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Helge Holms kürzlich erschienenes drittes Album „America First“ lädt zu einer Reise durch Amerika.

Helge Holm mit Gitarre art

Musiker, Schauspieler und Autor: Helge Holm ist ein Multitalent. Erst kürzlich hat der Braunschweiger seine neueste CD rausgebracht: America First beschäftigt sich mit den vielen verschieden Facetten der USA. Die Lieder handeln von New York und Florida, von Hollywood und Golddigging und – selbstverständlich – von Donald Trump und Fake News. Im Interview erzählt Helge Holm von seiner Faszination für das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, vom Vermischen unterschiedlichster Genres und seinen besten Musikerwitz.
Warum hast du dir für dein Album das Thema „Amerika“ ausgesucht?
Ich habe Amerika bereist und mir Eindrücke verschafft. Dabei stieß ich auf große Gegensätze. Nicht nur arm und reich, sondern auch die Landschaften und die Städte sind durch große Unterschiede gekennzeichnet. In der Zeit wählten die Amerikaner gerade Trump zu ihrem Präsidenten und der verwirklichte auf seine ganz eigene Art sofort sein „Dealmaker“- Programm „America First“. Damit war er dankbare Zielscheibe für das Songwriting. Alle möglichen Szenarien waren plötzlich in der Weltpolitik denkbar. Das brachte mich schnell auf einige Songs. Und irgendwann reifte der Gedanke, Amerika als Oberthema zu wählen und alle zehn Songs dem unterzuordnen. Das Album wurde dadurch auch musikalisch enorm vielseitig, von Rock und Pop über Reggae, Blues, Klassik, balladenhaft-symphonisch, auch Hardrock und ein paar Jazzelementen, alles angereichert mit elektronischen Effekten.

Was fasziniert dich an „the American way of life“?
Eigentlich schlicht der Grundgedanke, wonach man vom Tellerwäscher zum Millionär aufsteigen kann und dass es jeder unabhängig von seiner Herkunft oder Bildung schaffen kann. Daneben ist die Coolness der Amerikaner, ihre Spleens und die lässige Lebensart auch immer beeindruckend.
Das Album-Cover ziert Donald Trump. Auf dessen Inauguration wollten viele Künstler gar nicht erst auftreten, obwohl das im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ eigentlich eine Ehre ist. Wärst du dort aufgetreten?
Ich müsste mir klar darüber sein, dass etwa die Hälfte des Volkes meine Form der Satire und Überspitzung des Trumpschen Wirkens als Beleidigung oder Herabsetzung auffassen würde, während die andere Hälfte tosend Beifall spenden würde. Ich würde durchaus einen Auftritt wagen und – ganz amerikatypisch – die Präsentation mit einer Bühnenshow versehen, bei der sich der Protagonist in Form eines Schauspielers sich selbst präsentiert – bis hin zur übertriebenen, wahlkampfähnlichen Show.

Welche amerikanische Stadt fasziniert dich?
Leider kann ich nur wenige wirklich aus eigener Anschauung genauer beurteilen. Eine Faszination gegenüber New York empfinde ich nicht. Als Musiker und Fan der Musikbewegung in den späten 60er Jahren würde ich gern mal San Francisco besuchen.
Auftrittsfoto aktuell 2 art
In deiner Genrebeschreibung bei Facebook steht Avantgarde. Wieso siehst du dich selbst als Avantgardist?
Oh. steht das da wirklich? Ich glaube, dass ich dieser Bezeichnung nicht vollends gerecht werden kann. Allenfalls in der Weise, dass ich meine an sich harmonisch aufgebauten Musikstrukturen immer mal wieder mit dissonanten Klängen versehe und dadurch praktisch ein Gericht gleichzeitig mit Zucker und Salz würze. Das verleiht der Musik bisweilen eine fremde, spannende, atmosphärische Beigabe. Ich arbeite oft mit diesen Samples und unterlege damit meine Harmonien.

Auch sonst mischt du viele Genres bei deiner eigenen Musik. Was hörst du denn privat am liebsten?
Ich bin da sehr breit aufgestellt und höre Mainstream, Pop, aber auch progressive Rockmusik, manchmal sogar etwas Jazzrock. Von Abba über Beatles bis Zappa ist da vieles dabei. Wenn Musik gut gemacht ist, gibt es für mich keine stilistischen Grenzen in den Hörgewohnheiten.

Was war die letzte CD, die du dir selbst gekauft hast?
Saint Stranger von Carla Torgerson. Sie ist die Sängerin der Walkabouts und hat eine faszinierende Stimme.
Du hattest auch schon Auftritte als Schauspieler. Wer ist dein Vorbild und würdest du gerne mal in einer großen Kinoproduktion mitspielen?
Tom Hanks. Er hat eine enorme Bandbreite und überzeugt in jeder seiner Rollen. Das würde ich in der Tat sehr gern. Könnt ihr dem Schweiger ruhig sagen (lacht).

Sind bald Auftritte und Konzerte geplant? Auf welchen davon freust du dich am meisten?
Ja, ich habe mit Beginn dieses Monats bis zum Jahresende einige Auftritte hier in der Region. In diesem Jahr werde ich zwei Mal in der DRK – Kaufbar spielen, jetzt am 23. März und am 18. Oktober. Am 18. April spiele ich im Owl Town Pub in Peine, am 18. Mai beim Kunsttreff Abbensen und am 22. Juni bei der Braunschweiger Kulturnacht. Im 2. Halbjahr höchstwahrscheinlich wieder bei der Peiner Kulturmeile Ende Oktober und am 1. November im Mühlencafé Abbenrode. Weitere Auftritte auch überregionaler Art sind im Gespräch, aber noch nicht verkündungsreif. Ich mag alle Auftritte, bei denen das Publikum bereit ist zuzuhören.

Welches ist der beste Musikerwitz, den du kennst?
An der Tür des Saales hängt ein Schild: „Hunde müssen draußen bleiben.“ - Nach dem Konzert konnte man die handschriftliche Ergänzung lesen: „Der Tierschutzverein.“

Text Giana Holstein
Fotos privat

 

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