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Frische Winde für die Linde: Die geschichtsträchtige Traditions-Gaststätte Zu den Vier Linden feiert mit seinem neuen Inhaber Jean-Luc Hänel in diesem Jahr 125-jähriges Bestehen.
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125 Jahre Zu den Vier Linden – nur wenige andere Braunschweiger Lokale können mit diesem stolzen Alter mithalten. Zwei Weltkriege, Wirtschaftseinbrüche, Pandemie – das kultige Wirtshaus in der Wiesenstraße Ecke Steinbrecherstraße konnte all diese Krisen mit rund 20 verschiedenen Inhabern überdauern. Klassische Kneipengänger spielen hier Karten, Familien kommen werktags zum Abendessen, Studierende treffen sich auf zwei, drei Bier und sogar das ein oder andere prominente Gesicht kann hier am Tresen angetroffen werden. Nicht nur Ex-OB Ulrich Markurth ist ein immer gerngesehener Gast, auch Altkanzler Gerhard Schröder befeuchtete hier schon seine Kehle und erst kürzlich gönnte sich Trap-Star negatiiv OG ebenda ein Linden-Schnitzel. Seit jeher verbindet die Linde Jung und Alt und hält als gemütliche Eckkneipe, Restaurant und Wirtshaus im Östlichen die Stellung.

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Nach 27 lebendigen Jahren der feucht- fröhlichen Geselligkeit hat Wolfgang „Elvis“ Haberkamm die Linde im Oktober 2019 an seinen Sohn Jean-Luc Hänel übergeben, der dem Wirtshaus mit ein paar kleinen aber feinen Neuerungen frischen Wind einhauchte, ohne dem Charme der urigen Linde dabei Abbruch zu tun. Zum Feierabend hat SUBWAY dort bei Speis und Trank gemütlich den Tag ausklingen lassen.

Aus Alt mach Neu
Jean-Luc hat die Gastfreundlichkeit und sein Handwerk quasi genau an diesem traditionsreichen Ort, an dem sein Vater mehr als ein Vierteljahrhundert die Theke gehütet hat, in die Wiege gelegt bekommen und selbst schon vor vielen Jahren den Weg in die Gastronomie eingeschlagen.
Obwohl der Junior parallel die Vielharmonie am Bankplatz führte und bis vor Kurzem auch noch das Rokoko schmiss, hat er sich in den vergangenen Monaten vor allem dem ehemaligen Kultlokal seines Vaters gewidmet: „Wir wollen zwar den alten Charme behalten, aber natürlich musste auch ein bisschen was neu gemacht werden“, erzählt Jean-Luc, während er SUBWAY durch die renovierten Räume führt und stolz auf das neue Mobiliar zeigt – obwohl man eigentlich gar nicht von neu sprechen kann, denn tatsächlich sind die jetzigen Sitzbänke und Tische waschechtes 50er-Jahre-Kneipenmobiliar und stammen aus dem einstigen Pschorr-Bräu-Stüberl, wo vor langer Zeit einmal in der Wendenstraße der Bierdurst vieler Braunschweiger:innen gestillt wurde. „Das ist ein geiler Zufall, dass wir die Möbel kriegen konnten – sowas bekommt man heute ja nirgends mehr!“, meint der neue Linden-Betreiber begeistert. Gekonnt hat er die rund 30 Meter langen Sitzbänke aufpoliert, eingepasst und zurechtgesägt, sodass die Möbel aus zweiter Hand sich nun wie ein roter Faden durch das Linden-Interieur ziehen und in jedem Raum zu finden sind.
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„Mit dem neuen Laden sind alle genauso happy wie ich“

Darüber hinaus wurde am „Clubraum“ Hand angelegt: Zwar annektierte Elvis bereits in den 90er-Jahren die Räumlichkeiten des benachbarten Schlachters und schaffte so zusätzlichen Platz für die Linde, doch überpinselte er damals einfach die blau-weißen Wandfliesen im ehemaligen Verkaufsraum. Nun wurden die originalen Fliesen freigelegt, denn sie schmiegen sich perfekt an die satte, tiefblaue Wandfarbe, die sich auch in den Polstern der Kneipenbänke wiederfindet. „Es hat einfach alles perfekt zum Farbkonzept gepasst“, schwärmt Jean-Luc. Es fühlt sich auf angenehm frische Weise so an, als wäre alles schon immer so gewesen. Alles wirkt wie aus einem Guss; eine raffinierte Verbindung von traditionellen Elementen und moderner, klarer Linie und dennoch erzählt jeder Raum auf besondere Art seine ganz eigene Geschichte einer anderen Dekade.
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Nicht nur, dass das Lokal jetzt größer und aufgeräumter wirkt – die Gaststätte mit dem botanischen Namen wurde tatsächlich erneut vergrößert: Der alte Schuster von nebenan hat sein Geschäft aufgegeben und so ergänzt wieder ein neuer Raum die Linde. Jetzt ist für rund 20 Gäste mehr Platz – „und in der Küche kann endlich richtig gearbeitet werden!“, scherzt der Gastronom Jean-Luc. Dort werden typisch deutsche Köstlichkeiten mit besonderem Pfiff zubereitet, so nicht nur Klassiker wie Wiener Schnitzel und Currywurst, sondern auch feine Gerichte wie beispielsweise das geschmacksintensive Hirschschnitzel in Haselnusskruste oder das süß-herbe, zartschmelzende Kürbiskernparfait mit karamellisierten Kürbiskernen für hinterher. Natürlich sind aber nach wie vor rustikale Linden-Klassiker wie Matjesfilet mit Bratkartoffeln, Boulettenstulle oder Schmalzbrot mit Gürkchen auf dem Menü zu finden. Den Spagat zwischen aufrichtiger Restaurantküche und ungezwungener Kneipenatmosphäre beherrscht die Linde schließlich schon seit vielen Jahren.
Obwohl einige und insbesondere die zahlreichen Stammgäste befürchteten, die Linde könne durch die Renovierungsarbeiten „zu schön“ werden, sind nach der Wiederöffnung diesen Sommer alle begeistert: „Eigentlich sind alle mit dem neuen Laden genauso happy wie ich“, strahlt der stilsichere Gastronom Jean-Luc. Die Linde ist und bleibt ein Laden mit Seele, an dessen Theke jede und jeder willkommen ist – auf weitere 125 Jahre Linde, Prost!

Text Louisa Ferch
Fotos Benyamin Bahri, Zu den Vier Linden

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