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SUBWAY zu Besuch in der Café-Bar Spunk am Westbahnhof
LR Spunk Cafe bar 01 art
Es war einmal ein kleines Mädchen mit zwei roten Zöpfen, das lief durch die Wälder und sang: „Ich finde einen Spunk, ich finde einen Spunk.“ Zwar wusste es nicht, was genau ein Spunk ist, aber genau das galt es, herauszufinden. Ein Spunk kann alles sein: Ein wildes Tier, eine Krankheit oder auch ein Ort, an dem man gemütlich zusammensitzen, gute Musik hören und nach Mitternacht noch Kuchen essen kann. Wir haben genau so einen Ort gefunden und dem Spunk am Braunschweiger Westbahnhof einen Besuch abgestattet.
Im November letzten Jahres haben sich Anke Dahling und ihre Tochter Mary-Joe hier ihren Traum erfüllt und ihre Café-Bar-Lounge mit Bühne eröffnet, welche den wunderlichen Namen Spunk trägt, der bei Pippi-Langstrumpf-Fans Kindheitserinnerungen weckt und Freunde wilder Rockmusik wundern lässt, was dieses „S“ vor dem Wort „Punk“ zu suchen hat. Das Spunk von Anke und Mary-Joe ist beides: Laute Konzerte am Wochenende und Frühstück bis 16 Uhr – warum eigentlich so genau festlegen? Wer Lust hat, kann auch mal zum Lach-Yoga vorbeikommen. Aber auch abseits des Kurses, der alle zwei Wochen im Multifunktionsraum im ersten Stock stattfindet, wird im Spunk viel gelacht, denn der Laden wird mit viel Freude von drei Generationen Frauenpower geführt und wenn doch mal dicke Luft herrscht, sorgt die Oma mit einem selbstgebackenen Kuchen für Versöhnung und Harmonie. „Wir sind sehr albern und wenn man nicht albern ist, kann man nicht glücklich sein“, lautet Mary-Joes einfache Erklärung für die Gute-Laune-Atmosphäre im Spunk. Anke und Mary-Joe wirken gar nicht wie Mutter und Tochter, sondern eher wie zwei Freundinnen, die jetzt einfach mal ihr Ding machen. „Mein Traum war es immer, eine Kneipe aufzumachen und schon als Teenie war es der Wunsch meiner Mutter, ein eigenes Café mit ein bisschen Nachtleben zu machen“, erklärt Mary-Joe. Dann plötzlich war es soweit: Anke und Mary-Joe mussten gar nicht lange nach dem Spunk suchen, sondern es kam zu ihnen.

„Wir sind sehr albern und wenn man nicht albern ist, kann man nicht glücklich sein“

„Wir haben uns direkt in den Laden verliebt und die Ideen fingen an zu sprudeln“, meint Anke, die zusätzlich als Handwerkerin arbeitet und sofort die leeren, kalten Räume in einen gemütlichen Treffpunkt für Ringgleis-Jogger, Spaziergänger, Flammkuchenliebhaber und Musik-Fans verwandelt hat. Zusammen mit Familie und Freunden haben Anke und Mary-Joe den ganzen Sommer getüftelt, gebastelt, eine Bühne und eine Bar gebaut, die am 9. November 2019 eingeweiht wurden. Seitdem gibt es alle zwei Wochen Konzerte in Wohnzimmeratmosphäre und täglich frische Leckereien – zum Beispiel das vegane Linsencurry von Koch Capone oder der selbstgemachte Kuchen von Oma. Braunschweiger Bands wie Commercial Suicide oder Giraffe Men haben den Laden bereits bis unter die Decke gefüllt und so wird die Gegend um den Westbahnhof wieder einmal mehr von einem besonderen Ort bereichert.
„Hier auf diesem Stückchen Ring hat lange was gefehlt, wo man einkehren kann und wo kleinere Bands auftreten können. Es gab immer nur das B58 und das Nexus. Langsam hat auch Harry’s Bierhaus mitgezogen und natürlich das KufA“, meint Mary-Joe, „mir war es total wichtig, dass wir hier einen Raum schaffen, wo man immer hingehen kann, wenn man Bock auf Mukke hat, sich aber nicht die Kante geben will, wie beispielsweise im Lindbergh oder in der Klaue.“ Trotz der großen Vorliebe für gitarrenschwere Musik, geht es im Spunk ganz gemächlich zu – auch sanfte Akustikklänge oder Lesungen sind auf der Bühne gern gesehen. „Halt irgendwie alternativ, aber trotzdem schön bunt gemischt“, meint sie.
LR Spunk Cafe bar art

Trotz des erfolgreichen Starts und der Unbeschwertheit, die Anke und Mary-Joe umgibt, werden sie sich in wenigen Wochen nach und nach aus dem Spunk zurückziehen und ihren wahrgewordenen Traum an Quasi-Familienmitglied und Koch Capone abgeben, denn das Leben hat sich für Mary-Joe etwas Neues überlegt: Die 27-Jährige ist im vierten Monat schwanger und um sich mit Ruhe und Liebe ihrem Familienglück widmen zu können, wird sie sich von der Theke zurückziehen. Für Anke und Mary-Joe ist es das Wichtigste, dass es im Spunk schön bleibt und alle ihre gute Laune und Positivität behalten. „Manchmal muss man Dinge einfach laufen lassen und nicht verbissen an etwas festhalten – dann wird’s für alle nicht schön“, meint Anke, „Wir haben hier unser Träumchen wahr gemacht und konnten alles umsetzen, was wir uns gewünscht haben.“ Von Trauer ist bei den beiden keine Spur zu sehen – vielmehr sind sie glücklich über das, was sie hier in den letzten Monaten geschafft haben und dass sie all das mit so vielen zufriedenen Gästen teilen konnten. Ausgespunkt hat es sich trotzdem nicht – Capone wird das Kneipen-Café weiterführen und Anke und Mary-Joe werden so schnell nicht müde. Es wird weitergehen – mit einem Spunk-Open-Air, einem Wochenend-Festival oder einem Club. Wer weiß – die beiden fantasieren schon voller Vorfreude über die nächsten Ideen. Wir wünschen für den Familienzuwachs alles Gute und appellieren zu guter Letzt an ehrliche Besucher des Giraffe Men-Konzerts, das Spaghetti-Bild wieder zurückzugeben, damit die Wand im Flur nicht so nackig aussieht. Love. 

Text & Fotos Louisa Ferch

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