Anzeige

Stereogold/ von Welt

13. Dezember/ Eulenglück (BS)

Stereogold und von Welt gehen auf ­Co-Headliner-Tour mit Halt in der Eule.
KF STEREOGOLD art
Starker Rocksound, eingängige Melodien und Texte, die vom Leben und Lieben handeln, aber auch von einer Gesellschaft, die immer ängstlicher und voller Zukunftszweifel wird. Inhaltlich und musikalisch haben sich mit von Welt und Stereogold zwei Bands gefunden, die wie die Faust aufs Auge passen. Mal weicher, mal härter spielten sich die Jungs in den letzten Jahren durch Clubs. Diesen Winter sind die Newcomer wieder bereit, ordentlich Gas zu geben und durchzustarten, denn an Motivation mangelt es beiden Bands nicht. Gemeinsam bilden sie das Sprachrohr der Generation Y, düster und hoffnungsvoll zugleich. Mit einer ungeheuren Power kommen die zwei Quartette Stereogold und von Welt Mitte Dezember in die Braunschweiger Eule und werden mit einer gewaltigen Rockshow selbst das Thekenpersonal mitreißen. In der Ruhe vor dem Sturm haben sich Stereogold-Sänger Nic und von Welt-Bassist Nicolai Zeit für uns genommen, um über ihre bisherigen Bandgeschichten zu plauschen.
Stereogold kommt aus Köln, von Welt aus dem Schwarzwald – zwei ganz unterschiedliche Ecken Deutschlands. Wie habt ihr zusammengefunden?
Nicolai Wir hatten bereits 2017 während der Tour zu unserer EP „Milliardenstadt“ Kontakt, als die Jungs von Stereogold den Abend in Köln für uns eröffnet haben. Als sich dann die Möglichkeit für eine gemeinsame Tour abgezeichnet hat, waren wir sofort Feuer und Flamme. Wir werden auf jeden Fall für einen schweißtreibenden Abend sorgen. (lacht)
Nic Wir hatten uns seit dem Gig im Kölner Artheater immer gegenseitig auf dem Schirm. Wir finden, dass es musikalisch und menschlich mega gut passt und freuen uns auf die Tour!

Nicolai, von Welt hat in den letzten Jahren unzählige „Stille Konzerte“ mit Kopfhörern in ganz Europa gespielt – wie kam es zu dieser Idee und wie habt ihr diese Konzerte erlebt?
Nicolai Es ging gerade um die Zukunft der Band – auch was Konzerte betrifft. Das ewige beim Veranstalter um Konzerte betteln hing uns zum Hals raus. Nach und nach dachten wir uns – wieso denn die Leute zur Musik bringen, wenn wir auch die Musik zu den Leuten bringen können? Dann sind wir mit etwa 100 Kopfhörern durch Europas Straßen gereist und das Konzept funktioniert super. Die Leute waren krass dabei und haben trotz Sprachbarriere mitgesungen – Gänsehaut pur!
Demnächst seid ihr gemeinsam on the road. Wie habt ihr das Tour-Leben bisher erlebt?
Nic Unsere erste Tour war mit den Rogers und das Pack, wir waren sehr aufgeregt und wussten nicht, was uns erwartet. Gleich nach dem ersten Gig haben wir uns alle super verstanden und hatten eine mega Zeit miteinander. Es ist mit das Beste am Musikmachen, einfach auf Tour zu sein, von Stadt zu Stadt zu fahren und mit seinen Jungs unterwegs zu sein. Man hat jeden Abend neue Eindrücke und neue Geschichten zu erzählen – dafür machen wir das!
Nicolai Ja, es ist der beste Nebeneffekt unserer Jobs. Wir waren sogar schon in Kasachstan, was wir uns nie erträumt hätten. Das Touren formt uns als Menschen, als Musiker und lässt uns in viele andere Kulturen blicken, womit sich Vorurteile und Rassismus direkt vor Ort für uns erledigen. Zusätzlich lernt man viele tolle Menschen, Bands, Helfer und Organisatoren kennen, von denen uns echt einige ans Herz gewachsen sind.

KF VON WELT art


Zu Hause ist aber doch meistens am schönsten. Welche Rolle spielen eure Heimatorte für euch?
Nic In unserer bald erscheinenden neuen Single behandeln wir zum Beispiel Themen wie das Clubsterben in Köln-Ehrenfeld. Wir alle wohnen dort, haben unsere Jugend dort verbracht und sehr viele Erfahrungen gesammelt, die uns alle sowohl einzeln als auch als Band geprägt haben. Von daher wird Köln immer eine wichtige Rolle für uns spielen.
Nicolai Der Schwarzwald und die Tatsache, diese beeindruckende Naturkulisse direkt vor der Tür zu haben, sind einfach ein Geschenk, welches uns aber lange Zeit gar nicht so bewusst war. Schon lustig, dass uns erst ein befreundeter Songwriter aus Schweden darauf aufmerksam machen musste. (lacht) Wir sind aber schon immer sehr naturverbunden und verbringen viel Zeit hier, da lag es nahe, dass der dunkle Wald uns inspiriert und wir das in unseren Sound und die Texte aufnehmen. Aber macht euch am besten selbst ein Bild vor Ort, dann werdet ihr uns verstehen!

Wie wichtig findet ihr es, euch als Band politisch zu positionieren?
Nic Wenn eine Meinung gefragt oder erwartet wird, werden wir uns da natürlich positionieren. Bisher halten wir uns allerdings mit solchen Themen bewusst gedeckt, damit die Menschen, die unsere Musik hören oder zu unseren Konzerten gehen, nicht auch noch dort mit Problemen, Sorgen und Ängsten konfrontiert werden, sondern einfach mal für ein paar Minuten abschalten und den Moment genießen können. Unser Tipp für gute Laune: Nicht zu negativ denken, Musik hören. Song an, Welt aus.
Nicolai Uns nervt vieles, besonders die nicht vorhandene Handlungsfähigkeit der Politiker weltweit oder die Tatsache, dass erwachsene Menschen auf ein 16-jähriges Mädchen verbal losgehen, anstatt mal vor der eigenen Haustür zu kehren. Trotzdem sehen wir uns nicht als moralische Instanz und sagen niemandem, was richtig und falsch ist, denn das kann jeder mit ein wenig Weitsicht und Empathie selbst erkennen. Wir sind nicht dafür da, Fragen zu beantworten, aber wir versuchen die richtigen Fragen zu stellen und wollen nicht noch weiter spalten, sondern zusammenführen.
Am 13. Dezember steht ihr gemeinsam auf der Bühne der Eule. Was erwartet Braunschweiger Fans bei einem Stereogold-von Welt-Doppelkonzert?
Nicolai Vorhin noch erzählt, dass wir schon in ganz Europa waren, aber tatsächlich wird das unser erstes Mal in Braunschweig und wir haben tierisch Bock! Die Leute erwartet eine ehrliche Rockshow, bei der sie nicht nur dabei stehen, sondern ein Teil des Ganzen sind. Dafür werden wir uns alle den Arsch aufreißen, versprochen!
Nic Wie bereits bei unserem letzten Tourstopp in der Eule mit den Rogers und das Pack geben wir wieder alles – das Publikum kann 120 Prozent erwarten! Wir werden auch das ein oder andere neue Lied spielen. Über den Ablauf haben wir allerdings noch nicht gesprochen – vielleicht werfen wir einfach eine Münze? (lacht) Kommt auf jeden Fall zahlreich und freut euch auf eine dicke Show mit von Welt und uns!

Interview Louisa Ferch
Fotos Moritz Schreder, Nils vom Lande, Marc Wilhelm, Jonas Liedel

User Rating: 0 / 5

SUBWAY Newsletter

 

Mit SUBWAY verpasst Du kein Event mehr in Braunschweig und der Region. Hol Dir unseren Newsletter!

Kontakt

SUBWAY – Eine Region, ein Magazin

#Redaktion

oeding magazin GmbH
Erzberg 45
38126 Braunschweig

Telefon: 0531-48015-134
Telefax: 0531-48015-79
E-Mail: info@subway.de

Durch Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysen, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Weitere Informationen über Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.