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Die internationale Umweltschutzorganisation Sea Shepherd bewahrt Wildtiere vor dem Aussterben und kämpft für eine Welt frei von Plastikmüll.
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Keine andere Spezies trug mehr zur Verschmutzung unseres Planeten bei als der Mensch. Schätzungen der WWF zufolge löschte die Menschheit in weniger als 50 Jahren etwa 60 Prozent des Wildtierbestandes aus. Diese unzumutbaren Missstände nahm der Kanadier Paul Watson bereits 1977 zum Anlass, eine internationale Gemeinschaft ins Leben zu rufen, die sich seit ihrem Bestehen gegen die Zerstörung von maritimen Lebensräumen und dem Abschlachten von Wildtieren einsetzt. Sie sollte den treffenden Namen des damaligen Schiffes tragen, das als erstes ein Walfangschiff in den Tiefen des Meeresbodens versenkte: Sea Shepherd. Dank zahlreicher Spenden und organisierter Freiwilligenarbeit weitete die NGO ihren Einsatz auf verschiedene Weltregionen aus und ist inzwischen zu einer der global effektivsten Meeresschutzorganisationen herangewachsen.
Die deutschen Meereshirten
Manuel Abraas, ehemaliger Altenpfleger, gründete 2010 als einer von acht Freiwilligen Sea Shepherd Deutschland, nachdem er 1997 für sechs Monate im Rahmen einer Kampagne gegen Treibnetze im Mittelmeer auf der Sea Shepherd 3 mitgefahren war. „Meine Liebe zu den Meeren und deren Bewohnern sowie mein Wille, der Ausbeutung und Zerstörung dieses Lebensraums entgegenzutreten, waren ausschlaggebende Gründe für meine Entscheidung, Sea Shepherd beizutreten“, erklärt uns Abraas.

Weitaus mehr als andere Umweltorganisationen zeichnet sich diese durch ihre aktiven Handlungen und vielseitigen Lösungsansätze aus, sobald bestehende Probleme identifiziert werden. Dabei nehmen ihre Mitglieder größte Rücksicht darauf, während der Kampagnen keinem Lebewesen Leid zuzufügen. Ihre selbstauferlegten Ziele beschreibt der Geschäftsführer der gGmbH mit den Worten: „Wir wollen die Ausbeutung und Zerstörung des Ökosystems ‚Meer‘ beenden. Dazu nutzen wir innovative Taktiken, kooperieren, wenn möglich, auch mit staatlichen Stellen. Ist dies nicht möglich, handeln wir eigenständig. Denn eines ist klar: Sterben die Meere, dann sterben auch wir.“

Als Teil einer internationalen Bewegung unterstützt der deutsche Ableger Sea Shepherd Global, damit die großen Schiffe tier- und umweltschützende Aktionen durchführen können. Getreu der Aussage „think global, act local“ setzt sich Sea Shepherd auch auf der lokalen Ebene sehr stark für den Umweltschutz ein: Zum einen klären Freiwillige Schulklassen über die wichtige Arbeit von der internationalen Organisation auf, zum anderen führt die NGO regelmäßig bundesweite Beach Cleanups durch, so auch in Kooperation mit der Melodic-Hardcore-Band Chiefland.
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Der naturliebende Einsiedler
Chiefland sind Achim an der Gitarre, Christian an den Drums, Corwin am Mikro und Niklas am Bass. Das Quartett aus Göttingen, Berlin, Leipzig und Braunschweig verdankt seinen Namen keineswegs der US-amerikanischen Stadt, sondern der eigenen Interpretation der Zusammensetzung aus „chief“ und „land“ – zu Deutsch „Häuptling“ und „Land“. Sie schaffen einen Bezug zu einem mit der Natur verbundenen Einsiedler, der nach eigenen Regeln lebt. Das Konzept zieht sich durch ihre Songtexte, in denen die Natur als Zufluchtsort beschrieben wird, der geschützt werden muss. „Unsere Musik ist atmosphärisch und lebt von ihrer Power. Die Variation aus Shouts und Spoken-Word-Passagen spiegelt diese Dynamik auch auf Seiten des Gesangs sehr gut wider. Wir sind in erster Linie eine Band, der man live wohl eher zuhört, anstatt aufs Übelste abzumoshen“, erfahren wir im Gespräch mit den sympathischen Jungs. Die Band knüpfte im Sommer 2018 erste Kontakte zu Sea Shepherd mit der Idee, ein eigenes Cleanup an der Northeimer Seenplatte zu organisieren. Gesagt, getan. Aber weshalb? „Wir finden Clean-ups sehr cool, weil man mit relativ wenig Aufwand sehr viel bewirken kann. In unserem Fall waren das über 400 Kilo Müll, die wir aus dem See und der Umgebung entfernen konnten“, freut sich der Gitarrist.

„Sterben die Meere, dann sterben auch wir“

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Die Flucht ans Meer
Gute Musik wird noch besser, wenn sie an einen übergeordneten Zweck geknüpft ist. Chiefland nutzte im November 2018 das Release der ersten Single „Northbound“ aus ihrem Debütalbum „Wildflowers“, um mit dem Songvideo auf das Beach Cleanup in Northeim und vor allem auf die durch Plastikmüll verursachte Verschmutzung von Meeren, Flüssen und Seen aufmerksam zu machen. Die Band beschreibt ihre Erfahrung bei der Aufräumaktion als eine Mischung aus Wut und Freude. „Wut, weil wir hautnah erfahren haben, wie rücksichtslos andere Menschen mit der Natur umgehen und Freude wegen unserer positiven Grundstimmung und weil wir wussten, dass wir am Ende des Tages etwas Großartiges geschafft haben werden.“ In „Northbound“ flieht der Protagonist ans Meer und versucht auf seiner Flucht negative Erfahrungen hinter sich zu lassen, ohne dass es ihm gelingt. Die Message dahinter veranschaulicht Achim: „Man kann Negatives nicht gänzlich ausblenden, nicht einfach davor weglaufen. Wichtig ist, dem mit aller Kraft etwas Positives entgegenzusetzen, um die Welt in bessere Bahnen zu lenken.“

Die nachhaltige Unternehmensgruppe
Auch die Braunschweiger Unternehmensgruppe Oeding, zu der SUBWAYs Hausdruckerei gehört, sieht großen Handlungsbedarf, um künftigen Generationen ein Leben in einer umweltfreundlichen Umgebung zu bieten. Im Rahmen der unternehmerischen Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt Oeding bereits regionale Projekte und Betriebe. Roland Makulla, zuständig für das Nachhaltigkeitsmanagement, erklärt den Grund für das internationale Engagement: „Wir haben mit Sea Shepherd eine globale Organisation im Fokus, die sich mit weltweiten Problemen auseinandersetzt, die wir durch unsere Art zu leben und zu wirtschaften auch alle mitverursacht haben.“ Vor allem der unermüdliche Einsatz und die Entschlossenheit, mit der Sea Shepherd gegen illegalen Walfang, Wilderei auf den Weltmeeren und deren Vermüllung vorgeht, beeindruckt das Unternehmen. „Mit unserer Spende möchten wir die vielen mutigen Männer und Frauen bei Ihrer wichtigen Arbeit für den Schutz und den Erhalt des maritimen Ökosystems unterstützen“, führt Makulla abschließend aus.
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Die ungewisse Zukunft
Wenn die Prognosen stimmen, dauert es nur noch einige wenige Jahrzehnte, bis in unseren Ozeanen mehr Plastikmüll schwimmt als Meerestiere. Es liegt in den Händen jedes einzelnen, das Antlitz unseres Heimatplaneten zum Besseren zu wandeln und ein derartiges Horrorszenario zu verhindern. Achim von Chiefland weist zum Abschied neben dem Engagement bei umweltschützenden Organisationen wie Sea Shepherd auf andere Möglichkeiten hin, um den alltäglichen Plastikverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren: „Wie so oft sind es die kleinen Dinge: Der bewusste Verzicht auf Unnötiges wie Strohhalme, Plastiktüten und -becher. Ein Zeichen zu setzen, das fängt auch in der Obstabteilung des Supermarktes an. Da heißt es nachdenken, anstelle etwas blind zu konsumieren.“

Diejenigen, die sich selbst einen Eindruck von der Umweltschutzorganisation verschaffen wollen, können diesen Wunsch im Frühjahr 2019 in unserer Region realisieren. Sea Shepherd Deutschland plant laut Dennis Roder, Area Coordinator Kassel-Hannover, eine Teilnahme am Braunschweiger Stadtputz, an der Veggienale in Hannover und am Drachenboot Cup in Salzgitter. Stay tuned!

Text Viktoria Knapek
Fotos Sea Shepherd, Sea Shepherd Deutschland,
Achim Particke, Tim Watters

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