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Die Stadt Braunschweig schafft eine Antidiskriminierungsstelle und sucht für das Netzwerk noch Projektpartner.
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Die jüngsten Ereignisse haben es uns vor Augen geführt: Rassistische Diskriminierung ist immer noch allgegenwärtig. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes legt in ihrem Jahresbericht 2019 sogar dar, dass sich anhand der Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts ein Anstieg rassistischer, islamfeindlicher und antisemitischer Straftaten beobachten lässt. Erst im Februar dieses Jahres wurden in Hanau neun Menschen mit Migrationshintergrund bei einem rechtsterroristischen Anschlag ermordet. Jedoch äußert sich Diskriminierung nicht ausschließlich in Gewalt, viele Menschen werden auch im Arbeitsleben oder bei Alltagsgeschäften aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Identität oder ihrer Religion diskriminiert und ausgegrenzt.

Da die Zahl der gemeldeten Diskriminierungsfälle in Deutschland steigt, hat der Rat der Stadt Braunschweig im April die Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle beschlossen, deren Ziele die Prävention beziehungsweise Beratung und Unterstützung für Betroffene von Diskriminierung, Rassismus sowie Ausgrenzung aufgrund des Geschlechts, sexueller Orientierung oder der Glaubenszugehörigkeit sind. Die Stadt Braunschweig befindet sich nun in der Planungsphase; das städtische Büro für Migrationsfragen erarbeitet in Kürze gemeinsam mit der externen Koordinationsstelle der „Partnerschaft für Demokratie“ sowie allen Netzwerkpartnern ein Konzept zur Umsetzung.

In diesem Zusammenhang soll zunächst ein Netzwerk gegen Antidiskriminierung in Braunschweig gegründet werden, welches einen stetigen Austausch zum Thema ermöglichen sowie eine enge Kooperation zwischen Antidiskriminierungsstelle und seinen Netzwerkpartnern hervorbringen soll. Damit dies gelingt, sucht das Initiatoren-Team aktuell nach Projektpartnern, die in ihrer täglichen Arbeit grundsätzlich mit dem Thema Diskriminierung in Berührung kommen können – dies können große oder auch kleinere Vereine oder Institutionen sein.

Ein erstes Netzwerktreffen ist für den Herbst geplant. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben und ist abhängig von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie. Grundsätzlich soll das Konzept für die Antidiskriminierungsstelle bis Sommer/Herbst 2021 erarbeitet werden. Zur Vorbereitung haben die Mitarbeiterinnen des städtischen Büros für Migrationsfragen und der „Partnerschaft für Demokratie“ bereits an einem Workshop „Antidiskriminierungsberatung Grundmodul“ vom Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) teilgenommen. Nun werden für die nächsten Schritte zur Konzepterstellung die Netzwerkpartner gesucht.

Interessierte können sich an Melanie Prost und Samira Ciyow vom Büro für Migrationsfragen per Telefon 0531 470-7359 beziehungsweise -7360 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden. Braunschweig ist und bleibt bunt!

Text Denise Rosenthal
Foto Nizar Fahem

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