DT. Meisterschaft

10. November / Volkswagen Halle (BS)


Hochklassiger Tanzsport bei der Deutschen Meisterschaft der Formationen Standard und Latein.
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Ein Wettkampf wie ein Feuerwerk. Wenn die Tänzerinnen und Tänzer des BTSC im Standardformationstanz vor gut 8 000 Fans auf das Parkett treten, herrscht im Publikum absoluter Ausnahmezustand. Glamourös zurechtgemacht zeigt die A-Formation des Braunschweiger Tanz-Sport-Club e. V., was sie sich in den vergangenen Monaten mit viel hartem Training und Herzblut erarbeitet hat. Und das zahlt sich aus: Auf eine Bilanz von zehn gewonnenen Weltmeistertiteln und 18 Deutschen Meisterschaften kann das Team unter Cheftrainer Rüdiger Knaack bereits zurückblicken. Auch dieses Jahr gilt der BTSC bei der Deutschen Meisterschaft, die Mitte November in der Volkswagen Halle ausgetragen wird, wieder als Top-Favorit. Bereits Ende letzten Jahres wirbelten die Sportler bei der Weltmeisterschaft mit dem Programm „Light & Darkness“ in schwarz-neongelben Outfits durch den Saal und verpassten Platz eins nur um Haaresbreite. Das Ergebnis im November wird darüber entscheiden, ob sich die Mannschaft für die kommende Weltmeisterschaft in Ungarn qualifiziert. Für die bevorstehende Deutsche Meisterschaft laufen daher bereits alle Vorbereitungen auf Hochtouren.
Um das Team am 10. November erneut glänzen zu lassen, wird das Programm „Light & Darkness“ der vergangenen Saison derzeit noch einmal leicht verändert und perfektioniert. Die Veranstaltung mit Event-Charakter bietet ein Gesamtpaket, das immer wieder begeistert. „Das Ganze hat einen unheimlich tollen Rahmen, die Veranstaltung sucht in Deutschland und weltweit seinesgleichen. Die Ausrichtungen hier in Braunschweig sind vom Flair einzigartig. Es wird so viel Liebe und Mühe reingesteckt, beim Blumenschmuck, der Deko und vielen anderen Aspekten – es hat einfach einen Bäm-Charakter, das ist nirgendwo anders so“, schwärmt Knaack, der auf 30 Jahre Berufserfahrung als Trainer im BTSC zurückblicken kann.

Leidenschaft und Anmut
Im Vordergrund der Deutschen Meisterschaft steht zweifelsohne das Tanzen. Das eigens für die Choreografie angefertigte Medley kombiniert Songs der Symphonic-Metal-Band Within Temptation, etwa „Lost“, „In Perfect Harmony“ oder „See who I am“. Das sechsminütige Stück verbindet starke Emotionen mit eleganten Bewegungen. Kampfgeist trifft auf Verletzlichkeit, Vitalität auf Grazie. Die Textzeile „Reach for my hand, let’s show them that we can free our minds and find a way. The world is in our hands“ scheint das Mindset der Tänzer perfekt zu beschreiben, denn 2018 wollen sie den Titel wieder in die Löwenstadt holen. Dafür hat Erfolgstrainer Knaack eine Choreografie entwickelt, die das Team minutiös einstudiert. Der besondere Reiz: Eine Mischung aus Technik und Kreativität, die sonst selten auf ein so hohes Niveau gehoben wird und die Standardformationstänzer mehrmals bis an die Weltspitze brachte.
 

Zur Vorfreude für alle Beteiligten gehört nicht nur das Ambiente, sondern auch die Stimmung unter den vielfach weit angereisten Fans. „Die wollen ihre Truppen nach vorne peitschen, denn bei der Deutschen Meisterschaft entscheidet sich, wer für die Europa- und Weltmeisterschaft nominiert wird. Deswegen ist der Spannungsbogen für Zuschauer und Tänzer hoch. Ganz besonders toll ist auch die weltweit einzigartige Kombination aus Standard und Latein, weil die Latein-Fans natürlich noch ein bisschen mehr aus sich rausgehen, als die Zuschauer des Standard. Schon in der Vorrunde machen die eine riesen Welle und geben Gas“, lacht Knaack. Jeweils acht Teams aus beiden Disziplinen treten an, dem Publikum werden also auch zwei komplett verschiedene Performances geboten.

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Nicht nur der Konkurrenzkampf zwischen den Teams und die mitreißenden Choreografien sorgen für Spannung, sondern auch die Auswertung selbst. Den zwölf Jury-Mitgliedern des Wertungsgerichtes entgeht dank Aufgaben- und Sitzaufteilung kein Fehltritt und keine Unregelmäßigkeit der Formation. Begutachtet werden die Kriterien tänzerische Leistung, Bewegung zur Musik, Ausführung der Choreografie und die Choreografie sowie deren Präsentation. Ergebnisse zwischen den Mannschaften können denkbar knapp ausfallen. Nuancen entscheiden über Sieg oder Niederlage, Tänzer und Trainer müssen auch mit Enttäuschungen umgehen können. Die adrenalingeladene Atmosphäre und ein tosendes Publikum entschädigen aber meist für jeden Aufwand.

Aus der Region für die Region
Trotz des überwältigenden Erfolgs der Braunschweiger Mannschaft werden die Veranstaltungen fast ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeiter gestemmt und auch für die Tänzer bleibt der Sport ein zeitintensives Hobby. Während die Regierung in anderen Ländern viel Geld in den Tanzsport investiert oder selbst nach Sponsoren sucht, wird die finanzielle Belastung in Deutschland auf dem Rücken der Vereine ausgetragen. Dabei bieten besonders Turniere einen wesentlichen Mehrwert für die Stadt: Neben den Mannschaften strömen gut 2 500 Fans von auswärts zum Wettkampf und beleben die Wirtschaft. Anerkennung erhielt der BTSC kürzlich dennoch: Zum dritten Mal wurde die beispielhafte Vereinsarbeit mit der niedersächsischen Sportmedaille geehrt. Die Auszeichnung wurde für die Mannschaft und Einzeltänzer sowohl für die hervorragenden persönlichen sportlichen Leistungen als auch für den Verein und dessen Förderung und Verbreitung des Sports verliehen. Und vielleicht haben die Braunschweiger auch nach der Deutschen Meisterschaft bald einen weiteren Grund zu Jubeln.
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Text Katharina Holzberger
Fotos Frank Rieseberg

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