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AIDS-Hilfe

Welt-AIDS-Tag | 1. Dezember

Beratungseinrichtung, Begegnungsstätte und Teststelle: Die Braunschweiger AIDS-Hilfe begleitet bei sämtlichen Anliegen rund um sexuell übertragbare Infektionen.
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Vielerorts schmückten in den vergangenen Monaten Regenbogenfahnen städtische Gebäude, Pride-Paraden zogen durch die Straßen und sexuelle wie geschlechtliche Vielfalt wurden gefeiert. Auch in Braunschweig fand im August das Sommerlochfestival statt, bei dem die Braunschweiger AIDS-Hilfe als wichtiger Akteur agierte. Als Beratungsstätte für sexuell übertragbare Infektionen und Teststelle für HIV, Syphilis und Hepatitis C gehört ein freier und offener Umgang mit Sexualität dort zum Alltag.
Aidshilfen gründeten sich in den 80er-Jahren aus der Selbsthilfe Betroffener heraus und auch die Braunschweiger AIDS-Hilfe besteht bereits seit 1985 als Begegnungsstätte – nicht nur für Infizierte, sondern auch für diverse Selbsthilfegruppen und im Rahmen von Veranstaltungen wie etwa Afrikanische Begegnungsabende, offene Kaffeetreffen oder ein gemeinsames Regenbogenfrühstück.
Obwohl die Sichtbarkeit von Aidshilfen stetig wächst, ist die Viruserkrankung noch immer ein stigmatisiertes Tabuthema und die Dunkelziffer der Infizierten entsprechend hoch. „Es gibt zu viele Menschen, die nicht wissen, dass sie HIV-positiv sind“, erklärt Kai Zayko, Geschäftsführer der hiesigen AIDS-Hilfe, beim SUBWAY-Besuch in der Einrichtung. „Unser Ziel ist es deshalb, diese Menschen zu erreichen. Heutzutage gibt es sehr gute Medikamente, mit denen man ‚normale‘ Lebenserwartungen ermöglichen kann.“ Mit dem Entdecken einer HIV-Infektion kann nicht nur eine Infektionskette durchbrochen, sondern auch das Ausbrechen von Aids – der „Folgeerkrankung“ von HIV – durch eine Therapie verhindert werden.
Inzwischen sind die Medikamente so weit entwickelt, dass sie die Viruslast so sehr senken können, dass sogar ungeschützter Sex und somit auch die natürliche Zeugung sowie die Geburt eines gesunden Kindes möglich sind. Ein Meilenstein der Medizin – warum scheuen sich dann trotzdem so viele, teilweise trotz expliziter Risikobegegnung und/oder Symptomen, vor dem HIV-Test? „Wenn man offen mit seiner HIV-Erkrankung umgeht, erlebt man sehr häufig Diskriminierung“, erklärt Kai beim Interview in der Eulenstraße 5. Deshalb leistet die AIDS-Hilfe Braunschweig neben ihrer Arbeit mit und für Betroffene auch schwerpunktmäßig Präventions- und Aufklärungsarbeit – mit Erfolg: Die Nachfrage nach einem HIV-Test ist in den vergangenen Jahren zusehends gestiegen und auch andere sexuell übertragebare Krankheiten rücken immer mehr in den Fokus.
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Während bis Herbst 2020 fast ausschließlich HIV-Selbsttests in den Einrichtungen angeboten werden konnten, ist seit knapp zwei Jahren der Schnelltest möglich. Ähnlich wie bei einem Corona-Test darf dieser ohne ärztliche Aufsicht durchgeführt werden. Nur im Fall eines reaktiven Ergebnisses ist ein zusätzlicher Gang in die Arztpraxis vonnöten.

Gefördert wird die Möglichkeit des Schnelltestens aktuell vom Land Niedersachsen – „so können wir gerade jedem Ratsuchenden einen Schnelltest anbieten“, berichtet Kai, „dieser Arbeitsbereich wird also immer wichtiger für uns.“ Im Rahmen der aktuellen Kampagne jetzttestenlassen.de kann man sich anonym, schnell und kostenlos Klar- und Sicherheit verschaffen. Dabei sollten sich nicht nur jene angesprochen fühlen, die häufig ihre:n Partner:in wechseln, sondern auch Paare, die zukünftig auf das Kondom verzichten möchten. Begleitend zu jedem Test wird ein beratendes und aufklärendes Gespräch geführt, um Ängste und Sorgen zu klären und im besten Fall auch zu nehmen.

In Niedersachsen gibt es übrigens zwölf Aidshilfen und Beratungsstellen.

Informiere dich einfach unter jetzttestenlassen.de, trau dich und teste dich auf HIV.


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Text Louisa Ferch
Fotos Braunschweiger AIDS-Hilfe

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