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Die Metal-Newcomer Nordt aus Braunschweig wollen Black Metal besser zugänglich machen und haben 2021 ihre Debüt-EP „Ride for Death“ herausgebracht.
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Die ergiebige Braunschweiger Alternativ-Szene trägt neue Früchte: Nils, Patrick, Fabian, Dome und Markus kennen sich schon eine ganze Weile, haben schon in verschiedenen Bands zusammen gespielt und sind spätestens seit der Gründung von Nordt nicht nur Bandkollegen, sondern auch gute Freunde.



Diese fest verwurzelte Verbundenheit spürt man auch in ihren Songs, denn obwohl sich in ihrer Musik verschieden Genres und Stile des Metal mischen und auch einige neue, mutige Ansätze vorhanden sind, fühlen sich diese lückenlos und sehr homogen an. „Jeder von uns hat da natürlich seine eigenen Vorlieben. Wenn dann die verschiedenen Einflüsse im Proberaum aufeinandertreffen, entstehen neue Ideen ganz von alleine“, sagt Markus, der Bassist der Band. Auf diese Weise entstand wohl auch ihre erste EP „Ride for Death“ im Verlauf des vergangenen Jahres. Unter erschwerten Bedingungen schrieb und probte die Band nicht nur die Songs für das Album, sondern übernahmen auch einen großen Teil der Aufnahmen und Produktion selbst. „Es steckt auf jeden Fall eine Menge Arbeit darin, die wir uns gut über das gesamte letzte Jahr aufgeteilt haben“, verrät Nils, der melodische Gitarrist, im SUBWAY-Interview. Die Arbeit hat sich auf jeden Fall ausgezahlt, denn klangtechnisch gibt es an „Ride for Death“ nichts zu bemängeln. Die Disc umfasst fünf Songs, die einen guten Mix aus hartem Death Metal, atmosphärischem und weitschweifigem Black Metal und einer Prise energiegeladenem Punk und Hardcore bilden. „Durch eine professionelle und druckvolle Produktion wollen wir uns vom klassischen Black Metal abheben und auch Nicht-Black-Metal-Fans an die epischen Klänge heranführen“, erzählt uns die Band.


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Auch optisch erinnern die fünf Metal-Männer nicht gerade an das klassische Metaller-Bild, so ganz ohne lange Haare auf dem Kopf und hart verzerrtem Gesicht. Aber mal abgesehen davon, dass das Genre schon immer ziemlich klischeebelastet war, befindet sich die Metal-Szene in dieser Hinsicht auch im Wandeln und so ist es vielleicht ganz gut, dass die sympathischen Braunschweiger Jungs nicht zu stark an Traditionen festhalten. Dennoch sollte man sich vom Äußeren nicht täuschen lassen, denn die Songs von Nordt sind alles andere als seicht.

Tiefe aggressive E-Gitarrenriffs, sprengend-schneller Drum-Sound und der growlige bis schreiende, gutturale Gesang bilden eine doch recht überwältigende Soundwave, die den Hörer:innen erstmal die Ohren freispült. Die 15-minütige EP beinhaltet aber auch langsamere, epische Parts, in denen man sich etwas erholen und einfach den Bass genießen kann – bis die nächste Welle des geballten Metal-Sounds einen überrollt.
Nordts Texte thematisieren für das Genre teilweise typische düstere Fantasy-Szenarien rund um Tod, Krankheit und Leiden, setzen sich aber auch mit aktuellem Zeitgeschehen auseinander und üben Kritik daran. „Extreme Musik transportiert natürlich auch extreme Emotionen. Wir schreiben unsere Texte über alles, was uns zurzeit beschäftigt, fasziniert oder prägt“, meint Patrick, der Sänger der Gruppe.
Nach ihrem erfolgreichen ersten Release bleibt die Band bodenständig und will in erster Linie weiterhin Spaß an der Musik haben. Auf die Frage, was sie denn in Zukunft gerne erreichen möchten, antwortet Nils: „Abgesehen davon, dass es sehr schwierig ist, in unserem Nischen-Genre überhaupt richtig Geld zu verdienen, wollen wir eigentlich nur unterwegs sein, Konzerte spielen und mit allen Leuten – Fans sowie Bands – eine gute Zeit haben.“ Trotzdem finden Nordt nicht, dass es im Metal viel schwieriger ist, Erfolg zu haben, als in anderen Musikrichtungen und erinnern an das allseits bekannte Wacken Open Air, eines der größten Metal-Festivals der Welt.

„Extreme Musik transportiert extreme emotionen“

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Aber auch die Braunschweiger Metal-Szene kann sich sehen lassen und alle Bandmitglieder verbinden mit ihr nicht nur das Gefühl von Heimat und viele gute Erfahrungen, sondern es war auch die prägende Metal-Szene hierzulande, welche die Band nach verschiedenen Einzelprojekten überhaupt zusammengebracht hat. Auch die Diversität der Musikszene in Braunschweig wäre ein herausstechendes Merkmal: „In Braunschweig gab und gibt es immer die Möglichkeit für junge Musiker und Menschen aus alternativen Szenen, gemeinsam Musik zu machen und live zu erleben“, betont Patrick, „das wissen wir alle sehr zu schätzen und sind froh, ein Teil dieser tollen Szene zu sein.“
Wer jetzt schon richtig Lust auf mehr von Nordt bekommen hat, kann sich freuen: Für die nahe Zukunft planen die Fünf, schnellstmöglich einige Singles nachzulegen, mit denen sie auch ihr Repertoire für mögliche Konzerte aufstocken werden. „Natürlich wollen wir auch endlich Live-Shows spielen“, betont Dome, der zweite Nordt-Gitarrist. Sobald das wieder gut möglich ist, geht es dann erst richtig los. Wir freuen uns auf jeden Fall darauf.
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Text Moritz Reimann
Fotos Andreas Rodemann

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