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undercover-Geschäftsführer Michael Schacke über die Folgen der Corona-Maßnahmen für sein Unternehmen.
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Nachdem bundesweit mehr oder weniger alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen abgesagt wurden, geraten etliche Branchen ganz schön ins Straucheln: Taxifahrer, Hoteliers, Gastronomen, Künstler und ganz vorne natürlich die Eventbranche treffen die Einschränkungen des öffentlichen Lebens besonders hart. Massive Probleme muss auch die Braunschweiger Veranstaltungsagentur undercover bewältigen, deren Geschäft es ist, Woche für Woche Veranstaltungen mit bis zu mehreren tausend Besuchern durchzuführen. Einnahmen, die auf unbestimmte Zeit von heute auf morgen weggebrochen sind. Wie geht es jetzt weiter beim Eventriesen undercover? Geschäftsführer Michael Schacke im Krisen-Kurzinterview.
Wie verändert sich bei Ihnen konkret der Arbeitsalltag während der Einschränkungen?
Aktuell (Stand: 16.03.2020) ist das gesamte Team damit beschäftigt, für die Veranstaltungen, die nun nicht an den dafür gedachten Tagen stattfinden können, Ersatztermine zu finden, die vornehmlich ab Herbst 2020 anberaumt sind. Ein Spiel mit 1000 Variablen, welches wir bestmöglich für all unsere Kunden lösen werden. Derzeit wird die Arbeit für alle ins Homeoffice verlagert. Bei undercover gibt es diese Arbeitsform aber bereits seit einigen Jahren und ist von daher fester Bestandteil der Firmenkultur.
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Was bedeutet die Zwangspause für die Zukunft Ihres Unternehmens?
Die Veranstaltungsbranche wird massiv getroffen und es wird für alle eine echte Herausforderung. Manche Firmen werden es aus meiner Sicht nicht schaffen, durch diese Krise zu gehen. Für unser Unternehmen bedeutet es einen echten Stresstest, den wir annehmen. Undercover steht seit mehr als 28 Jahren als verlässlicher Partner für Fans, Künstler und alle Interessengruppen – und so verstehen wir uns auch in der Krise. Wir werden uns trotz Einschränkungen bestmöglich auf die Zeit danach vorbereiten. Einige Mitarbeiter können idealerweise mal etwas Luft holen und Kraft tanken. Wir werden die Zeit für Weiterbildung, Reflexion und Vision nutzen und dabei versuchen, auch weit nach vorne zu schauen. Wir werden Härtefälle in unserem Umfeld auffangen, wenn es uns möglich ist. Wir werden uns fair und solidarisch zeigen und hoffentlich in einigen Monaten voller Zuversicht in die Zukunft blicken.
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Wie gehen Sie mit den bevorstehenden Umsatzeinbüßen um?
Die belasten uns, werden uns aber nicht umhauen. Wir gehen davon aus, dass die Branche, die aus meiner Sicht sehr wichtig für den sozialen Zusammenhalt ist, Unterstützung erhält.

Sind Sie optimistisch oder pessimistisch, was den Fortgang der Einschränkungen durch das Virus angeht – könnten Sie versuchen, eine vorsichtige persönliche Einschätzung zu geben?
Ich bin grundsätzlich Optimist. Aber diese Situation kennt niemand und niemand kann sie einschätzen. Wir sollten klug und mutig agieren, wir sollten zusammenhalten und diesen Weg miteinander statt nebeneinander oder gar gegeneinander gehen.
Aber an erster Stelle steht für mich nicht unser Unternehmen, sondern die Frage, wie wir dieses globale Thema auf die bestmögliche Spur bringen.
Das Thema ist ernst, sehr ernst sogar. Es geht in den nächsten Monaten um viel.
Wir Menschen sollten solidarisch sein. Helfen und auch Geben. Jeder, der nun versucht aus der Krise Profit zu schlagen, sollte sich schämen.

Interview Benyamin Bahri
Fotos Nizar Fahem

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