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Aktionswoche für Vielfalt

5. bis 11. September/

Frankfurter Platz (BS)
Im Westlichen Ringgebiet vereinen sich Kulturschaffende und Aktivist:innen,
um ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt zu setzen.
LR Westliches art
Die Sonne scheint, Radfahrer genießen den Feierabend und drehen noch eine kleine Tour auf dem Ringgleis; am Skatepark chillen Jugendliche, hören Musik und trinken Bier. Im KufA Haus finden gerade Theaterproben statt, im Bistro wird Schach gespielt, nebenan wird für ein Open Air Musical geprobt. Das Westliche lebt, die Kreativität ist wieder erwacht und Kulturschaffende treffen sich zum gemeinsamen Austausch. Auch SUBWAY ist mit dabei und lauscht, was momentan im Wilden Westen Braunschweigs abgeht.
Leider machten in den vergangenen Monaten immer wieder auch unerfreuliche Ereignisse im Westlichen Ringgebiet Schlagzeilen – insbesondere auf dem Frankfurter Platz, der seit geraumer Zeit wiederholt Ort für Übergriffe, Belästigungen und Drohungen seitens der rechtsextremen Szene wurde. „Das ist ein echtes Problem. Wir wollen das hier nicht haben“, stellt Markus Wiener vom KufA e. V. im Gespräch klar. Auch für Anwohner und die umliegende Gastronomie ist die Situation vor Ort schwierig – viele fühlen sich nicht sicher und das Geschäft leidet. Deswegen kommen seit einigen Wochen viele Kulturanbietende und Aktivist:innen des Westlichen Ringgebiets zusammen, um gemeinsam kreative Lösungen umzusetzen, wie der derzeitigen Problem-Hotspot wieder zu einem lebhaften, bunten Ort wird, auf dem man gerne und friedlich zusammenkommt. „Wir besetzen den Platz durch Aktionen und Stände vor Ort wieder positiv“, erklärt auch Hien Quy Huynh vom Stadtteilbüro, der die Entwicklung des Viertels mitbegleitet und sich gemeinsam mit vielen Kulturstätten aus dem Westlichen für das Quartier einsetzt. Von diesem Spirit angeregt folgten Stände weiterer Vereine oder Initiativen, die sich anschlossen und den Platz belebten – so beispielsweise auch die Stadtteilkonferenz Westliches Ringgebiet oder die Lebenshilfe, die mit Flyern und Broschüren über Toleranz und ein inklusives Miteinander aufklären. „Auch Nachbarn kamen und haben ihren Campingstuhl aufgestellt. Irgendwann war der Platz voll!“, berichtet Hien Quy.
Das Viertel hält zusammen

Ursprünglich hatten sich bereits während des Lockdowns vor einigen Monaten rund 15 Kulturschaffende aus dem Westlichen Ringgebiet zusammengetan, um sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsame Ideen zu entwickeln – darunter neben dem KufA e. V. und dem Stadtteilbüro auch Nexus, Café Spunk, Hotel666, Mokkabär und Harry‘s Bierhaus. „Los ging es mit dem Gedanken: Was ist mit den Leuten, die Kultur anbieten, aber durch alle Raster fallen? Deshalb haben wir uns dann alle zusammengeschlossen. Wir wollten uns sowieso vernetzen und gegenseitig unterstützen, Synergien auf- und ausbauen“, erklärt Markus Wiener, Kopf des KufA e. V..
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Während Vertreter:innen und Institutionen der aktivistischen Gruppe regelmäßig auch in ihrer digitalen Gesprächsreihe KulTalk zusammenkommen und über Initiativen sowie Projekte sprechen, geht es beim heutigen Face-to-Face-Treffen vor allem um ein gemeinsames Ziel: Der Frankfurter Platz soll ein sicherer Ort für Vielfalt sein, der die Lebensqualität im Viertel wieder herstellt. „Passanten und Anwohner kommen vorbei und geben uns super Feedback – endlich mal nette Stände, keine Demonstrationen, kein Hass und keine Gewalt. Das ist enorm wichtig“, erklärt Hien Quy.
Im Zeichen des vielfältigen Miteinanders steht auch die Aktionswoche, die die Kulturanbieter aus dem Westlichen Ringgebiet aktuell planen. Vom 5. bis 11. September finden eine Woche lang bunte Aktionen für Familien, Passanten und Anwohner auf dem Frankfurter Platz statt. Kommt vorbei und gebt Hass, Hetze und rechter Gewalt keine Chance!

Text Louisa Ferch
Fotos Louisa Ferch

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