Anzeige

Natürliche Frische statt Industriesubstanz: Die Wolfenbütteler Eismanufaktur
KU DSC 0153 art
Erdbeergeschmack aus Baumrinde, falsche Vanille aus Schimmelpilzkulturen, Algenbröckchen als vermeintliche Fruchtstückchen? In der Lebensmittelindustrie ist das alles Gang und Gäbe und laut Gesetz sogar problemlos als „natürlich“ deklarierbar. Unternehmerisch logisch, jedoch eine Schande für unser Geschmacksempfinden, besonders vieler Kinder, die den wahren Geschmack von Schokolade, Vanille oder Citrus-Früchten in unserer künstlich-modernen Zeit kaum mehr kennen. Was kann man eigentlich noch getrost essen, wenn einem nach unverfälschtem Geschmack ist?
Für wirklich originäre Geschmackserlebnisse muss man besondere, individuelle Geschmacks-Oasen finden, wo sich leidenschaftliche Gastronomen mit Liebe einem möglichst echten Ideal-Speiseerlebnis verschrieben haben, denen kein Aufwand zu groß ist, um ein makelloses, pures Produkt anbieten zu können.

Ein ebensolcher Geheimtipp ist die Wolfenbütteler Eismanufaktur, ganz am westlichen Rand der Lessingstadt, Am Alten Schlachthof 2, wo das Ehepaar Borkowski seit April 2015 Woche für Woche Früchte abreibt und auspresst, Trockenstoffe misst und wiegt und alles nach stundenlangem Laufen ihrer traditionellen Eismaschine schockfrostet und schließlich im Kühlhaus einlagert. Etwa 500 Kilogramm Speiseeis entstehen so wöchentlich. Bei ihrer aufwändigen Handarbeit behalten sie stets ihren großen Fokus im Auge: „An erster Stelle steht Frische“, erklärt Jörg Borkowski. „Wir benutzen keine Fertigmischungen und keine Fertigprodukte, sondern ausschließlich Rohstoffe: Reife, wenn möglich regionale Bio-Früchte, hochwertigste Natur-Fruchtpürees oder hundertprozentiges Nussmark. Außerdem verzichten wir auf Ei und verwenden nur carrageenfreie Bio-Sahne.“

„An erster Stelle steht für uns Die Frische“

KU DSC 0046 art



Kataloge und Prospekte für künstliche Aromen, Farbstoffe und Bindemittel, mit denen die Eismanufaktur bemustert wird, landen strikt im Müll. Wo andere für die Wunder der Lebensmittelchemie dankbar sind, verzichten die naturliebenden Eismacher bewusst: „Bei uns ist alles frei von jeglichen künstlichen Zusatzstoffen und Aromen, Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen. Wir benutzen selbstverständlich auch keinerlei Farbstoffe. Unsere Fruchtsorten sind alles reine Sorbets“, so Borkowski.

Zwar liegt die Eisdiele etwas abgelegen vom Stadtkern, doch geheim ist die Manufaktur längst nicht mehr, von April bis Oktober stehen Eisliebhaber aus der ganzen Region Schlange, um in den Genuss der wahren Eisspezialitäten zu kommen. Kassenschlager sind die Milcheis-Klassiker wie Vanille, Schokolade oder Stracciatella und die Fruchteissorten Erdbeer, Himbeer, Mango und Zitrone, aber auch immer wieder wechselnde Sonderkreationen machen sich gut: Weiße Schokolade mit Chai Latte, Ziegenfrischkäseeis mit gerösteten Kirschen oder Joghurt-Limette. Besonders stolz ist Herr Borkowski auf sein Schmand-Salzkaramell-Eis: „Hier, kosten Sie mal!“, fordert er euphorisch, „einfach großartig.“ Auch das Pistazien-Eis, eine der beliebtesten Sorten überhaupt, ist kaum mit dem zu vergleichen, was man sonst angeboten bekommt. Borkowski führt uns in die Eisküche, nimmt einen Becher reines Pistazienmark aus dem Kühlschrank und lässt uns das ziemlich köstlich-klebrige Naturprodukt probieren. Noch nie hat Pistazie so gut geschmeckt.

KU DSC 0071 art
KU DSC 0103 art
Tagelang könnte man sich durch das vielseitige Angebot schlemmen, jede Kugel für sich ist eine Geschmacksexplosion. Auch die Toppings und Saucen sind natur-pur und sogar Milchshakes stehen im Programm. Wer meint, dass all diese Premium-Angebote nun bedeutend teuer wären, irrt. Eine Kugel liegt im Preissegment jedes normalen Fußgängerzonen-Eishändlers.

Die Liebe für gutes Speiseeis verbindet Christine und Jörg Borkowski schon seit vielen Jahren. Schon immer haben sie zusammen Eis gegessen und dabei stets auf die Qualität geachtet. Doch leider wurden sie vielerorts enttäuscht: „Es hat uns oft nicht geschmeckt. So kam eben der Gedanke, eine eigene Eisdiele zu eröffnen. Vier Jahre hat es bis zur Verwirklichgung allerdings noch gedauert.“
So haben sie zunächst einen Lehrgang an einer professionellen Eisfachschule belegt und das Eismachen nach Konditorhandwerk erlernt. Neben ihrem gut laufenden Malereibetrieb konnte das Ehepaar schließlich die Eisdiele eröffnen, die sie standesgemäß „Manufaktur“ tauften, ganz nach der ursprünglichen Wortbedeutung ehrlicher und echter Handarbeit.

Mit Herz, Hirn und hohem Anspruch im Betrieb ist den Borkowskis auch der Nachhaltigkeitsgedanke wichtig. Bewusst verzichten Sie auf Plastikeislöffel und verteilen ein zwar teureres, aber umweltverträgliches Pendant aus Maisstärke, außerdem Bio-Pappbecher, die komplett biologisch abbaubar sind – auch wenn sich die Stadt mit dem unbekannten, aber modernen Biomüll noch schwer tut. „Unsere Welt wird immer mehr ausgebeutet und mit Schadstoffen belastet“, sagt Christina Borkowski, „Wir wünschen uns einen intakten Planeten für nachfolgende Generationen.“ So bleibt die Eismanufaktur Vorreiter, nicht nur beim Geschmack. Ein echter Geheimtipp eben.

Text & Fotos Benyamin Bahri

User Rating: 5 / 5

SUBWAY Newsletter

 

Mit SUBWAY verpasst Du kein Event mehr in Braunschweig und der Region. Hol Dir unseren Newsletter!

Kontakt

SUBWAY – Eine Region, ein Magazin

#Redaktion

oeding magazin GmbH
Erzberg 45
38126 Braunschweig

Telefon: 0531-48015-134
Telefax: 0531-48015-79
E-Mail: info@subway.de

Durch Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysen, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Weitere Informationen über Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.