Alexandra Kinnen im Interview

In einer dreiteiligen Serie begleiten wir Alexandra Kinnen exklusiv bei der Entstehung ihrer Boutique Svaneke fæshion – von den
Renovierungsarbeiten bis hin zur Ladeneröffnung Anfang März.

Alexandra, du hast dich bei deiner Wahl des Fashionstores für ein dänisches Konzept entschieden.
Warum ausgerechnet Dänemark?
Ich war schon als Kind immer auf Bornholm. Das ist eine richtige Urlaubsinsel wie man sie sich in Dänemark vorstellt – mit weißen Sandstränden und viel Natur. Auf Bornholm findet man eigentlich alles, was es in Dänemark gibt, auf einem kleinen Fleck. Damals hatten wir dort immer diese typischen Wir-treffen-uns-abends-am-Lagerfeuer-Urlaube. Dort geht man im Urlaub auch als Jugendlicher eigentlich nicht unbedingt in die Clubs, sondern hängt einfach abends gemütlich am Strand herum. Das fand ich immer großartig. Mein Papa hat mir und meiner älteren Schwester damals des Öfteren angeboten, dass wir auch mal woanders unseren Urlaub verbringen könnten, allein schon, weil unsere Klassenkameraden öfter nach Kroatien oder Spanien geflogen sind. Aber wir haben uns immer dagegen entschieden. Auch später bin ich immer gern nach Dänemark gefahren, eine Zeit lang war ich gern zum Windsurfen dort. Mit meinem Partner mache ich auch Motorradtouren durch Skandinavien. Das ist schon Liebe und quasi ein kleines Stückchen Heimat und verbindet uns einfach. Wenn das Herz einen immer wieder dahin führt, dann muss man sich auch nicht dagegenstellen. Ich bin eben ein nordisches Mädchen.

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Manchmal muss man sich einfach trauen, die Sachen zu kombinieren.

Offenbar kennst du dich gut in Dänemark aus. Was gibt es dort Leckeres zu essen?
Ganz klar, Lakritz. Dänisches Lakritz muss einfach sein! Es gibt dort auch reine Lakritz-Läden. Das ist natürlich ein Knüller. Die Kulinarik dort ist generell sehr toll. Ich persönlich bin auch ein großer Fisch-Esser. Auf Bornholm gibt es den Bornholmer, einen speziell geräucherten Hering, den man mit rohem Ei, Zwiebeln und Salz verzehrt. Das mag vielleicht auf den ersten Eindruck etwas ekelig klingen, ich finde es sehr lecker. Auch Smørrebrød mag ich super gern. Wenn man den Blick auf Kopenhagen richtet, kann ich die Papirøen nur wärmstens empfehlen. In zwei ehemaligen Lagerhallen einer alten Papierfabrik befindet sich eine große Streetfood-Halle. Das ist eine ungewöhnliche Location mit frischen, regionalen und nachhaltigen Gerichten.

Zurück zu deiner Boutique in der Löwenstadt. Was macht dänische Mode aus?
Der klassische Schnitt. Außerdem ist dänische Mode schick und hat die gewisse Portion Lässigkeit. Von den Schnitten ist sie eher einfach gehalten, nicht so verspielt und das verleiht dem Style diese besondere Lockerheit. Beispielsweise tragen die Dänen einen recht mutigen Streetstyle. Sie kombinieren viel Weites mit Weitem wie einen langen Rock mit langem Oberteil und einem voluminösen Mantel. Hier würde man sich dafür sicherlich nicht sofort entscheiden, aber die Dänen können das einfach. Sie stylen es immer so, dass es super lässig aussieht. Manchmal muss man sich einfach trauen, die Sachen zu kombinieren. Was man auch oft im Style der dänischen Bevölkerung wiederfindet, sind hochgeschlossene Oberteile wie Bubi- oder Rollkragen mit Streifen oder Blumenprints. Bei der Farbwahl hält sich die Mode eher bedeckt. Man findet in einem Kleidungsstück nie alle Farben, sondern die Designer bedienen sich eher aus einer gemeinsamen Farbfamilie.

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Du bist im letzten Jahr auf der Fashionweek in Kopenhagen gewesen. Wie war’s?
Ich hatte noch nicht alle Marken, die ich wollte, und da auf der Kopenhagener Fashionweek die Wahrscheinlichkeit am größten war, dass es dort viele verschiedene dänische Labels gibt, bin ich mit meinem Freund dort hingefahren. Natürlich haben wir uns vorher die Tickets besorgt. Da muss man aber selbstverständlich nachweisen, dass man einen Laden hat, damit nicht jeder einfach die Fashionweek besuchen kann. Direkt auf der Messe habe ich auch gleich die ersten Bestellungen getätigt. Schön ist, dass dort alles an einem Platz ist und ich nicht mehrere Orte abfahren muss, um meine Order zu machen. Mir hat die Atmosphäre dort sehr gut gefallen. Außerdem kann man sich auf eine ganz andere Art und Weise inspirieren lassen. Ich möchte schon versuchen, dort jedes Jahr hinzufahren. Die Fashionweek findet zwei Mal im Jahr in Kopenhagen statt. Aber aufgrund der Eröffnung des Ladens schaffe ich es im Februar bedauerlicherweise nicht.

Trägst du jeden Tag etwas Dänisches in deinem Go-to-Look?
Ich werde ab jetzt auch viele von meinen Kleidungsstücken, die ich im Geschäft anbiete, tragen. Ich bin nicht der riesengroße Online-Käufer, sondern gehe lieber richtig einkaufen und da gab es die Sachen in der näheren Umgebung nicht. Dann habe ich ein paar Lieblingsstücke aus Dänemark mitgebracht, die ich auch sehr gern anziehe, aber die nicht für den täglichen Look bestimmt sind. Aber nun habe ich immer mindestens ein Teil dabei.

Einen knappen Monat dauert es noch, bis Svaneke fæshion am 2. März Eröffnung feiert. Wie sieht es aktuell in den Räumlichkeiten aus und kannst du schon etwas zum Eröffnungsprogramm verraten?
Es geht gut voran. Der Boden, die Decke und Wände sind nun komplett fertig. In den ersten Februartagen treffen meine extra für den Laden angefertigten Möbel ein. Am 2. März wird es dann soweit sein und ich freue mich darauf, endlich meinen Laden zu eröffnen. Monatelange Arbeit liegt dann hinter mir. Ich kann so viel verraten: Natürlich steigt eine Eröffnungsparty mit Rahmenprogramm und einem anschließenden After-Work-Shopping, das über die üblichen Öffnungszeiten hinausreicht.

Willst du mehr zum neuen dänischen Fashionstore lesen? Den ersten Teil unserer Svaneke-Serie findest du hier: Braunschweigs neuer Mode-Lækkerbisken*

Text: Lisa Matschinsky
Fotos: Privat

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