästner ins LOT-Theater.
PK ZumAbgrund FaktotkumMedienproduktion art
Fabian ist Moralist. Gefangen in einer scheinbar aussichtslosen Situation seines Großstadtlebens, welche zunehmend von Unmoral, Werteverfall und politischer Radikalisierung geprägt ist, beobachtet er den Lauf der Dinge und den Gang vor die Hunde, ohne so recht zu wissen, was dagegen zu tun ist. Extreme Randgruppen werden größer, Hetze immer lauter, die Zufriedenheit und eine beständige Mitte immer kleiner, der Abgrund ist nah. Wir befinden uns im Jahr 1930 ... äh 2019 – oder vielleicht auch irgendwo dazwischen?
Basierend auf Erich Kästners Roman „Fabian“ aus dem Jahr 1931 zeichnet das Künstlerkollektiv agentur T im Drei-Personen-Stück „Zum Abgrund“ Parallelen vom damaligen zum heutigen Deutschland nach. Kästners Geschichte hat bis heute kaum an Aktualität verloren und so das Interesse der Theatergruppe geweckt, ein politisch angehauchtes Schauspiel frei zu adaptieren und umzusetzen. Wo ist sie hin, die Demokratie? Worauf kann man sich noch verlassen, bauen und hoffen? Wie weit sind wir eigentlich noch vom Untergang entfernt?

„Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen sind aktuelle politische Ereignisse mit dem Untergang der Weimarer Republik vergleichbar“, erklärt Mirja Lendt, Gründungsmitglied der agentur T. Wer das aktuelle Weltgeschehen mitverfolgt, weiß wie wichtig es ist, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen, Zusammenhänge zu verstehen – und zu sehen. Das dachte sich auch das freie Künstlerensemble und so haben sie vor etwa einem Jahr damit begonnen, über das Deutschland der 1930er Jahre zu recherchieren und Zeitzeugenberichte zu lesen, um ein Stück auf die Bühne zu bringen, welches gesellschaftliche Entwicklungen und politische Strömungen von damals und heute in Verbindung bringt und Kästners Fabian als plan- und ratlose Figur in den Mittelpunkt des Jen- und Diesseits stellt. Zusammen mit zwei weiteren Figuren erkundet er unterschiedliche Zeiten, in denen die Handlung hin- und hergerissen umspringt. Eine musikalische und ästhetische Reise aus Retro und Moderne beginnt.
„Wir spinnen düstere Dystopien, es wird apokalyptisch ... aber auch überspitzt und mit viel Humor und Musik“, berichtet Mirja voller Vorfreude, nach einer der ersten Proben für das Stück. Das Ergebnis: Ein wilder Genre-Mix und eine wirkungsstarke theatrale Collage aus Musik, Video und Schauspiel, die zwar die Augen öffnet, aber auch eine Menge Spaß macht, denn reiner Pessimismus hilft selbst in unsicheren Zeiten nicht weiter. „Das Stück beschäftigt sich auch mit den Menschen, die das Leben lieben und nach Lösungsansätzen suchen. Es ist nicht alles schlecht, wenn man mit etwas Humor an eine Sache herangeht“, so Mirja – eine Einstellung, die in vielen Lebenssituationen hilfreich sein kann.
Das Schauspiel „Zum Abgrund“ regt zum Nach- und Umdenken an, geht allerdings ganz nach Kästner-Manier nicht mit erhobenem Zeigefinger voran, sondern nimmt sich selbst nicht zu ernst. Besucht werden kann die Vorstellung an sieben Terminen vom 29. Oktober bis 2. November im LOT-Theater. 

Text Louisa Ferch
Fotos Faktotum Medienproduktion

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