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Der Braunschweiger Verein spreadmusic e. V. fördert die regionale Musik- und Subkultur.
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Wenn du glaubst, es geht in Braunschweig kulturtechnisch nichts mehr, kommt von irgendwo der spreadmusic e. V. daher. Was vor 15 Jahren als loser Zusammenschluss mehrerer Bands mit dem Ziel des gegenseitigen Supports startete, ist bereits seit sechs Jahren ein eingetragener, gemeinnütziger Förderverein, der es versteht, aktiv und kreativ die regionale Musik- und Veranstaltungslandschaft zu gestalten. Mal geplant, mal überraschend werden an ­geheimen Orten, im Innenhof des TU-Altgebäudes oder auf dem Magnifest die Instrumente ausgepackt und der vielseitigen, regionalen Musikszene eine Bühne geboten.
Zurzeit besteht der spreadmusic e. V. aus circa 45 geförderten und fünf Vorstandsmitgliedern. Benötigen Veranstalter wie beispielsweise die Herzensdinge-Messe musikalische Untermalung, liefert der produktive Kulturverein den passenden Act. „Braunschweig hat einfach eine unglaublich vielfältige und qualitativ gute Musikszene, für die wir uns einsetzen, da sie oft daran scheitert, nicht gehört und finanziell zu wenig unterstützt zu werden“, weiß Alex, spreadmusic-Vorstandsmitglied und Drummer der Braunschweiger Alternative-Emopunk-Band GR:MM.
So vernetzt der Verein nicht nur seine Mitglieder bei regelmäßigen Stammtischtreffen untereinander, sondern beantragt auch Fördergelder von Stadt und Land, die er an die Musiker ausschüttet. „Angzt ist beispielsweise eine aufstrebende Band aus Wolfsburg, die uns nach finanzieller Unterstützung bei der Produktion ihrer ersten EP fragte. Durch einen Förderantrag konnten wir ihnen den Zuschuss ermöglichen“, erklärt der GR:MM-Schlagzeuger im SUBWAY-Interview.

Hört man Singer-Songwriter Anthony Miller vom Balkon im Östlichen singen oder sieht das Liedermacher-Duo Groß & Artig mit der Gitarre auf der Oker langschippern, dann hat der Kulturverein hundertpro seine gewitzten Finger im Spiel. Sei es das Regional ist besser-Festival, die Secret Places-Gigs oder die Sommerokerbühne in Zusammenarbeit mit dem Sandkasten der TU Braunschweig – spreadmusic macht die Region bunt und laut und weiß, wie man originelle Events mit hippem Großstadt-Zeitgeist schmeißt. „Wir sind auch immer offen für neue Ideen“, gesteht Alex, „wenn jemand ein Konzert bei seinen Eltern im Schrebergarten veranstalten möchte, weil er etwas Innovatives abseits vom 30-Euro-Clubkonzert machen möchte, kann er uns gern kontaktieren. Man muss nicht gleich Mitglied werden, um mit uns etwas zu starten.“
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Lass die Musik an!
Verbreite Musik – in Zeiten der Digitalisierung geht das schnell und einfach. Eine Chance, die jedoch auch zu einer Übersättigung des Musikmarkts führt. Gesehen zu werden, ist schwer. Spreadmusic hält weiterhin am Konzept des physischen Tonträgers fest: Seit Mitte September kann man sich im Riptide gegen eine Spende für die Klaue eine feine Auswahl regionaler Künstler in Form eines Samplers mit nach Hause nehmen. Neben weiteren 17 Acts tummeln sich beispielsweise die Alternative-Dudes Chalk, das Indie-Folk-Duo Deerwood und die Pop-Punkrocker Lost For The Moment auf dem bereits vierten Sampler.

Die Idee hinter dem Konzept ist, die Musik lokaler Bands über die Stadtgrenzen hinaus zu verbreiten: „Wenn wir mit GR:MM beispielsweise auf Tour gehen und Konzerte quer durch Deutschland spielen, haben wir den Sampler immer dabei. Wir legen ihn auf den Merchtisch und sagen: ‚Das ist alles Musik aus Braunschweig. Hört mal rein‘“, erklärt Alex. Zudem stärkt der Support unter den Musikern auch die regionale Subkultur. „Es fängt alles klein an. Ohne die kleinen Bands gibt es ja schließlich auch keine größere Kultur.“
Besonders Newcomer, die eventuell noch nicht genug Songs für eine eigene EP haben oder bislang das finanzielle Risiko scheuen, können von der Best-of-Kompilation profitieren. Der eigene Song auf Platte hat schließlich auch etwas Sentimentales.
Spreadmusic ist quasi ein Superhelden-Kollektiv im Bandshirt-Gewand und wir sind so bereit, von der derzeitigen gähnenden Konzertleere gerettet zu werden. 

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Text Denise Rosenthal
Fotos spreadmusic e. V.

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