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Rock an der Wabe

31. August | ab 16.30 Uhr/

Dorfplatz Neuerkerode (WF)


Bei dem inklusiven Musikfestival Rock an der Wabe wird am 31. August ordentlich gefeiert und gerockt.
KF cPhotos Hajuke FEE2 art
Gemeinsam das Festival-Feeling spüren und zu den Vibes der Bands abfeiern – genau das hat das Musikfestival Rock an der Wabe am 31. August zu bieten. Veranstaltet von der Evangelischen Stiftung Neuerkerode, gibt es ein Line-up, das von New-Wave-Punk bis zu Alternative und Pop-Rock reicht und mit vielfältigen Beats den Neuerkeröder Dorfplatz zum Beben bringt.
Der Braunschweiger Headliner Fee -total recall- ist als Kultband mit ihren alten Songs wie „Schweine im Weltall“ dabei und begeistert damit alte und neue Fans. The Mix ist als Neuerkeröder inklusive Band national und international unterwegs und rockt mit ihren Songs wie „Anders sein“. Wir haben mit beiden Bands Interviews geführt und mit Lothar Brandes, Gründungsmitglied der Band Fee -total recall-, über die Reunion-Band und soziales Engagement gequatscht. Peter Savic, musikalischer Leiter, Gründungsmitglied und Gitarrist, und Sean Remmler, Gründungsmitglied und Bassist, von The Mix haben mit uns über ihr zehnjähriges Bühnenjubiläum und ihre Botschaft als inklusive Band gesprochen.
Interview FEE -total recall-

Ihr habt SUBWAY letztes Jahr im Januar schon die Ehre eines Interviews gegeben. Damals wolltet ihr auch neue Songs schreiben. Was ist aus diesen Plänen geworden?
Die Songs sind in Arbeit, aber das wird noch etwas dauern, wir geben uns schließlich Mühe. (lacht) Eventuell wird es Ende des Jahres etwas Neues von uns zu hören geben.

Gibt es neue Songs für eure Konzerte?
In diesem Jahr noch nicht. Wir müssen erst mal Trump verarbeiten, aber dann kriegt er was von uns zu hören.

Ihr seid als Reunion-Band unterwegs. Habt ihr mit Vorurteilen zu kämpfen, weil ihr nicht mehr „die alte Band“ seid?
Am Anfang schon, aber die Verjüngung der Band stellt sich jetzt als geniales Konzept heraus. Zu Beginn haben wir Kritik einstecken müssen, aber nach den ersten Live-Gigs ist das ganz schnell verflogen. Wir sind keine Revival Band im eigentlichen Sinne – wir transportieren die Musik und die Texte, keinen Personenkult. Die unglaubliche Treue unserer Fans gibt uns da Recht.
Euer Konzert bei Rock an der Wabe ist das zweite in diesem Jahr – auf was freut ihr euch bei euren Auftritten am meisten?
Für unser Konzert in Lucklum sind bereits über 900 Karten im Vorfeld verkauft und das freut uns natürlich sehr. Die Spielfreude macht bei unseren Auftritten sehr viel aus. Ganz egal, ob in kleinen Clubs in Bremen oder größeren Gigs in der VW Halle – jeder Gig ist komplett anders und macht immer Spaß.

Was schätzt ihr besonders an der Evangelischen Stiftung Neuerkerode?
Wir finden toll, was die Stiftung macht und wie sie sich um die Menschen kümmert. Alles was man gibt – und besonders die Nächstenliebe – bekommt man selbst wieder zurück.

Wo waren eure ersten Berührungspunkte mit Inklusion und (geistigen) Behinderungen?
Das war in der Schule. Ich bin in Hamburg zur Schule gegangen und leider hat dort die Schulpolitik versagt.

Wie wichtig ist euch in diesem Zusammenhang soziales Engagement?
Wir finden es ungeheuer wichtig und es ist ein Teil unseres Lebens. Wir sind eine politische Band und wenn wir einen Hit gehabt hätten – Baby Baby I Love You – dann würde uns jetzt keiner mehr kennen und unsere Fans haben uns verstanden. Ich bin immer noch geflasht wie groß unsere Fangemeinde nach so vielen Jahren ist. Dafür bin ich sehr dankbar.
KF IMG 7439 c Yana Bashylova art
Interview The Mix

Ihr nennt euch „Botschafter für die Grundrechte von Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft“. Wo seht ihr Herausforderungen und wie wird die Message angenommen?
Erst mal ist es wichtig, eine Behinderung nicht als etwas Schlechtes zu sehen. Wir wünschen uns, dass auf den Menschen und nicht auf seine Behinderung geschaut wird. Darin liegt sicherlich eine große Herausforderung. Bei uns steht das Tun, zu dem wir im Stande sind, im Vordergrund und jeder so akzeptiert wird wie er oder sie ist. Unser Gefühl und die Rückmeldungen zeigen uns, dass unsere Message enorm gut angenommen wird und wir vor allem wegen unserer Musik geschätzt werden.

Wie gestaltet sich das Songwriting in eurer inklusiven Gruppe?
Viele der Bandmitglieder können nicht lesen und schreiben, aber durch die alltäglichen Gespräche im Bandleben kann jeder Anregungen und Ideen einbringen – wir schreiben unsere Lieder oft im Kollektiv. Wir haben unsere eigenen Wege des Songwriting gefunden, die für uns super funktionieren.

Was dient euch als künstlerische Inspiration?
Wir kanalisieren viele Erlebnisse und Gefühle in unserer Musik. Aber auch konkrete Geschehnisse, die wir als Band erleben, werden bei uns zu Songs verarbeitet. Neuerkerode als Ort zum Leben spielt in unseren Liedern immer wieder eine zentrale Rolle. Auch globale Themen sind etwas, dass uns in unseren Songs beschäftigt. Alle aus der Band sind sich Themen wie Krieg, Armut und der Klimakrise bewusst und haben das Bedürfnis, ihre Meinung in Musik auszudrücken.
Ihr seid nicht nur national, sondern auch international unterwegs. Haben internationale Konzerte für euch mehr Bedeutung als regionale Auftritte?
Wir freuen uns natürlich sehr, auch international erfolgreich zu sein, aber regionale Auftritte sind von genauso großem Wert für uns wie Gigs im Ausland. Egal ob wir einen Clubgig in New York spielen oder am Sonntagmorgen beim Bürgerfrühstück in Schapen auflaufen – jeder Moment trägt eine eigene Magie in sich und unsere Erfahrung zeigt, dass sich Besonderes jederzeit ereignen kann, wir Menschen mit unserer Musik begeistern und die Idee der Inklusion in die Welt hinaustragen können.

Habt ihr Rituale vor oder nach einem Auftritt?
Wenn wir es zeitlich schaffen, dann nehmen wir traditionell noch eine gemeinsame Mahlzeit vor dem Auftritt ein. So sitzen wir vor der Show nochmal alle zusammen und entspannen uns gemeinsam. Dabei reden wir viel und reißen eigentlich ständig Witze. (lachen)

Ihr feiert in diesem Jahr euer zehnjähriges Bühnenjubiläum. Wie betrachtet ihr die Bandgeschichte rückblickend und was sind eure Ziele für die Zukunft?
Was uns auf dem Weg der letzten zehn Jahre passiert ist, ist wirklich eine so wahnsinnig tolle Geschichte, die wir uns so niemals hätten ausdenken können. Wir haben fantastische Menschen kennengelernt, super Auftritte gespielt und auf unseren Reisen durch zahlreiche Länder die verrücktesten Geschichten erlebt. Für die Zukunft sind wir bestrebt, unsere Message weiter zu verbreiten. Wir wollen uns musikalisch stetig weiterentwickeln und gemeinsam mit unserer Musik wunderbare Geschichten schreiben, Menschen begeistern und ein Beispiel dafür sein, dass gelebte Inklusion die Welt bereichert. Wir freuen uns sehr auf alles was kommt.

Interview Viktoria Bethmann
Fotos Photos Hajuke, Rock an der Wabe, Yana Bashylova, Bernhard Janitschke

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