Falling Breakdown

31. März / 20.00 Uhr / KuBa-Halle (WF)
mit Fuzziebär und Lady Crank

Harte Gitarrenriffs, wummernde Bässe und kraftvolle Drums – Falling Breakdown vereinen alles, was Nu Metal ausmacht: Die Band spielte letztes Jahr bei Rock am Beckenrand mit den Musikgrößen Anti Flag, Royal Republic und A Traitor Like Judas und erfüllte sich damit einen Traum. Dieses Jahr sind bei den Jungs aus Braunschweig und Wolfenbüttel erstmal eine neue CD und im März ein Auftritt in der KuBa-Halle angedacht. Woher ihre musikalischen Wurzeln kommen, wie ein Song entsteht und welchen Künstler sie gerne mal im Supermarkt treffen würden erzählen sie uns im Interview.
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Gibt es eine Geschichte zu eurem Bandnamen?
Daniel Eine Geschichte gibt es dazu nicht. Ich habe versucht, etwas zu finden, das einfach gut zu dem passt, was wir machen. Generell ist mir der Bandname eher unwichtig. Die meisten Gruppen suchen Monate lang nach einem super Namen, um sich dann wieder zu trennen.

Was macht für euch das Genre Nu Metal aus?
Daniel Das war unsere Zeit. Wir waren alle in diesem Alter, in dem plötzlich überall Nu-Metal-Bands aus dem Boden gestampft wurden. Da gab es nur zwei Richtungen. Entweder du hast es gefeiert, oder eben nicht. Am Ende gab es richtige Fans und die Mainstream-Radiohörer. Ich mochte die Komponenten aus Rap und fetten Gitarrenriffs und es war eben etwas, das ich vorher nicht kannte. Diese Mischung aus Breaks, groovigen Riffs und dieser aggressive bis hin zum Melancholischen ausufernde Vibe. Du kannst da musikalisch viel machen. Viele denken bei Nu Metal eben nur an Fred Durst, rote Caps und dieses Poser-Zeug. Es steckt viel mehr dahinter.

Wie lange gibt es euch schon und wie lange in dieser Konstellation?
Daniel Die Band gibt es seit 2009. Für mein Empfinden ist das schon echt eine lange Zeit. Man benötigt unglaublich viel Ehrgeiz und Engagement, um das alles so lange zu machen. Da bin ich besonders Stolz drauf. Du machst ja nicht nur stumpf Musik. Manchmal haben alle gleichzeitig schlechte Laune und daraus kann richtig ernsthafter Stress entstehen oder eben richtig gute Songs. Da steht dann das Ego oft hinten an, wenn du weißt, dass es förderlich für die gemeinsame Sache ist. Jens und Lenny sind seit Anfang 2016 dabei. Maik, Peter und ich sind als drei der fünf Gründungsmitglieder von Anfang an am Start. Wir haben jetzt mit den beiden „Neuen“ ein paar echt coole Gigs absolviert und mittlerweile sind wir wieder voll in dem Bandtrott, der einen eben so umgibt.
Wenn ihr ein Bandmotto hättet, welches wäre das?
Peter Wir haben etwas gefunden, was uns seit Jahren verbindet. Wir sind eine Familie. Wir brauchen also kein Motto.

Letztes Jahr seid ihr bei Rock am Beckenrand unter anderem in Gesellschaft von Anti-Flag, Royal Republic und A Traitor Like Judas aufgetreten. Was war das für ein Gefühl? Habt ihr davon jemanden getroffen?
Jens Für mich war es ein sagenhaftes Gefühl, auf so einer großen Bühne zu spielen. Das Line-up des Festivals war total beeindruckend. Im Hinterkopf zu haben, die Mainstage für diese hochkarätigen Bands zu eröffnen, war eine große Ehre für mich.
Peter Als die Zusage für die Teilnahme am Festival kam, konnte ich es kaum glauben. Ich musste sogar nachfragen, ob es kein Scherz ist. Man ist natürlich vorher aufgeregt, aber wir haben uns alle sehr auf diesen Tag gefreut. An dem Tag selbst ging alles ziemlich schnell und man hatte kaum Zeit, sich Gedanken zu machen. Wir wurden dort sehr gut betreut, danke noch mal, Tiana und Sascha. Das Catering war der absolute Hammer, dafür einen großen Dank an Mario. Ich habe im Backstage-Bereich viele Musiker getroffen und war besonders stolz, Kyle Gass und Royal Republic kennenzulernen.

Wer sind eure musikalischen Vorbilder?
Peter Die meisten Einflüsse haben wir von Limp Bizkit, System Of A Down, Korn, Slipknot und den Deftones.

Ich setze mich nicht hin und sage: „So, jetzt schreibe ich über böse Menschen oder hungernde Kinder.“ Das passiert bei mir so, dass ich meistens um einen Satz oder ein prägnantes Wort drum herum schreibe. Ein wenig wie bei einem Rap Battle.

Ihr schreibt auch eigene Songs. Wer macht das hauptsächlich, was sind die Schwierigkeiten dabei und welche Themen beschäftigen euch?
Daniel Die ersten Jahre haben wir ganz altmodisch zusammen geprobt und so unsere Songs komponiert. Der eine bringt einen Gitarren-Riff mit, der andere vielleicht eine Melodie. So sind wir auch eigentlich ganz gut gefahren. Ungefähr ein Jahr vor unserem Mitgliederwechsel habe ich mir ein Home-Studio eingerichtet und aus der Situation heraus angefangen, allein das nächste Album aufzunehmen. Mittlerweile ist dieser Workflow angenehmer für uns, da wir so jetzt auch für das kommende Album aufnehmen und Songs schreiben. Ich persönlich bin ganz froh, auch mal Gitarre zu spielen und nicht nur wütend in der Mitte zu stehen und den Jungs durch Gesumme irgendwelche Riffs oder Drumparts zu dirigieren. Da fällt es mir schwer, nur der Sänger zu sein. Die Situation, dass fünf verschiedene Charaktere Musik kreieren, ist eigentlich ein wahnsinniger Akt. Wir hören ja nicht alle nur Nu Metal. Der eine hört Classic Rock, der andere bösesten Deathcore. Da fangen dann auch Probleme an, diesen ganzen Input so zu komprimieren und umzuformen, dass am Ende ein positiver Wandel in das richtige Genre geschieht. Textlich habe ich nie nur eine Richtung angeschlagen. Ich setze mich nicht hin und sage: „So, jetzt schreibe ich über böse Menschen oder hungernde Kinder.“ Das passiert bei mir so, dass ich meistens um einen Satz oder ein prägnantes Wort drum herum schreibe. Ein wenig wie bei einem Rap Battle. Ich lasse nicht groß zu, einen tieferen Sinn beim Schreiben zu finden. So bleibt es spannender und am Ende muss ich mir selber erst mal eine Meinung über den Song bilden. Das klingt zunächst einmal ungewöhnlich, aber es lässt mir tatsächlich mehr Freiräume.
Was macht ihr nächstes Jahr an eurem zehnjährigen Jubiläum?
Peter Bisher haben wir noch nichts Konkretes geplant, werden aber sicherlich eine kleine Party feiern mit der Falling-Breakdown-Familie, also Freunden und Fans.

Ihr nehmt zurzeit wieder Songs auf. Wann gibt es ein neues Album von euch und was wird das genau sein?
Daniel Wir sind noch in der Phase, in der ich persönlich nicht sagen kann, wann der Erscheinungstermin sein wird. Grobe Richtung wird wohl Juli sein. Hoffentlich früher, aber wir machen uns dieses Mal weniger Druck. Es wird ein modernes Nu-Metal-Album. Das ist genau das, was wir seit 2009 machen wollen: Den Nu Metal leben. Allerdings haben wir uns auch hier wieder ein Stück weit in andere Genres hineingewagt. Gerade so, dass man sagen kann, dass es eine schöne Mischung geworden ist. Jeder Song hat seine Höhepunkte.

Seit eurer Gründung habt ihr bereits zwei weitere Alben aufgenommen. Wo gibt es eure CDs?
Peter Wir verkaufen unsere CDs momentan hauptsächlich bei unseren Konzerten. Es gibt aber auch beide Alben als Download bei den üblichen Internetportalen, also Amazon, iTunes und Spotify. Wir bauen derzeit auch unsere Homepage aus und wollen demnächst einen Onlineshop einrichten. Spätestens mit dem neuen Album soll diese Funktion gegeben sein.
Wer macht euer Artwork und gestaltet eure Website?
Daniel Grundlegend werden für unsere Artworks von allen Ideen in die Runde geschmissen. Sind wir uns einig, überlassen wir das Maik. Er hat das von Anfang an super gemacht, kennt sich gut mit den jeweiligen Programmen aus und steckt extrem viel Arbeit rein. Das wird wohl auch so bleiben. Eventuell lassen wir uns für das kommende Album aber das erste Mal etwas zeichnen.

Im März spielt ihr in der KuBa-Halle Wolfenbüttel, das Konzert veranstaltet ihr selbst. Wie läuft die Organisation ab?
Peter Zunächst haben wir die KuBa-Halle kontaktiert und besprochen, was wir genau vorhaben. Der Plan ist, ein ausgewogenes Konzert für Fans der härteren Rock- und Metal-Musik zu geben. Als der Termin klar war, haben wir Lady Crank und Fuzziebär eingeladen und beide Bands haben zugesagt. Die Organisation mit Tontechnik, Grafik für Plakate, Backline und Catering zu erklären, würde zu sehr ins Detail gehen.

Welchen Musiker würdet ihr gerne mal beim Einkaufen treffen?
Jens Die Jungs von Korn würde ich dort gerne mal treffen. Vielleicht zerlegen sie ja wieder den kompletten Laden, wie in dem Musikvideo zu „Y‘all Want a Single“.
Daniel Ich gehe ungern einkaufen und bin dann ziemlich schlecht drauf. Ich würde Daron Malakian, den Gitarristen von System Of A Down, unglaublich gerne kennenlernen.

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Fun Fact:
Vier der fünf Mitglieder sind gelernte Drummer, die zum Teil auch in anderen Bands aktiv sind:
Maik (Falling Breakdown seit 2009)
Daniel (C.O.L.D., seit 2016)
Peter (Jump, seit 2007)
Lenny (Hadros Roar, seit 2015)

Interview: Katharina Holzberger
Fotos: Mike Kunz

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