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Mother Black Cat im Interview

Kratzbürstig und doch verschmust: Seit 2014 gibt es Anika, Tom, Jörn und Jarek als Mother Black Cat. Mit viel Leidenschaft und Energie, kraftvollem Gesang, melodischen Riffs und treibendem Schlagzeug setzen sie eigene Hard-Rock-Kompositionen um, strotzen dabei vor Spielfreude. Ihr Debütalbum „Thousand Faces“ stellen MBC am 3. September  auf der Classic-Rock & Blues-Bühne beim Magnifest vor. Wir trafen Anika, Tom und Jörn im Irish Pub Wild Geese…

Am 8. August war Weltkatzentag. Wie habt ihr diesen besonderen Tag verbracht?
Anika: Ich habe den Geburtstag meiner Schwester gefeiert und ihr einen Autoaufkleber von uns geschenkt. (lacht) Sie hat sich sehr gefreut und mir schon ein Foto von ihrem neu beklebten Auto geschickt.
Jörn: Ich habe den ganzen Abend Promo für MBC gemacht.
Tom: Ich habe mich vom Festival erholt. Sonntagnachmittag bin ich gerade vom Wacken zurückgekommen. Da hieß es dann erst mal: Klamotten waschen, alles wieder auspacken, schlafen, duschen…

Wie war eure Arbeit am Debutalbum „Thousand Faces“? Warum der Titel?
Jörn: Seit Jarek, unser neuer Drummer, zu uns gekommen ist, ist extrem viel passiert. Wir haben ganz viele Songs geschrieben, damit es eine Auswahl gibt und hatten den Luxus, aus 27 Songs auszuwählen. Sonst schreibt man zwar Songs, hat aber letztendlich nur so viele, dass man gerade ein Album damit vollkriegt. Das war jetzt anders: Es gab eine große kreative Phase. 

 

Anika: Aus dem Ausschuss machen wir dann einfach ein zweites Album. (lacht)
Jörn: Es gibt auf dem Album einen Song, der „Thousand Faces“ heißt. Er ist aus der Sicht einer Person geschrieben, die sich hinter vielen Masken versteckt. Dieser Song ist auch eine Liebesgeschichte. Da sie Angst hat, ihr eigenes Ich zu zeigen – ist sage mal „sie“, weil das Lied von einer Frau gesungen wird – benutzt sie diese vielen Masken. Beim Album ist es etwas anders …
Anika: Beim Album bedeutet das „Thousand Faces“, dass sehr starke Emotionen eine Rolle spielen. Sei es Wut, Kampfeslust, Liebe oder Hoffnung. Wegen dieser Gesichter, die der Protagonist zeigt, und die alle Menschen haben, heißt das Album so.

 

Was waren vor der Produktion eure Erfahrungen mit Crowdfunding?
Anika: Wir konnten das Album nicht alleine finanzieren. Das Crowdfunding hat dann auf den letzten Drücker geklappt. Wir hatten uns für eine recht teure Produktion entschieden. Man kann zwar auch alles komplett selber machen, aber dann ist man eventuell mit dem Ergebnis nicht so zufrieden, beziehungsweise es ist nicht so professionell wie es sein sollte wenn man es einem Label vorstellen möchte. Es sollte qualitativ hochwertig sein weil wir fanden, die Songs sind es auch. Wir haben uns mit Eike Freese von den Hamburger Chameleon Studios in Verbindung gesetzt, der uns ein super Angebot gemacht hat, das wir aber immer noch nicht alleine bezahlen konnten. (lacht) Daraufhin haben wir das Crowdfunding-Video aufgenommen, und unsere Fans, aber auch Leute die uns noch nicht kannten gebeten, uns etwas Geld dafür zu geben.

Mother Black Cat
Mother Black Cat Schlagzeug

Beim Album "Thousand Faces" spielen sehr starke Emotionen eine Rolle.

Jörn: Man kann sagen, es ist etwa fifty-fifty aus der eigenen Bandkasse beziehungsweise dem eigenen Portemonnaie bestritten und eben durch das Crowdfunding finanziert worden – jetzt sind wir wirklich blank. (lacht) Aber knapp war es wirklich, so zwei, drei Tage vorher haben wir unser Crowdfunding-Ziel erreicht. Wenn man die Summe nicht erreicht, geht das komplette Geld wieder an die Spender zurück. Das Ziel waren 4 000 Euro. Wir dümpelten dann knapp bei 2 000 rum, auf einmal schrieb jemand, den wir nicht kannten, auf Facebook und hat mal eben 2 000 Euro gespendet.
Anika: Wir haben erst mal rumtelefoniert, ob irgendwer den kennt. Aber das war einfach jemand, der durch das Crowdfunding auf uns aufmerksam wurde und die Demos supergeil fand. Er reist extra aus Hessen mit seiner Familie zum Magnifest an, um beim Release des Albums dabei zu sein, das man dann vor Ort kaufen kann.
Jörn: Man gibt ja nicht einfach nur Geld, man kann auch etwas dafür bekommen. Der große Spender hat die nächsten fünf Jahre zu jedem Konzert von uns freien Eintritt, bekommt ständig Merchandising-Pakete, Meet and Greets hinter der Bühne ... ist ja klar. Für so ein Geschenk ist man sehr dankbar. Ansonsten gab es noch die Option das Album vorzubestellen, T-Shirts, Buttons oder Musikunterricht ...

 

Wie ging es nach dem Crowdfunding weiter?
Anika: Eike hatte uns gefragt, ob wir ihn nur als Mischer haben wollen, oder ob er auch als Produzent auftauchen und sein Feedback einbringen soll. Es ist schon gut, wenn man jemanden mit sehr viel Erfahrung hat. Eike mischt sonst große, renommierte Bands. Es ist schön, wenn der Song durch seine Änderungsvorschläge noch mal eine Stufe höher kommt, ohne dass etwas von dem verloren geht, was man selber darin gesehen hat. Das war großartig. Mit Eike haben wir wirklich sehr viel Glück gehabt.
Tom: In manchen Fällen hat es einen Song eigentlich ziemlich umgekrempelt. Man hatte einen Song, bei dem man gesagt hat der ist gut, aber eher im Mittelfeld. Wir haben uns dann alle drangesetzt und Eike hat seinen Input dazugegeben. Am Ende war das ein knaller Teil, bei dem man dagesessen und gesagt hat: Wow.

 

 

Erinnert ihr euch noch an euren ersten Auftritt?
Jörn: Der allererste Auftritt mit der Band, wie sie jetzt ist, also mit Jarek war supergeil. Wir hatten gerade eine längere Pause gemacht und waren extrem heiß, auf die Bühne zu kommen. Wir haben beschlossen, einen Bandcontest in Hamburg mitzumachen, damit wir mit Jarek auch mal proben können. Den hatten wir drei Wochen vorher in die Band aufgenommen. Wir sind dann da hin gefahren, haben vormittags noch geprobt, abends war der Auftritt. Wir waren so voll mit Adrenalin, dass wir die ganze Bühne abgeräumt und als „beste Band des Abends“ gewonnen haben. Das war der schönste, beste erste Auftritt, den ich je hatte.
Anika: Wir hatten aber unseren ersten Auftritt mit Tom und Martin, dem vorherigen Schlagzeuger, im Wolfsburger Hallenbad. Es war zwar nicht so gut besucht, aber eine gute Gelegenheit, um zu gucken, wie unsere Musik eigentlich ankommt.

 

Mother Black Cat Schlagzeuger
Mother Black Cat Gitarre Schwarz Weiß

Dieses Jahr tretet ihr auf dem Magnifest auf…

(allgemeiner Jubel)

…das vermutlich das letzte sein wird.
(Jubel verstirbt)

Was verbindet euch persönlich mit dem Event?
Anika: Ich kann mich nicht erinnern. (lacht) Es ist einfach DAS Stadtfest in Braunschweig. Immer tierisch voll, immer mit geiler Musik. Jeder, der in Braunschweig eine kleine Band hatte, wollte einmal auf dem Magnifest spielen, aber keiner hatte eine Chance. Deswegen sind wir auch so unglaublich froh, dass es dieses Jahr geklappt hat. Und dann haben wir jetzt auch noch eine Headliner-Position am Samstagabend auf der Rockbühne, das ist saugeil.
Tom: Es ist das Nummer eins lokale Ziel.
Jörn: Tragisch war, dass wir uns letztes Jahr schon mal beworben hatten. Dann bekamen wir eine Zusage, aber da war Anika schon für „Da Da Da“ gebucht.

 

Was sagt ihr zur Kneipenkultur in Braunschweig?
Jörn: Wir gehen sehr oft ins Wild Geese, hier haben wir uns auch alle kennengelernt.
Anika: Früher waren wir jeden Donnerstag zur Karaoke Night hier. Dann gibt es natürlich Barnaby’s Blues Bar, den Altstadttreff … Wir haben auch viel Couchsurfing gemacht. Mit den Leuten sind wir je nach Jahreszeit in irgendeine Kneipe gegangen oder ins Okercabana und aufs Sonnendeck.
Jörn: Das Kneipenangebot in Braunschweig finde ich ganz gut. Bei Veranstaltungszentren ist es halt nicht so doll, jetzt, wo Meier’s Music Hall weg ist. Aber am Westbahnhof arbeiten sie gerade. Vielleicht kann man da in Zukunft mal wieder was machen.

 

Was ist das schönste Geschenk, das ein Fan euch machen kann?
Anika: Wenn du auf der Bühne stehst und unten singt jemand deine Texte mit, das ist das schönste Geschenk. Und vielleicht noch Stagediving. Das würde ich vielleicht machen, wenn genug Leute da wären, aber bei unserem letzten Auftritt beim Crammer Rock, um 15 Uhr, war das leider nicht möglich. (lacht)

Text: Katharina Holzberger
Fotos: Michael Pollmann, Anthony Jones

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