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Jet Evil

13. April / Schuntille (BS)

Die Braunschweiger Pop-Punk-Pioniere Jet Evil im Interview
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Sie sind laut, lustig und machen dazu noch geilen Punk mit Rock-Pop-Elementen: Jet Evil. Die Braunschweiger Band hat erst im vergangenen Jahr ihre erste, super-flye EP „First Step To The Moon“ released und ist auch live sehr tight. Seit 2015 machen Wieland, Christian, Jörn und Basti zusammen Musik und feilen an Sound und Songwriting. Im Interview verraten sie, was es mit ihrem Faible für Jugendsprache in sozialen Netzwerken auf sich hat, woher der Bandname stammt und warum Pop-Punk noch nicht tot ist.
Wie kam eigentlich euer Bandname zustande?
Christian Der Name „Jet Evil“ wurde nicht ganz nüchtern auf einem Festival geboren. Ein guter Freund der Band hat mehrfach einen Bassisten namens „Jet Evil“ erwähnt. Keiner wusste von wem die Rede ist, bis sich später herausstellte, dass er Evil Jared von der Bloodhound Gang meinte. Großes Gelächter, sinnloses Betrinken, weiteres Gelächter, noch mehr trinken… Zack, fertig: Der Bandname war geboren.

Eure erste EP ist ja nun schon ein paar Monate raus. Wann kann man denn mit dem ersten Longplayer rechnen?
Wieland Momentan befinden wir uns in einer intensiven zen-artigen Phase des Songwritings. Die Songs die daraus bislang entstanden sind, sind sehr vielversprechend. Wir hoffen, dass wir gegen Ende des Jahres 2020 ein neues Album präsentieren können.

Würdet ihr eure zukünftigen Projekte auch wieder crowdfunden?
Jörn Das Crowdfunding hat uns gezeigt, dass unsere Familien und Freunde voll hinter uns stehen und uns unterstützen.
Wieland Ziel sollte es aber sein, dass wir die Produktionskosten durch ehrliche Arbeit decken. Parallel dazu arbeiten wir an einem ausgeklügelten Finanzierungsplan nach dem Griechenlandprinzip.
Während euer Facebook- und Instagramauftritt ziemlich cool ist, ist eure YouTube-Darstellung ein einziges Chaos: Es gibt gleich zwei Seiten für eure Band und die meisten Uploads sind dennoch von Basti. Haltet ihr Youtube für vernachlässigungswürdig und warum ist das so ein Durcheinander?
Wieland Youtube ist tatsächlich eine gute Plattform für Musiker, das steht außer Frage. Wir haben allerdings ein ziemlich kompliziertes Passwort für unser Youtube-Konto, das aus kryptischen Zeichen besteht, die nur auf einer eigens von Atari angefertigten Tastatur aus dem Jahr 1994 eingegeben werden können. Leider hat Basti die Tastatur beim Pokern verzockt, seitdem treibt der neue Besitzer sein Unwesen damit. Wir haben aber schon rechtliche Schritte eingeleitet und spätestens, wenn wir unser erstes Musikvideo veröffentlichen, werden wir unseren Youtube-Auftritt grundlegend überarbeiten.

In euren Facebook-Posts weist ihr öfter mal darauf hin, wenn ihr ein Wort oder eine Phrase jugendsprachlich gebraucht. Warum macht ihr das und was ist euer Lieblings-Jugendwort?
Wieland Jugendsprache nimmt einen immer größeren Teil im gesellschaftlichen Sprachgebrauch ein. Dem wollen wir uns natürlich nicht verwehren.
Basti Außerdem sind wir ja alle schon etwas betagter, ziemlich overlappt, teilweise von der Erzeugerfraktion und nicht wirklich cheedo. Deshalb wollen wir auch mal wieder etwas lit werden. Unsere Lieblingswörter sind Yolo, breiern und unterhopft, obwohl diese Wörter wahrscheinlich nicht mal mehr unter den Top 100 sind.
Wikipedia behauptet, Pop-Punk sei seit Beginn der 2010er Jahre so gut wie tot. Empfindet ihr das auch so?
Basti Bekanntlich stimmt nicht alles was bei Wikipedia steht. (lacht) Beispielsweise sind die Böhsen Onkelz bei Wikipedia unter Punkband gelistet. Soviel zu der Glaubwürdigkeit dieser Plattform.
Wieland Weiter steht dort auch, dass mit Blink-182 die zweite Welle des Pop-Punks im Jahr 2000 begann. Daran erkennt man, dass es genrespezifisch Trends gibt, deren Verläufe sich zyklisch darstellen. Der eine Trend kommt, der andere geht. Mit Jet Evil beginnt dann eben die dritte oder vierte Welle des Pop-Punks. Das Tal der Pop-Punk-Tränen sollte damit überwunden sein, denn jetzt sind wir ja da.

Würdet ihr überhaupt in kommerziellere Genres wechseln, wenn da der große Erfolg wartet?
Jörn Wir möchten Musik machen, die wir mögen und die uns Spaß macht. In kommerziellere Genres wechseln um dann feststellen, dass es mir keinen Spaß macht, ist der falsche Weg.
Wieland Musikalisch werden wir uns nicht derart verbiegen, dass wir plötzlich massentauglich werden. Auch in einem Subgenre kann man erfolgreich sein..
Habt ihr nur beim Band-Contest für das Schlossgrabenfest in Darmstadt mitgemacht, weil euch Vatertag zuwider ist oder weil ihr die Hoffnung auf Freibier habt?
Wieland Die Hoffnung auf Freibier ist ein grundlegender Baustein unserer Motivation, unabhängig von Größe und Art der Veranstaltung. Das Schlossgrabenfest macht da keine Ausnahme. Das Voting für den Auftritt haben wir ja leider verloren, daher möchten wir den Supernova Plasmajets aus Mannheim nochmal gratulieren. Für uns war es trotzdem ein gutes Gefühl aus 1300 Bewerbern für den Bandcontest ausgewählt zu werden..

Laut eurer Webseite „hüpft ihr nicht gerade rum, wie Gummibärchen auf Koks“. Wie würdet ihr euren Auftrittsstil denn sonst bezeichnen?
Basti Wie die Gummibärenbande ohne Koks und ohne Gummibärensaft, aber dafür immer schlecht gekleidet.
Wieland Wir versuchen derzeit noch eine ausgewogene Mischung aus angemessener Spieltechnik am Instrument und einer ordentlichen Bühnenperformance zu finden. Daher würde ich sagen unser Auftrittsstil ist ausbaufähig mit Überraschungen..
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Last but not least: Welches Lied aus eurem Repertoire eignet sich am besten zum Unter-der-Dusche-mitsingen?
Christian Hier sind wir uns alle einig. Stacey´s Mom. Bei diesem Lied dreht es sich grundsätzlich um Sex und der Text ist sehr einfach und eingängig.

Interview Giana Holstein
Fotos Norbert Lucke

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