Das Badeland Wolfsburg wird 15

Das Wellenbecken ist noch immer mein Highlight im Badeland – wo sonst konnte man die Erinnerung an den längst vergangen Ostseeurlaub auffrischen? Die Wellenjagd im Spaßbad hat mir manchen Winter verkürzt. Aber auch Saunagänger, Rutschenfans und angehende Seepferdchen-Absolventen kommen seit nunmehr 15 Jahren in der Wasserlandschaft im Wolfsburger Allerpark auf ihre Kosten. Mit Betriebsleiter Torsten Krier habe ich über die vergangenen 15 Jahre, das Badeland an sich und die anstehende Geburtstagsfeier am 12. Februar gesprochen.

Herr Krier, Sie blicken nun auf 15 Jahre Badeland zurück. Wie reflektieren Sie diese Zeit?

Wir arbeiten im Auftrag der Stadt Wolfsburg und das bald im 16. Jahr. Seit der Wiedereröffnung des Badelandes hat die GMF den Bäderbetrieb übernommen. Ich war nicht von Anfang an dabei, sondern bin im zweiten Jahr dazugekommen. Ich habe hier viel miterleben dürfen und finde, dass sich viel verändert hat: vom Freizeitverhalten über die Konkurrenzsituation bis hin zu den Gästen und deren Anspruch. Der Erfolg von Freizeitanlagen hängt auch immer mit dem Zeitgeist zusammen – das ist Segen und Fluch zugleich. Das macht es allerdings auch spannend.

Was ist das Erfolgsgeheimnis des Badelandes?

Der Erfolg hat viele Faktoren. Einer davon ist das Konzept, welches 2002 ausgeheckt wurde und bis heute gut funktioniert. Man hat damals geplant, unter einem Haus viele Komponenten zu vereinen: Spaß, Erholung, Sport und Fitness. Und die Platzierung des Badelandes ist ebenfalls ein entscheidender Faktor. Am Allersee ist es einfach viel schöner als irgendwo in der Stadt. Ich glaube, es ist schon ein positives Erlebnis, so ins Grüne, zu uns, zu fahren. Darüber hinaus versuchen wir, das Badeland immer wieder neu zu erfinden und passen dementsprechend unsere Angebote an. Dienstleistung wird bei uns großgeschrieben und wir versuchen, es den Gästen recht zu machen. Das klappt nicht bei allen, aber es ist eben auch ein Trugschluss zu glauben, dass das Publikum sich uns anpasst. Gerade in den letzten zehn Jahren ist im Freizeitverhalten so viel passiert. Wir versuchen, einfach dicht am Gast zu sein. Und dicht am Trend. Das ist extrem wichtig.

Was waren bislang Ihre persönlichen Highlights?

Das ist schwierig, aber ich muss wirklich sagen, meine Highlights sind unsere Gäste. Ich durfte so viele Menschen kennenlernen, die uns weitergebracht haben. Das schließt auch die Mitarbeiter mit ein. Für mich waren es nicht die Showacts und kleinen oder großen Stars, die wir hier hatten, sondern unsere Gäste. Durch sie ist jeder Tag neu und spannend. Ich kann das gar nicht herunterbrechen auf eine Situation.

Am Allersee ist es einfach viel schöner als irgendwo in der Stadt. Ich glaube, es ist schon ein positives Erlebnis, so ins Grüne, zu uns, zu fahren.

Vor welchen Schwierigkeiten stehen öffentliche Bäderbetriebe?

Ein großes Problem, welches die Bäder eigentlich schon immer haben, ist, dass die Wahrnehmung für den riesigen Aufwand, der hinter so einem Bad steckt, nicht immer gegeben ist. Es geht zum Beispiel darum, die Wasserqualität sicherzustellen, es muss hygienisch sein und einen gewissen Wohlfühlfaktor bieten können. Das alles auf einem hohen Level zu halten, dafür braucht es viele Menschen, die mithelfen und mitarbeiten. Das Bad ruht nur etwa zwei Stunden am Tag, ansonsten ist hier immer etwas los. Es geht manchmal etwas unter, dass viel getan wird, um diesen hohen Standard zu gewährleisten. Im Keller vom Badeland befindet sich eine circa zwei Fußballfelder große Fläche, auf der der technische Teil der Anlage untergebracht ist. Das ist schon enorm. Tatsächlich bieten wir Technik-Führungen, unter anderem für Schulklassen, bei uns an, die auch super angenommen werden.

Haben Sie einen Ausblick auf die 15-Jahres-Feier?

Wir feiern das am Sonntag, den 12. Februar, und laden zu einem großen Familiensonntag ein. Ich finde es spannend, wenn Kinder und Jugendliche bei den Künstlern mitmachen können. Also haben wir viele Künstler, die beispielsweise jonglieren – also etwas Artistik. Dann wird ein Feuerkünstler da sein. Wir werden viele Spiele anbieten und für die Jüngeren haben wir eine Schminkstation. Unsere Wasserlaufmatte wird ausgerollt – sie ist ein großer Publikumsliebling. Unsere Badewannen stellen wir auch bereit. Das wird ein interessanter Tag – zu den regulären Eintrittspreisen. Musik gibt es übrigens auch.

Was ist Ihr Wunsch für das Badeland in den nächsten 15 Jahren?

Ich wünsche mir, dass wir so attraktiv bleiben und dass wir alles schaffen, was wir uns vorgenommen haben. Wir wollen unter anderem die Umkleiden erneuern, ein-zwei Saunen wollen wir renovieren und der Gastronomiebereich soll ebenfalls umgestaltet werden. Die Sachen, die wir jetzt anschieben, wollen wir schaffen und hoffen, dass es unseren Gästen dann auch gefällt.

Was glauben Sie, wie wird sich das Thema „Schwimmen und Badespaß“ in den nächsten Jahren entwickeln?

Das ist wirklich schwierig. Darüber diskutieren wir viel in verschiedenen Gremien. Ich bin mit einem Freibad aufgewachsen und habe den Eindruck, wir haben damals diese Freibäder mehr genossen und waren deutlich häufiger dort. Heute gibt es mehr Freizeitangebote, die uns früher zwar nicht gefehlt haben, aber die es einfach nicht gab. Ich beneide die Jugendlichen heutzutage nicht. Dazu haben die Sozialen Medien auch das Freizeitverhalten im Ganzen stark verändert. Wir müssen einfach als Angebot attraktiv bleiben und uns immer wieder neu erfinden.

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Text: Kathleen Kalle
Fotos: Badeland Wolfsburg

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