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Kapelle Petra

6. Dezember/ Eulenglück (BS)

Die Kapelle Petra spielt am 6. Dezember naiv-melancholischen
Bekloppten-Pop im Braunschweiger Eulenglück.
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Geht mehr auf Konzerte“ lautet das Motto der Spaßvögel aus Hamm von Kapelle Petra – allerdings hat das Trio plus Bühnenskulptur Gazelle selbst eigentlich gar keine Zeit mehr für Konzerte, denn sie stehen selbst bei jeder möglichen Gelegenheit auf den Bühnen der Republik. Bis zu 70 Shows spielt die Kapelle im Jahr und da dieses Frühjahr ihre sechste Platte „Nackt“ rauskam, steht mal wieder eine ordentliche Tour vor der Tür. Die Besonderheit der neuen Scheibe: Sie wurde komplett live aufgenommen, denn Kapelle Petra ist eine begnadete Live-Band, was am 6. Dezember in der Eule mal wieder unter Beweis gestellt werden wird. Sänger Guido, besser bekannt als Opa, hat uns von der neuen Platte, dem Blankziehen und positiver Band-Energie erzählt.
Euer aktuelles Album „Nackt“ habt ihr komplett live aufgenommen – warum?
Vor Publikum Musik machen zu können war und ist für uns immer das alleralleralleralleralleraller Schönste. Es ist dann auch egal, wie viele Menschen dabei sind. Die Hauptsache ist, dass wir eine Verbindung zum Publikum haben und eine gute Zeit verbringen. Wir waren schon immer eher eine Live-Band, als dass wir für perfekte Studioalben standen. Für uns war es immer eher schwierig das, was Kapelle Petra ausmacht, auf Tonträger zu transportieren. Deshalb haben wir diesmal alles live eingespielt und gemerkt, dass Lieder nicht nur Summe der Instrumente und Texte sind, sondern vor allem durch das Zusammenspiel im Studio erst wirklich Charakter bekommen.

Die Platte ist euer bisher persönlichstes Album – kommt daher auch der Titel?
Jau! Zum einen haben wir inhaltlich mal ein bisschen die Hosen heruntergelassen und uns musikalisch mehr aufs Wesentliche konzentriert. Zum anderen ist „Nackt“ mal wieder ein äußerst schmissiges Wort und knüpft an unsere Bestseller „Felsen“ und „Schrank“ an.

Und wie steht ihr zu FKK-Baden?
Jeder wie er mag. Wir sind aber mittlerweile zu spießig und auch zu ängstlich, anderen unsere Körper zuzumuten. (lacht)
Ihr erweckt häufig den Eindruck, euch selbst und eure Musik nicht zu ernst zu nehmen. Das neue Album hat allerdings auch deutlich Tiefgang – woher der Wandel?
Im Grunde waren die meisten Lieder unserer Historie immer schon mit Tiefgang. Der Fokus lag aber früher vor allem auf unseren Gassenhauern „Geburtstag“, „Gewitter“, „Pausenmusik“ und so weiter. In der „Nackt“-Phase waren uns halt andere Themen und Sounds wichtiger. Sich selbst nicht zu ernst zu nehmen ist in allen Lebenslagen nicht ganz doof.

Eure Musik ist sowohl von Humor als auch von Melancholie geprägt. Wie passt das zusammen?
Das eine schließt das andere nicht aus – im Gegenteil: Zusammen sind Melancholie und Humor für uns die perfekte Symbiose. Man sitzt trübsinnig am verregneten Herbstfenster und sieht, wie auf der anderen Straßenseite ein Mops auf den Bürgersteig kackt ... Sensationell!
Ist es manchmal schwierig, eure unheimlich positive und lebensfrohe Energie auch live immer rüberzubringen?
Ja. Es gibt auch mal Momente, in denen man nicht so richtig reinkommt. Das dauert aber dann meist nur zwei bis drei Lieder und dann ist plötzlich alles wieder gut. Hoffentlich bleibt das immer so.

Was findet ihr gerade irgendwie blöd?
Global ist es blöd, dass immer mehr gestörte Persönlichkeiten so viel politische Macht in ihre Hände bekommen ... Das war vor zehn Jahren echt anders – da waren die total Bekloppten eher die Ausnahme. Zu Hause ist es vor allem extrem furchtbar zu sehen, dass es tatsächlich so viele Menschen gibt, die diese lebensverachtende AfD wählen.
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Ihr habt letztes Jahr den „Kapelle-Somma“ ins Leben gerufen ...
Ja! Wir wollten einfach ein eigenes Festival machen. Mit befreundeten Kapellen, zu Hause ... bockt! Wir machen das auf jeden Fall noch mal, vielleicht sogar schon nächstes Jahr.

Was hat es mit der Bühnenskulptur Gazelle auf sich?
Gazelle war damals Bassist und das war kacke! (lacht) Wir brauchten eine Aufgabe, die ihm gerecht wird. Da war dann eigentlich nur noch die Bühnenskulptur möglich.

Ihr seid auch schon öfter zusammen mit Joko und Klaas aufgetreten und habt zusammengearbeitet. Wie war das?
Wir kennen Joko und Klaas noch aus den alten MTV-Zeiten. Seitdem durften wir immer bei ihren diversen Shows mit dabei sein und das war immer großartig. Die beiden sind hinter den Kulissen noch netter als im Fernsehen.

Habt ihr eine Braunschweig-Anekdote auf Lager?
Wir haben hier schon mal ein wundervolles Wohnzimmerkonzert bei Moritz gespielt und hatten auch noch einen sehr exzessiven Abend in der ausverkauften Eule ... und dann war da noch die legendäre Aftershow-Dosenbierparty in der Steigenberger-Lobby. Oha ...
Braunschweig ist immer sehr gut zu uns gewesen.

Eure Message an eure Braunschweiger Fans?
Kommt rum! Beste Zeit! Geht mehr auf Konzerte!

Interview Louisa Ferch
Fotos Marcel Strecker

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