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B-Tight

19. Oktober/ Eulenglück (BS)

Man hätte ihn fast nicht wiedererkannt:
Mit neuer Platte und frischem Style kommt B-Tight am 19. Oktober in die Eule.
KF B Tight c Leon Hahn art
Anfang des Jahres überraschte der ehemals viel diskutierte Aggro Berlin-Rapper mit seinem neuen Album „Aggro-swing“ – und dieser wunderbare Name ist Programm. B-Tight kommt im 20er-Jahre-Look, mit jazzigen Beats und lässigen Texten daher und rappt feinsten Aggroswing. Trotz Anzug und Krawatte nimmt „Bobby“ noch immer kein Blatt vor den Mund und haut mit provokantem Aggro-Charme frei raus, was er so denkt. Der alte B-Tight ist also nicht vergessen und so werden auch legendäre Songs aus „Ich bins“-Zeiten im Oktober die Eule abreißen. Wir haben mit ihm über musikalische Zeitreisen, den neuen Look und seine fette Geburtstagssaue geplaudert.
Bobby, was hat dich inspiriert und wie bist du auf diese Swing-Schiene gekommen? Was fasziniert dich an den 20er Jahren?
Nach einem Konzert in Rostock fand eine Electro-Swing Party statt. Dieser Musikmix hat mir gefallen und mich neugierig gemacht. Daraufhin habe ich mich viel mit den 20er Jahren beschäftigt und angefangen, Beats mit Swing-Instrumentierung zu produzieren. Was im Moment in den Charts passiert, war mir eigentlich schon immer relativ egal. Musik sollte vorrangig erstmal Spaß machen.
Du warst ja schon oft in der Braunschweiger Eule. Erwartest du das gleiche Publikum wie sonst oder spricht „Aggroswing“ auch andere Leute an?
Ich erwarte eigentlich das gleiche Publikum und vielleicht den einen oder anderen, der neugierig geworden ist. Meine Fans haben die Konzerte bis jetzt immer gefeiert, weil es trotz den anderen Beats ja immer noch B-Tight ist und ich natürlich auch meine älteren Tracks spiele. Da ich ja in den Mainstream-Medien nicht wirklich stattfinde und mich immer noch als Untergrund-Künstler sehe, werden jetzt neue Leute sicher nicht das Publikum bestimmen.
Beispielsweise Sido macht ja mittlerweile auch eher salonfähigere, mainstreamtaugliche Musik. Werdet ihr mit zunehmendem Alter reifer und ruhiger? Wie groß ist noch dein Bedürfnis anzuecken?
Man geht Probleme sicher anders an und handelt besonnener als früher. Das wirkt sich natürlich auch auf die Texte aus. Aber das hat nichts mit „ruhiger“ werden zu tun. Die Texte handeln nach wie vor von persönlichen Dingen, die man erlebt oder die einem nicht gefallen. Obwohl ich zwar Beats im Stil der 20er produziert habe, hat meine Musik trotzdem eher weniger mit dem Mainstream zu tun. Ich schreibe immer noch frei Schnauze und greife jetzt nicht bestimmte Themen auf, weil ich denke, dass die bei den Kids gut ankommen könnten. Also bleibt eigentlich alles beim Alten, aber musikalisch tobe ich mich gerne auch mal in anderen Genres aus, was man ja aber auch schon von mir kennt.

Du wirst dieses Jahr 40 – was bedeutet das Älterwerden für dich? Wie feierst du als berüchtigter Party-Löwe diesen runden Geburtstag?
Ich mach wie jedes Jahr meinen Geburtstagsbash in Berlin – ein circa dreistündiges Konzert, wo ich gleichzeitig auch mein neues Album vorstelle. Viele befreundete Kollegen kommen auch rum, es passieren immer Überraschungen und von daher ist es immer ein besonderes Fest. Ein Kind von Traurigkeit bin ich immer noch nicht, aber man spürt es inzwischen mehr in den Knochen, wenn man am nächsten Tag aufwacht.
Was trägst du lieber – Anzug und Fliege oder gemütliche Jogginghose und Sneaker?
Mit dem Anzug-Look geht es darum, das Drumherum der 20er rüber zu bringen. Zu dieser Zeit passen Jogginghosen und Sneaker nicht und es macht auch Spaß, mal in andere Rollen zu schlüpfen. Allerdings trägst du sicher im Büro auch nicht die Klamotte, mit der du zu Hause auf der Couch lümmelst, oder?

Was ist das für ein Gefühl, die neuen swingenden Songs zu performen? Schwingst du auf der Bühne jetzt ordentlich das Tanzbein?
Die Beats sind eigentlich so, dass man nach wie vor noch dabei springen und tanzen kann, wie auf die früheren Songs auch. Ab und zu groovt man sicher ein bisschen mehr, aber ich habe jetzt keine Choreografie einstudiert. (lacht)
Was kommt als nächstes?
Im Moment bin ich schon am Produzieren, aber lasst euch überraschen, wonach mir grade der Sinn steht. Bei Cross-Over-Experimenten gibt es fast keine Grenzen.

Was bringt dich immer wieder auf die Eulen-Bühne zurück? Was magst du an dem Club?
Ganz ehrlich – die netten Damen und Herren von undercover. Solange die Bock haben mit mir zu arbeiten, werde ich wohl wieder kommen und freu mich auch jedes Jahr auf´s Neue. Ansonsten feier ich den Club aber auch wegen der Atmosphäre und den Mitarbeitern. Es macht jedes Mal sehr viel Spaß dort.

Interview Louisa Ferch
Foto Leon Hahn

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