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Interview mit Robert Glogowski vom „Elf Lieder“-Team
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Die Entwicklung und Mitgestaltung des Braunschweiger Karnevals ist ein großes Anliegen von Robert Glogowski. Als Beitrag zur Entwicklung des Karnevals in der Region hat er sich mit den Braunschweiger Freibeutern das Feiern im Karneval auf die Fahnen geschrieben. So initiierte er vor einigen Jahren das „Elf Lieder“-Projekt zur Unterstützung der Musikkultur im Karneval.
Warum ist dir der Braunschweiger Karneval so wichtig?
Weil es mir eine Herzensangelegenheit ist. Es gibt genau zwei Herzensdinge, die unsere Region vereint: eine - momentan leider zermürbte - Eintracht Braunschweig und der mit Freude erwartete bevorstehende Braunschweiger Karneval. Die Eintracht ist zwar bereits ein großer Magnet, aber der Schoduvel zieht ein Vielfaches an Feierwilligen an. Bis zu 250 000 Menschen aus der gesamten Region kommen jedes Jahr zum Umzug in die Braunschweiger Innenstadt. Keine andere Veranstaltung in unserer Stadt bringt so viele Menschen aus der Region zusammen.

In den vergangenen Jahren habt ihr euch mit dem Projekt „Elf Lieder“ erfolgreich um eine eigene Musikkultur bemüht. Was war dabei euer Anliegen?
Einerseits Identität durch regionale Karnevalsmusik zu schaffen und andererseits eine Brücke zwischen traditionellem Karneval und den Partys in der Region zu schlagen. Dieses Projekt half darüber hinaus Musikern und Bands, regional mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung zu gewinnen, das Verbinden von Menschen und das Schaffen einer eigenen starken Lied- und Feierkultur. „Elf Lieder“ hat insgesamt drei CDs mit Braunschweiger Karnevals-Musik veröffentlicht, herzerfrischend und authentisch. Die regionale Musikszene konnte erleben, dass Karnevalsmusik durchaus salonfähig ist. Das Projekt ist nun abgeschlossen. Nun liegt unser Fokus auf den Orten, an denen gefeiert werden kann. Bisher bietet unsere Stadt dafür leider keine koordinierte Planung.
Warum muss sich die Braunschweiger Feierkultur ändern?
Der Karnevalszug in Braunschweig ist zu einem der größten in Deutschland geworden. Die dazugehörige Feierkultur hat sich aber nicht mitentwickelt. Es muss das gesamte Wochenende miteinander gefeiert werden können. Vom Kneipenbesuch, über Tanzveranstaltungen und Konzerten, bis hin zu Prunksitzungen und dem Straßenkarneval braucht es ein umfassendes Eventangebot. Ich möchte betonen: Es geht nicht um‘s Saufen, es geht vielmehr um Spaß und Gemeinsamkeiten, um Tanzen und Lachen. Der Karnevalszug hat sich vom Familien- und Kinderevent zur Erwachsenenveranstaltungen weiterentwickelt. Immer mehr Verkleidete wollen den Tag und den Abend genießen. Ein gutes Kostüm muss sich lohnen! Familien mit Kindern gehen um 18 Uhr nach Hause. Für alle anderen muss das Feiern jedoch weitergehen können – auch auf den Straßen. Der Übergang zu den Indoor-Veranstaltungen muss erleichtert werden. Die vielen Karnevalszugteilnehmer und Besucher aus der gesamten Region brauchen einen Kompass für Orte, an denen sie willkommen sind, sowohl drinnen als auch draußen.

Euer Team hat über ein neues Konzept für Raum und Zeit nachgedacht. Kannst du das kurz skizzieren?
Die Stadthalle wird im nächsten Jahr renoviert, der Streckenverlauf verändert sich in diesem Zusammenhang. Das bietet Raum für neue Ideen und Entwicklungen. Wir schlagen ein „Vier-Feierzonen-Konzept“ vor. Das könnte so aussehen, dass das Gastronomieangebot der Betreiber vor Ort im Bereich Neue Straße, Hagenmarkt, vor dem Schloss und im Magniviertel erhöht wird. Hier könnten Zelte errichtet werden, in denen Musik gespielt wird und in denen man sich aufwärmen kann. In diesen Zonen wäre das Feiern auf der Straße dann bis 21 Uhr möglich und nicht wie bislang nur bis 18 Uhr. Stadt, Gastronomie und das Komitee Braunschweiger Karneval müssten hier zusammenfinden und eine Lösung finden.

Welche persönliche Message zum Karneval möchtest du unseren Lesern mitgeben?
Zu Karneval im Kostüm feiern und zwar von Donnerstag bis Samstag, Sonntag am Zug stehen und danach weiterfeiern. So beginnt das Jahr richtig!

Interview & Foto Kerstin Lautenbach-Hsu

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