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Das Braunschweiger Restaurant Badsha zaubert indische Köstlichkeiten auf den Tisch.
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Aromatisch und farbenfroh – das wären die beiden Worte, die ich wählen würde, wenn ich die indische Küche beschreiben sollte, die es im Grunde genommen aber nicht gibt. Es ist vielmehr eine wohlschmeckende Verschmelzung aus den unterschiedlichen Kochstilen und den verschiedenen regionalen Gerichten des Subkontinents. Was mich persönlich immer wieder an der Küche des Vielvölkerstaates am Indischen Ozean fasziniert, sind die unterschiedlichen Aromen, die Frische der Zutaten und die Fülle der Speisen.  
Bei wem gerade kein Abstecher ins Land von Shiva, Parvati und Ganesha drin ist, kann auch in Braunschweig die Vielfalt der indischen Küche genießen. Und wer nach einem echten Geheimtipp sucht, der sollte unbedingt das Badsha im Magniviertel besuchen, wo Bajinder Turna gemeinsam mit seiner Familie täglich zahlreiche Gäste in seiner kulinarischen Indien-Oase bewirtet. Auch ich bin heute in dem familiengeführten Restaurant zu Gast und hab mir Verstärkung mitgebracht – denn indisches Essen genießt man am besten zu zweit. Hinter der etwas unscheinbaren Fassade im Ölschlägern verbirgt sich ein schillerndes Juwel der vedischen Kochkunst. Unser FeinschmeckerKurztrip beginnt, als wir das Restaurant betreten und uns der Chef des Hauses höchstpersönlich empfängt. Man spürt mit dem ersten Handschlag gleich die herzliche Gastfreundschaft; hier sind wir, was unser leibliches Wohl anbelangt, in sehr guten Händen. In dem zweiteiligen Gastraum dominiert die Farbe Rot: rubinrote Wände, dazu farblich passende Sitzpolster und Tischdecken. Das alles sorgt für ein warmes und wohliges Ambiente. Üppige Grünpflanzen, Bilder von hinduistischen Göttern und steinerne Elefantenfiguren zaubern ein sehr dezentes indisches Flair. Sofort stellt sich ein prickelndes Fernweh-Feeling ein.
Bajinder Turna geleitet uns direkt zum Tisch und überreicht uns die kunstvoll verzierte Speisekarte. Sie ist prall gefüllt mit wohlklingenden Namen exotischer Köstlichkeiten. Indien ist das Land der Vegetarier, vielleicht nicht unbedingt im Norden des Landes, denn hier finden sich zahlreiche herzhafte Fleischgerichte mit Lamm, Ziege oder Huhn, aber im übrigen Land macht sich der religiöse Einfluss der Hindus bemerkbar. Und genauso verhält es sich auch im Badsha. Es gibt zwar ausreichend Fleisch- und Fischgerichte, aber die Auswahl für Vegetarier ist geradezu überwältigend. Wir entscheiden uns für die Vegetable Samosa, knusprig frittierte Teigtaschen mit einer zartschmelzenden Füllung aus Kartoffeln, Erbsen und verschiedenen Gewürzen, als Vorspeise. Während unser Essen in der Küche zubereitet wird, bringt Bajinder Turna als Amuse-Gueule ein silberfarbenes Körbchen mit zwei Scheiben Pappadam, also dünne frittierte Fladen aus Linsenmehl. Außerdem stellt er eine Menage mit drei Schälchen, aus denen uns fruchtiges Mango-Chutney, eine mit Pfefferminze und Kreuzkümmel fein abgeschmeckte Joghurtsauce sowie pikante Tamarindensauce anstrahlen, auf den Tisch. Das hauchdünne Brot ist köstlich knusprig, erinnert in seiner Konsistenz an mexikanische Taccos, die Saucen sind ein Traum. Besonders lecker und vor allem gut gewürzt, schmeckt der Joghurt, aber auch das Chutney erfreut unseren Gaumen.
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„Ganz für sich allein soll man nicht essen, wenn einem das eigene Wohl am Herzen liegt“ Indisches Sprichwort

Als Hauptgericht bestellen wir ein typisches Thali sowie das Neun Rattan Korma. Mittlerweile hat sich das Restaurant gut gefüllt – eigentlich ungewöhnlich an einem ganz normalen Dienstagabend. Aber das spricht ja für die Qualität und die Beliebtheit des Badsha. Schließlich kommt ein silbernes Tablett, mit mehreren kleinen Metallschälchen, die übrigens Katori genannt werden. Darin werden uns goldgelbes Dal Makhni, würziger Palak Panir, pikantes Mix Subj sowie cremiger Raita kredenzt. Dazu gibt es duftenden Basmatireis und fluffiges Tandoori-Brot. Das Rattan Korma ist appetitlich in einem silberfarbenen Töpfchen mit Stövchen angerichtet. Bereits der Anblick der goldgelben Sahnesauce lässt uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. In der noch blubbernden Sauce verstecken sich hausgemachter Paneer, Kartoffeln, grüne Erbsen, Möhren, Mandeln, Rosinen, Ananas, Mango und Cashewkerne. Gutes Essen kann so glücklich machen … Zusammen mit der Rechnung serviert Bajinder Turna zwei Fruchtschnäpse und ein Schälchen mit bunten Zuckerperlen, Kandis und duftende Fenchelsamen: Mukhwas. Diese beliebte Süßigkeit sorgt durch das Kauen nicht nur für frischen Atem, sondern soll dem Gast zusätzlich eine gute Verdauung bescheren. Damit sich die erfrischende Wirkung der Gewürze voll entfalten kann, trinkt man Wasser dazu, wie uns der Chef erklärt. Gesagt, getan! Wir bedanken uns bei ihm für diese wundervolle lukullische Reise durch die Küchenvielfalt seiner Heimat und kehren wohlgesättigt mit einem einzigen Schritt in die frische Braunschweiger Septembernacht zurück. 

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Text & Fotos Kerstin Lautenbach-Hsu

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