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Odeville

23. November / Eulenglück (BS)

Im Herbst wird’s kuschelig warm in der Eule – mit poetischer Musik von Odeville.
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Angefangen als englischsprachige Hardcore Band hat sich die Hamburger Band Odeville über die vergangenen zwölf Jahre gewaltig verwandelt und entwickelt. Mal rockig und mal wild, teils melancholisch und teils ruhig geht es auch auf ihrem aktuellen Album „Rom“ zu und wir können gespannt sein, wie die nächste Platte klingen wird, denn Album Nummer sechs steht schon in den Startlöchern. Am 23. November kommen die Hamburger in die Braunschweiger Eule und falls es draußen nass und kalt sein sollte – mit Odeville wird es einem mit Sicherheit wärmer ums Herz. Sänger Hauke Horeis hat sich Zeit für uns genommen und über Liebe, Kneipentouren und Radiomusik geplaudert.
Ihr habt etwa zweieinhalb Jahre an eurem aktuellen Album „Rom“ gearbeitet. Welche Songs der Platte spielt ihr am liebsten live?
Von der neuen Platte ist das wohl „Königreich“. Der Song vereint alle unsere Stärken. Er ist enorm energetisch, trägt eine positive Melancholie in sich und ist dabei noch ein ziemliches Pop-Rock-Brett à la Biffy Clyro. Wir sind aber eigentlich immer darauf aus, uns nicht nur auf einzelne Songs zu fixieren, sondern versuchen das Live-Set so abwechslungsreich wie nur möglich zu gestalten. Bei der Anzahl der Songs, die wir in den letzten zehn Jahren geschrieben haben, fällt das häufig schwer, uns und vor allem auch den Fans gerecht zu werden – aber meistens haben wir da ein ganz gutes Händchen für.

Auf welchen Tour-Stop freut ihr euch am meisten?
Da gibt´s bei uns kein am meisten. Der beste Moment ist einfach, wenn die Tür vom Van zu fällt und wir losfahren. Das ist auch mit Anfang 30 immer noch wie Klassenfahrt. Wir sind eine Band aus dem Norden – je tiefer wir in den Süden kommen, desto kleiner werden auch die Clubs. Dann spielst du in Hamburg vor 700 Fans und am nächsten Tag in München sind es dann nur noch 70 – mit den Jahren gewöhnt man sich aber daran.

„Rom“ wurde wie auch schon sein Vorgängeralbum „Phoenix“ im Horus Studio in Hannover aufgenommen. Habt ihr in dieser Zeit auch mal einen Abstecher nach Braunschweig gemacht?
Ganz ehrlich? Das einzige, was wir von Hannover gesehen haben, ist der Weg zum Edeka und zurück. Es gibt noch die wundervolle Kneipe „Brocos“, in der wir das eine oder andere Mal versackt sind – aber sonst bleibt kaum Zeit für uns das Studio zu verlassen. Vielleicht ergibt sich ja in Braunschweig die Möglichkeit, noch ein wenig um die Häuser zu tigern. Das können wir ganz gut. Sollte ein Fan Lust auf die Position des Kneipenführers haben, ist er hiermit aufgefordert, sich zu bewerben. (lacht)
Auf der neuen Platte ist auch der Song „Arnim“ – eine Liebeserklärung an die Beatsteaks?
Eine Liebeserklärung an die beste nationale Band, die uns alle irgendwie in den letzten 15 Jahren geprägt hat.

Eure Musik hat sich in den vergangen zwölf Jahren ganz schön verändert. Wie kam es zu dieser Entwicklung von englischsprachigem Hardcore zu Deutsch-Rock-Pop?
Der Mensch muss sich weiter entwickeln – wir mussten uns weiter entwickeln. Kein Album gleicht dem anderen. Wir haben einen unglaublichen Antrieb, immer neuen Output rauszuhauen. Wir haben kein bestimmtes Genre, das wir bedienen wollen oder müssen. Viele unsere Fans haben das verstanden und sind vor der nächsten Veröffentlichung immer sehr gespannt, was sie erwartet.

Viele eurer Texte haben eine romantische, poetische Note. Liegt bei euch viel Liebe in der Luft?
Vielen Dank, das fasse ich als großes Kompliment auf. (lacht) Bei uns in der Band liegt wirklich viel Liebe in der Luft, sonst würden wir es ja auch nicht die Jahre miteinander aushalten. David und Sascha spielen schon fast zwanzig Jahre zusammen – wie soll das ohne Liebe funktionieren? Bei einem perfekten romantischen Abend würde ich trotzdem niemals einen Song von uns laufen lassen. Ist auch mal ganz schön an etwas anderes zu denken.

Welche Bands haben euch in eurer musikalischen Anfangszeit stark geprägt? Woher kommen eure musikalischen Einflüsse heute?
Am Anfang war es noch so, dass wir wie Dredg, Underoath oder Tool klingen wollten. Heute lässt man sich zwar von guten Bands und Textern inspirieren, aber man klaut nicht mehr so dreist wie früher. (lacht)
Auf „Rom“ werden mehr Geschichten erzählt als auf den vorherigen Alben – welches Erlebnis war besonders wichtig für die Entstehung der Platte?
Das Erlebnis, dass wir als Band gesundheitlich und auch im Privatleben ziemlich viele Treffer einstecken mussten, aber uns gegenseitig und gemeinsam mit dem Album wieder aus der Scheiße geholt haben.

Welcher aktuelle Radio-Song nervt euch gerade am meisten und welchen feiert ihr total ab?
Wie gut ist denn bitte die kleine große Billie Eilish und wie sehr beißt sich die Rap-Musik mit Capital Bra und Dieter Bohlen in den eigenen Schwanz?!
Mit welchen Künstlern würdet ihr in Zukunft gerne mal zusammenarbeiten?
Auch da gibt´s keine Grenzen – ich persönlich würde gerne einmal mit Herbert Grönemeyer und Marteria zusammen texten. Stell mir die Kombi einfach interessant vor.

Habt ihr zum Abschluss noch eine Message an eure Braunschweiger Fans?
Wer schon einmal bei uns war, der kommt immer wieder – also besucht uns auf Tour und zeigt uns danach eure Lieblings-Absacker-Kneipe.

Interview Louisa Ferch
Fotos Aileen Höltke/Undercover

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