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Dream Wire

5. September / TU-Altbau Innenhof /

Sommerokerbühne (BS)

Die Braunschweiger Indie-Rocker Dream Wire erobern im September die Bühnen der Region.
KF Dream Wire Crowd Credit Frank Tobian art
Okko, Simon, Peter und Rouven, alle zwischen 20 und 26 Jahren alt, fanden sich erst vorigen Herbst als Band zusammen. Unter dem Namen Dream Wire komponieren sie Garage-Indie-Rock-Songs, die schnell, rhythmisch, melodisch und in jedem Fall tanzbar sind. So kam es schon wenige Monate später, im Juni dieses Jahres, zu ihrem ersten Gig beim Spiderweb Festival im B58, dem offiziellen Vorentscheid zum Landeswettbewerb Local Heroes, bei dem sie den dritten Platz belegen konnten. Nun steht die talentierte Nachwuchsband in den Startlöchern für Neues. Die vier Wahlbraunschweiger, die es aus allen Ecken Deutschlands her geführt hat, stehen am Anfang ihres Abenteuers. Dream Wire im SUBWAY-Interview.
Wie würdet ihr euren Sound beschreiben?
Simon Wir spielen die Musik, für die man früher in der Garage seine Verstärker aufgebaut hat. Bei uns haut‘s euch glatt den Rucksack vom Rücken.

Eure Musik lässt sich in die Indie-Schublade stecken. Habt ihr Indieband-Vorbilder?
Rouven Ach, Schubladendenken ...
Okko Aber wie willst du es sonst nennen?
Peter Klar, wir hören viele klassische Indierock-Bands wie Bloc Party, Death Cab for Cutie oder Franz Ferdinand, aber auch jede Menge anderer Sachen.
Simon Im Songwriting für Dream Wire haben sich von allem ein paar Fetzen eingeschlichen. Wir sind Helden find ich zum Beispiel super, gerade auch die Instrumentenarbeit, dann wieder Punk und Hardcore. Letztlich entsteht aus so einem durchwachsenen Mix dann der Sound, der sich in unseren Songs widerspiegelt. Ich finde eine eindeutige Zuweisung zu einem Genre nur selten sinnvoll.
Heute schimpft sich jede zweite Band Indie. Was bei euch ist „Indiependent“?
Peter Indie bedeutet für uns einfach, dass wir in unserer Musik das machen, worauf wir Bock haben und nicht darüber nachdenken, ob das gerade typisch für „Indie-Rock“ ist.
Okko Ich habe die Freiheiten, mich auszuprobieren mit meinem Gesang. Ich höre viel experimentelle Musik und auch Metal, gesungen habe ich früher aber vor allem viele Cover aus Country/Western. Jetzt kann ich herausfinden, wie ich durch die Klangfarbe meiner Stimme zum Gesamtsound der Band beitrage. Das ist in einer Art und Weise meine hier gelebte Unabhängigkeit.

Wie schwer ist es als Newcomer, sich in der einen Namen zu machen?
Simon Die Musikszene hier ist einfach sehr supportive, gerade auch durch das B58, dessen Team und Angebote wir sehr zu schätzen gelernt haben. Selbst unbeschriebene Blätter wie wir bekommen hier schöne Auftrittsmöglichkeiten. Man lernt einander kennen, auch dadurch, dass wir uns einen Proberaum teilen. An dieser Stelle einmal ein Shout-out an unsere Proberaum- und Perlenbacher-Buddys von Absturzgefahr.
Okko Die Braunschweiger Szene ist echt dankbar. Ich habe den Eindruck, dass wir aber auch eine musikalische Nische bedienen, die hier nicht so viele machen.

Wie können Contests wie das Spiderweb Festival dabei helfen?
Okko Es ist eine Chance, gerade auch weil Fans verschiedenster Genres da waren, die sonst bestimmt nicht auf ein Konzert von uns gekommen wären.
Rouven Wir haben uns mit den anderen Bands richtig gut verstanden. Alle haben sich gegenseitig unterstützt.
Simon Luca von Torch ist während unseres Sets einfach gecrowdsurfed! Der blanke Wahnsinn.
Peter Auch wie offen alle für die Musik der anderen waren. Die ganzen Metalcore-Fans von Torch und auch unsere Unterstützer haben zum Beispiel die Big Boyz richtig krass gefeiert. Und wir ja auch. Hier hat sich jeder alles gegönnt. Es war eine wunderbare Erfahrung.

KF Dream Wire Simon SW Credit Frank Tobian art


Was motiviert euch als Band?
Simon Natürlich traditionell ein kühler Träger Perlenbacher zur Bandprobe. (hihi)
Okko Die Musik an sich. Live spielen zu können, Erfahrungen zu sammeln, besser zu werden und gleichzeitig mit meinen Perlenbacher-Buddys Spaß zu haben.

Für wen würdet ihr gerne mal Vorgruppe sein?
Rouven Ich komme aus Kiel und mich verbindet seit jeher etwas mit den Leoniden, die da auch herkommen. Das ist eine starke Band, mit der ich gerne mal spielen würde.
Peter Title Fight zu supporten wäre krass. Ich denke immer, mit solchen nahbaren Bands, die noch nicht so krass berühmt sind, die man selber aber sehr bewundert, könnte eine Tour richtig viel Bock machen.

Eure Musik ist ja sehr gitarrenlastig. Welche Gitarristen inspirieren euch?
Simon Steve Jones von den Sex Pistols ist für mich einer der größten Gitarristen, er hat mit limitierten Mitteln eines der wuchtigsten Alben aller Zeiten geschaffen und ungalublich catchy Riffs geschrieben. Ansonsten bin ich sehr beeinflusst von Britrock, Noel Gallagher von Oasis oder auch Graham Coxon von Blur. Auch das Gitarrenspiel von Alex Henery von Basement gefällt mir sehr. Peter und ich sind große Basement Fans und Alex ist seinerseits wiederum von Oasis geprägt, da schließt sich dann der Kreis.
KF Dream Wire Peter SW Credit Frank Tobian art
KF Dream Wire Okko SW Credit Frank Tobian art
Könnt ihr euch an witzige Anekdoten eurer eigenen Konzertbesuche erinnern?
Simon Ein Kumpel und ich waren zweimal bei Twin Peaks, einer unserer Lieblingsbands. In Hamburg haben sie uns nach dem Gig mit Backstage genommen und wir durften aus dem heiligen Bandkühlschrank kaltes Holsten trinken. (lacht) Anschließend ging es noch für einen Umtrunk mit auf die Reeperbahn. Das wirkte auf uns sehr surreal, waren das doch da unsere Helden, deren Musik wir Tag für Tag hörten. Ich hab am nächsten Tag noch `ne Klausur geschrieben und kam da echt verschallert an. Hab aber bestanden. (lacht)
Peter Als ich in Berlin auf einem Tiny Moving Parts Konzert war, hat mir der Drummer einen seiner Drumsticks an den Kopf geworfen. (lacht) Hinterher hat er ihn mir noch signiert. Richtige Fangoals.

Interview Benyamin Bahri
Fotos Frank Tobian

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