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Die kürzlich neueröffnete Bar und Brasserie Lissabon in der Breiten Straße überzeugt
mit einer weltoffenen Speisekarte und portugiesischem Schwerpunkt.
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Freitagabend, es ist kalt. Rein ins Lissabon. Wir setzen uns an den Tisch, der schön vorweihnachtlich geschmückt ist. Nachdem ich meine Jacke über den Stuhl gehängt und mich gesetzt habe, kommt schnell die Bedienung zu uns. Sie empfiehlt auf Nachfrage den Ruby Sour, eine Portwein-Variante des klassischen Cocktails. Während wir auf unsere Getränke warten, lasse ich das Ambiente auf mich wirken:
Die blauen Wände, der weiße Kamin auf der einen und das Klavier auf der anderen Seite machen den Raum gemütlich und heimisch. Später werden mir die Geschäftsführer der Bar und Brasserie, Ricardo Santos Alves und Ioannis Kaklamanos, bestätigen, dass es ihnen genau darum geht: Die Gäste sollen sich fühlen wie in dem Wohnzimmer eines Freundes – mit ihnen als Gastgebern.
Die Getränke kommen und die Detailliebe fällt direkt auf, die man hier überall wiederfindet. Der Ruby Sour ist hübsch dekoriert und oben drauf liegt ein kleiner Zettel: „Schön, dass du da bist”. Geschmacklich merkt man, wie penibel die Getränke zusammengestellt worden sind: Der Drink ist eine ausgewogene, erfrischende Mischung aus fruchtiger Süße und einer angenehmenen Säure. Während wir daran nippen, unterhalten wir uns mit den Geschäftsführern. „Der Gedanke an einen eigenen Laden war irgendwann da”, erzählt Ricardo, „aber es gab mehr Gründe, es nicht zu tun, als es zu tun. Als mir der Laden hier angeboten wurde, war mir klar, dass ich das machen will, aber nicht alleine.” Ricardo kennt die Branche: Er war in vielen verschiedenen Läden Betriebsleiter und betreut auch andere Gastronomiebetriebe. Ioannis und er kennen sich seit zwei Jahren und es hat von Anfang an gepasst. „Manchmal braucht es nicht mehr als einen Augenblick”, sagt er. Ioannis kommt eher aus dem Kultur- und Eventmanagementbereich. „Eigentlich hatte ich nicht so Lust auf Gastronomie”, erklärt er uns „aber nach Ricardos Anruf und nachdem ich mir die Location angesehen habe, war ich total heiß auf die Sache.” In zwölf Tagen haben sie den kleinen Laden auf Vordermann gebracht und am 17. November konnten sie eröffnen. Seitdem kommen immer mehr Gäste, es gibt sogar schon Reservierungen für Juni.

„Manchmal braucht Es nicht mehr als einen Augenblick“

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Zwei Espresso Martinis kommen, natürlich mit portugiesischem Kaffee.
Ioannis fragt meinen Begleiter und mich, ob wir Austern mögen. Wir beide haben noch nie welche gegessen, wollen sie aber mal probieren. Schritt für Schritt werden wir in die Welt des Austernschlürfens eingewiesen und am Ende schmecken sie, wenig überraschend, vor allem nach Meer.
In der Zwischenzeit sind wir in die Galerie gegangen. Den Tag nach unserem Besuch eröffnet dort eine Ausstellung der Erst- und Zweitsemester der HBK. Genauso wie das Lissabon stünden die Studenten da ja auch ganz am Anfang, erläutert Ioannis. Ziemlich metaphorisch.
Der Tapasteller wird gebracht: Schön angerichtet sind darauf angebratene Chorizos, Weichkäse, Manchego, Oliven, Kapern, ein Caprese-Spieß und eine Sardinenpastete auf einem Salatblatt. Uns wird klar: Im Lissabon achtet man auf Qualität. Zusätzlich kommt noch ein Teller mit Fischgerichten. Die panierte Krabbe erinnert vom Aussehen und der Konsistenz an einen Mozzarellastick, aus dem kleine Scheren schauen, in etwas, das aussieht wie ein winzig er Backcamembert versteckt sich eine Hummerpaste und es gibt natürlich auch Stockfisch. Dieser wurde in kleinste Fasern gerupft und paniert. In jedem Fischgericht schmeckt man eine Frische heraus, so, als wär das Tier gerade eben für uns aus dem Meer gezogen worden.
Als nächstes wird uns Bifana gebracht. Das Schweinefilet wurde in Lorbeeren, Weißwein und Knoblauch eingelegt und wir sind überrascht, wie ein so dünnes Stückchen Fleisch so viel intensiver schmecken kann als das Brötchen.
Nach einer Kohlsuppe kommt endlich die Hauptspeise: Tagliatelle mit Gambas für mich, Tagliatelle mit einer Chorizo Cabonara für meine Begleitung. Die Gewürze ergänzen die Pasta und den Gamba-Geschmack, ohne davon etwas zu überdecken oder zu nehmen. Dazu gibt es den Hauswein: Ricardo und Ioannis haben den Porta 6 in Hamburg ausgesucht. Gleich beim Probieren war ihnen klar: „Das ist er”. Der Portwein hat eine wunderschöne dunkle Farbe, einen fruchtigen Geschmack und ist unfassbar weich im Abgang.
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Als zweite Hauptspeise bekommen wir Putengeschnetzeltes in Currysauce auf paniertem Sellerie und ein irisches Rindersteak mit Kartoffeln an Rotwein-Portweinsauce. Spätestens bei diesem Gericht merkt man, dass das Lissabon den Mix aus internationaler Offenheit und der Traditionstreue seines Namensgebers lebt.
Inzwischen bin ich schon so satt, dass ich mich gerade so noch über den Nachtisch freuen kann: Die Pastéis de Nata sind außen knusprig und innen so weich, dass ich mich am liebsten reinlegen würde. Dazu gibt es einen portugiesischen Espresso, der geschmacklich selbst einen überzeugten Kaffee-Junkie wie mich aus den Socken hauen konnte.
Mal abgesehen von dem leckeren Essen fand ich die Gastfreundschaft wundervoll. Es war, wie sie gesagt haben: Ich habe mich gefühlt, wie bei guten Freunden zu Hause. In diesem Sinne: Muito obrigado und bis bald!

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Text Giana Holstein
Fotos Robert Wiebusch

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