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The Esprits

18. Mai | Stadthalle (BS)

The Esprits releasen ihr zweites Album „Men’s Business“ mit Konzert und Aftershow-Party in der Stadthalle. Support gibt’s von Still Trees.
Auf Betriebstemperatur: Ihrem Anspruch auf professionelle Musik folgen die vier Musiker inzwischen hauptberuflich. Ihr zweites Album „Men’s Business“ releasen The Esprits gebührend in der Stadthalle. Nach dem Konzert kann mit den Jungs bei der Aftershow-Party weitergefeiert werden, das DJ-Duo Champagne Supernova lädt zum Tanzen. Mit dem Auftritt will sich die Band vor allem bei ihren Fans bedanken. Wir haben den vieren einen Besuch im nagelneuen Proberaum abgestattet und vorab ins Album reingehört.
Ihr habt vor Kurzem eure erste Single aus dem neuen Album veröffentlicht. Worum geht es?
Roman „Want You“ hat für uns einen besonderen Wert, weil wir versucht haben, ein gewisses Thema in den Fokus zu rücken. Augenscheinlich ist das erst mal eine Trennung. Die ist aber eigentlich eine Selbstfindung. Jeder macht so eine Phase durch. In dem Video geht es um jemanden, der im falschen Körper geboren wurde und merkt, dass er nicht das ist, was er sein möchte. Es ist extrem, wie Leute darauf reagieren, auch heute noch. Das nervt uns einfach. Warum muss sich jemand dafür rechtfertigen, dass er homosexuell, im falschen Körper geboren ist oder whatever? Diese Menschen haben sowieso schon einen Kampf mit sich selber, den sollte man eigentlich erleichtern. Selbst wenn man „gesellschaftskonform“ ist, kann eine Selbstfindung hart sein. Wie schwer muss das dann für jemanden sein, der nicht diesen Normen entspricht? Den lieben zu können, den man liebt. Dieses Thema fanden wir wichtig. Generell zieht sich das aber durchs ganze Album. Im Vergleich zum ersten sind wir viel weniger gewissen Themen, die anecken können, aus dem Weg gegangen. Das wollten wir beim zweiten Album auf keinen Fall mehr machen. Wir wollten Dinge sagen, die wir so meinen. Manchmal straight, manchmal sehr verschachtelt, sodass der Idiot eigentlich gar nicht merkt, was wir ihm da sagen. Wir hoffen natürlich nicht, dass Schwulenhasser zu unseren Konzerten kommen, aber in Zeiten der AfD verschwimmt gesellschaftlich vieles. Es gibt keine klaren Trennlinien. Wenn dann einer, der vielleicht in Teilen so denkt, bei unserem Konzert ist, diesen Song mitgröhlt und nur fünf Minuten drüber nachdenkt, haben wir schon etwas richtig gemacht. Mehr können wir auch nicht tun, man kann den Leuten ja nicht einprügeln, wie sie zu denken haben.
Habt ihr den Song wegen seiner starken Aussage als erste Single des Albums gewählt?
Roman Ich würde noch nicht mal unbedingt sagen, dass es der kritischste auf dem ganzen Album ist. Es gibt noch andere, bei denen das mehr versteckt, aber dafür auch derber von der Lyrik her ist. Zu dem Song hatten wir relativ schnell eine Idee und es entstand ein Vibe bei der ganzen Gang. Wir sind ja nicht nur zu viert, im Moment arbeiten ungefähr 30 Leute mit uns zusammen. Das sind unsere Freunde, die alle mit am Start sind. Wir haben uns für den Song entschieden, weil er nicht sehr weich aber auch nicht sehr dolle ist, sondern irgendwo dazwischen.
Ole Es ist ein guter Übergang. Man hört die erste Platte noch raus. Nicht textlich aber vom Stil.
Till Eine gute Zusammenfassung der gesamten Platte. Deshalb hat er sich für uns am meisten als erste Single angeboten.
Roman Zumal wir vor Erscheinen nur einen Song vom Album veröffentlichen wollten. Wir finden das nicht so geil, wenn Songs so weit im Voraus veröffentlicht werden, Promo-Phase hin oder her. Irgendwann muss auch mal gut sein, dann muss das Album mal rauskommen. Man kann nicht auf Teufel komm raus die Vorverkäufe einsacken, damit man dann chartet und in der nächsten Woche ist man wieder raus.

KF The Esprits Pressefoto 2018 2 Art

Habt ihr eure grünen Hosenträger abgelegt?
Roman Ganz nicht, aber wir haben neue Bühnen-Outfits, die man auch auf den Fotos sehen kann. Wir sind sehr dankbar, dass Herr von Eden uns da unterstützt. Wir haben nicht mehr alle die grünen Hosenträger an, einer zeigt sie allerdings noch. Die Outfits sind individualisiert, denn das neue Album bedeutet auch einen neuen Zeitabschnitt für uns. Es wäre weder dem ersten noch dem zweiten Album gerecht, wenn wir genauso weitermachen würden. Das wäre einfach faul.
Ole Nichtsdestotrotz bleiben die Hosenträger Teil von allem, was wir uns aufgebaut haben mit der ganzen Gang drum herum. Die waren zweieinhalb, fast drei Jahre mit uns auf jeder Bühne. Vor der Bühne standen auch Leute, die zur Gang gehörten. Nur weil es jetzt nicht mehr so offensichtlich ist, ist es nicht abgeschafft oder ausradiert.
Roman Genau. Aber jetzt ist „Men’s Business“. Mal gucken, wohin uns das treibt. Und wenn wir in drei Jahren hier sitzen, sprechen wir vielleicht über das nächste Album und warum wir jetzt Einstecktücher haben.

Was ist die Steigerung fürs nächste Album?
Ole Vielleicht Mönchskutte oder so.
Till Bodypainting. (lacht)

Exklusiv in der Deluxe-Box wird es eine Studiodokumentation geben. Wie war für euch die Erfahrung, gefilmt zu werden?
Roman Für uns war es gar nicht so eine große Umstellung. Jeder hat vielleicht so ein bis zwei Tage gebraucht, um sich daran zu gewöhnen. Gerade, wenn man im Studio versucht, etwas einzuspielen und denkt, jetzt nicht auch noch die Kamera. Aber der Regisseur Ruben „Hophvf“ Wiele ist ganz eng in dieser Gang mit drin und unser Auge für alle Videos. Wir können uns voll darauf verlassen, dass er weiß, was abgeht. Bevor wir dieses Album überhaupt geschrieben haben, haben wir gesagt, wir versuchen, das mitzunehmen. Die Studiodokumentation fängt nicht erst im Studio an, es ist eine Album-Doku. Es war einfach, weil Hophvf mit in der Musiker-Wohnung geschlafen und gefilmt hat, wie wir aufgestanden sind, gefrühstückt und das Album geschrieben haben. Er war bei jedem zu Hause. Die Bilder sieht man nur, weil Hophvf eben Hophvf ist und kein Fremder.
Till Er hat auch das Gespür, zu merken wenn er sozusagen stört oder wenn er etwas Schönes filmen kann. Wie unsere Freude darüber, wenn wir etwas gut eingespielt haben. Er war nicht nur Kameramann, sondern einfach ein Dude, der mit uns gechillt hat.
Roman Tatsächlich hätte es wahrscheinlich auch nur so funktioniert. Man muss sich das vorstellen, man sitzt im unfassbar teuren Studio, nach einer Woche bist du endlich dran mit einspielen. Dann sind alle Augen auf dich gerichtet und du musst liefern. Es kann kein anderer machen als du. Es kann passieren, dass du dich acht Mal an der gleichen Stelle verspielst und du platzen könntest. Wenn dann auch noch einer die Kamera draufhält, den du nicht kennst, denkst du, verpiss dich.
André Wenn man das zu Hophvf sagt, ist es immer noch eine andere Situation. Er kann es besser einschätzen, ob er vielleicht lieber später noch mal wiederkommt.
Roman Der Zuschauer ist einfach dabei, wenn wir „Panter“ schreiben und das erste Mal „Pantera“ im Proberaum gespielt wird. Die Idee war, den Leuten zu zeigen, was so an Aufopferung hinter dem Album steckt. Es ist in der Deluxe-Box für die Leute, die uns am meisten supporten. Superviele waren schon weg, bevor die Leute auch nur einen Song gehört haben. Sie vertrauen darauf, dass es schon gut sein wird. Das ist krass und wir wollten etwas zurückgeben. Beim Konzert sieht man dann vielleicht einiges mit anderen Augen, wenn man die Entstehungsgeschichte kennt.
Ole Es würde dem Ganzen einfach nicht gerecht werden, wenn wir es bei YouTube raushauen würden.
Eure Releaseshow ist am 18. Mai in der Stadthalle. Ihr habt aber schon Erfahrungen auf großen Bühnen gesammelt, zum Beispiel letztes Jahr bei Pop Meets Classic ...
Roman Genau, es war nicht unser größtes Konzert bis dahin aber die erste Arena. Das war sehr besonders. In einer Halle vor so vielen Leuten zu spielen, ist natürlich Wahnsinn. Wir waren vorher dolle aufgeregt, unter anderem weil ja noch mehr Leute auf der Bühne waren als nur wir. Außerdem waren viele Verwandte von uns da. Und dann musst du abliefern.
André Die Sicht ist schon eine andere, weil die Publikumsplätze hinten hoch gehen. Dann hatte noch jeder ein leuchtendes Armbändchen, du kannst also ganz genau sehen, wie viele Leute da stehen.
Till Bei mir war an dem Tag die Aufregung so krass, weil ich dachte, wenn wir das jetzt versieben, dann haben wir es für alle anderen Bands, die danach kommen, verkackt. (lacht) Das ist mir eingefallen, kurz bevor es auf die Bühne ging. Dann war ich natürlich voll nervös. Bei seiner eigenen Show hat man knapp 60 Minuten Zeit, um Fehler wieder gut zu machen. Bei Pop Meets Classic spielt man insgesamt nur ein oder zwei Songs. Wenn man da mal daneben greift, das Orchester aber richtig spielt, fällt das schon sehr auf. Dann gucken dich 120 Leute an und denken: Du hast es für uns verschissen. Das ist in dem Moment echt übel. (lacht)
Roman Wenn man sein eigenes Konzert spielt, hat man seinen eigenen Ablauf und Rituale. Dann weiß ich, wie die Bühne aussieht und dass ich nach drei Sets eine neue Gitarre bekomme. Es gibt viel mehr Punkte, an denen man sich langhangeln kann und die einem Sicherheit geben.
Ole Du hast diese Möglichkeit gar nicht, auf Betriebstemperatur zu kommen. Wenn du auf die Bühne gehst und zwei Songs spielst. Eigentlich bist du beim Konzert ab dem Moment erst so richtig drin.
Roman Wir konnten auch nicht zusammen auf die Bühne gehen. Ich habe mich dahinter langgeschlichen und fast in die Hose gemacht. (lacht) Die anderen drei durften zusammen stehen und ich war alleine. Der Auftritt hat natürlich trotzdem mega viel Spaß gemacht. Es war mal was anderes und eine gute Erfahrung für uns als Band.

Der typische Proberaum: im Keller unter'm Wohnzimmer der Oma deines Kumpels

Was passiert nach eurem Releasekonzert?
Roman Alle, die ein Ticket haben und über 18 sind, sind herzlich eingeladen, bei der Aftershow mit uns weiterzufeiern. Drinks on us geht leider nicht, dann wären wir für immer broke. Aber wir haben einen DJ organisiert, der hinterher auflegt. Wir machen uns dann frisch und kommen dazu. Wir wollen mit allen einen schönen Abend haben und freuen uns schon tierisch drauf, weil natürlich viele Freunde vorbeikommen, die man nicht so oft sieht. Wir sind überwältigt, wie viele Leute sich schon jetzt Tickets im Vorverkauf gesichert haben. Mal gucken, was dann so geht und wie die Leute drauf sind, wenn wir mit ihnen fertig sind. (lacht) Man kann mal richtig quatschen und in Kontakt kommen, es sind dann nicht mehr nur Facebook-Bekanntschaften.
Till Man hat ein echtes Gesicht zu den Leuten, die uns helfen und uns so gut gestellt sind. Jedes Mal, wenn die etwas für uns oder über uns posten, ist das ein riesen Kompliment. Solche Zeitpunkte sind eine gute Gelegenheit, sich ganz dolle dafür zu bedanken. Die Aftershow-Party ist deswegen auch für das Publikum, die Leute, die das Ganze überhaupt erst möglich machen.
KF Selfie Wenn dann nur klein abdrucken Art
Wir sind in euerm neuen Proberaum ...
Roman Dieser Komplex ist neu, hier sind noch viele andere Bands drin. Das ist super, weil sich natürlich vieles gegenseitig befruchtet.
André Es ist super schwer, Proberäume zu finden. Man hat oft Probleme wegen der Lautstärke, Ruhezeiten und so weiter. Das ist hier lockerer.
Till Es traut sich nicht jeder, so etwas für Bands anzubieten. Es wäre sicherlich stressfreier, das hier zu einem Bürogebäude zu machen. Aber jemand riskiert, die vielleicht drei schwarzen Schafe aufzunehmen, die es unter den Bands sicherlich auch gibt, nur um die Bandkultur zu unterstützen. Die fällt leider nicht immer auf den fruchtbarsten Boden. Dafür sind hier alle dankbar. Wir sitzen in einem ultra-deluxen Proberaum mit Heizung, ohne feuchte Wände und mit Tageslicht. Das klingt jetzt abgefahren, aber es ist im Vergleich ein fünf Sterne Ding. Der typische Proberaum ist im Keller unter’m Wohnzimmer der Oma deines Kumpels (lacht).
Roman Wir werden nachher noch den ganzen Tag proben, alles auseinanderklamüsern und das ist Arbeit. Man nimmt ja auch nicht ein Unternehmen, aus dem was werden soll, und setzt es in das letzte Kellerloch. Die Braunschweiger sagen oft, dass von hier nichts kommt aber das liegt nur daran, dass niemand die Szene mit Örtlichkeiten unterstützt. Klar, wir können eine Location buchen, wenn wir ein Konzert spielen wollen – dann kommen Leute, weil wir uns das erarbeitet haben. Aber eine Band, die gerade erst anfängt, hat genau eine Möglichkeit, nämlich im KJZ Heidberg aufzutreten. Ins B58 kommt man schon fast nicht mehr rein, weil da bereits größere Bands touren.
Till Selbst da gibt es Ruhezeiten. Man hat jedes Mal Stress mit Anwohnern, die sich über die Lautstärke beschweren. Dabei wussten sie vorher, dass dort Konzerte stattfinden.
Roman Es gibt viele junge, coole Bands und viele Leute, die richtig Bock auf Mucke haben. Mouyé haben gerade eine wahnsinns Single rausgebracht. Die sind wie wir aus Braunschweig und hängen sich voll rein. Sie müssen in Hannover proben, weil es hier nichts gibt. Was wird passieren? In ein, zwei Jahren werden die sagen, sie sind aus Hannover. Braunschweig hat’s verkackt. Das ist doch schade. Es braucht Proberäume, in denen Bands gut arbeiten können. Unseren darf man nicht als Blaupause nehmen. Jeder, der hier reinkommt, sagt, das ist heftig. Vor einem Jahr haben wir in einer alten, verlassenen Scheune geprobt. Mit Steckdosen, die nicht geerdet waren. Man hat immer einen gewischt gekriegt, wenn man zu nah am Mikrofon war. Es gab keine Heizung und nur kaltes Wasser.
Roman Gebt mehr Bands die Möglichkeit, so zu proben. Dann werden sie Bock haben und besser werden. Das hier läuft über eine Hausverwaltung, VIOGA. Die haben das Band-Haus ins Leben gerufen.
Ole Zuerst wurde nur der eine Komplex angeboten, dann sind aber für die 16 Räume ungefähr 200 Leute zum Besichtigungstermin gekommen. Jetzt wird immer weiter ausgebaut.
André Es war ein leerer Raum, mit dem wir machen konnten, was wir wollten.
Ihr widmet euch der Band seit zwei Jahren hauptberuflich. Was hat sich für euch nach dem Schritt zur Professionalität geändert?
Till Das war ein fließender Übergang. Man steht ja nicht irgendwann auf, druckt sich Visitenkarten und sagt, so, jetzt bin ich Musiker. Viele denken, es gibt einen Zeitpunkt, an dem man es „geschafft hat“. Das hängt mir zu den Ohren raus. Wir haben bandintern das Prinzip von Meilensteinen. Zum Beispiel, dass man 100 Euro verdient oder der Proberaum bezahlt wird ...
Roman ... oder, dass man das erste Mal in einem Hotel übernachtet.
Till Wie sind wir ausgerastet, als wir das erste Mal vor einem Auftritt ein Hotel bezahlt bekommen haben.
André Das ist ja auch voll geil, keine Isomatte mehr und Frühstück inklusive (lacht).
Roman Wichtig für uns als Band war, dass wir uns zusammengesetzt haben, als der Punkt erreicht war, an dem wir nur Musik gemacht haben. Wir haben uns gefragt, ist es das jetzt? Wenn ja, müssen das alle durchziehen. Wenn du all deine Energie da reinpumpst, hast du erst mal keine Zeit, großartig was anderes zu machen. Es bringt dich auch nichts anderes voran.
Till Wir mussten uns fragen, ob wir zwei Jahre dafür leben, damit wir dann davon leben können. Bis zu dem Zeitpunkt hat man nur Scheiße gefressen. Dann ruft dich zum Beispiel ein Kumpel aus der Abi-Zeit an, der mal wieder in der Stadt ist und fragt, ob man rumkommt. Es ist schwer zu erklären, dass man Probe hat und die nicht ausfallen kann. Das sind schwierige Entscheidungen, die man dann treffen muss.
Roman Wenn wir auf Tour sind, dann treffen wir uns Mittwoch und Donnerstag bis Samstag sind Konzerte. Sonntag können wir nach Hause. Montag ist dein Samstag, Dienstag ist dein Sonntag, Mittwoch ist wieder Treffen. Montagmorgen um elf – du kommst ja erst nachts nach Hause – brauchst du nicht irgendwen anzurufen. Die sagen dann: Ich bin bei der Arbeit. Hast du schon wieder frei?
André Man weiß ja gar nicht, wann dieser Zeitpunkt gekommen ist, an dem man Profit macht beziehungsweise davon leben kann.
Till Das klingt blöd und kapitalistisch, aber es muss ja Profit geben. Nur von Luft und Liebe kann man nicht leben. Dann zieht man das durch und erst mal steht vielleicht kein Brot auf dem Tisch aber irgendwann schon. Und da steht dann Esprits drauf (lacht).
Roman Viele Freunde haben dual studiert und verdienen ihre knapp dreitausend Euro im Monat. Da brauchen wir uns gerade nicht drüber unterhalten. Aber dafür komme ich hierher und mache mit meinen besten Kumpels den ganzen Tag Musik. Auch wenn es anstrengend ist, gibt es viele Dinge, die viel beschissener sind. Es gibt doch nichts schöneres, als an einem Arbeitstag herzukommen, sich einen Tee zu machen und die Gitarre umzuhängen. In der Pause können wir Scheiße labern und Basketball spielen, weil wir es uns selber einteilen. Wenn das heißt, dass ich jetzt tausend Euro weniger habe, ist das halt so. Dafür habe ich viel mehr geilen Scheiß, als von neun bis 19 Uhr in einem Büro zu sitzen und Dinge zu machen, auf die ich eigentlich gar keine Lust habe, um mir meine Freizeit zu finanzieren. Man darf aber nicht vergessen: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Es gab auch Momente, an denen wir nicht wussten, wie wir das machen. Wir mussten uns gegenseitig Geld aus irgendwelchen Spar-Verträgen leihen. Es wäre falsch, das nicht zu erzählen. Dass wir im Februar auf dem Boden einer unmöblierten Wohnung geschlafen haben, weil der Typ, der uns die Musikerwohnung versprochen hat, dafür, dass wir vor fünf Leuten spielen, es „vergessen“ hatte. Dann pennst du halt zu acht auf dem Boden.
Till Und am nächsten Tag stehst du mit Fieber auf der Bühne und spielst, so als wäre nichts.
Roman Es geht um nichts anderes als darum, dass die Leute Spaß haben. Alles andere hat die auch nicht zu interessieren, wir wollen sie damit nicht belasten?
Den Support beim Konzert machen Still Trees ...
Roman Eine hervorragende Band aus Leipzig. Das sind fünf wunderbare Jungs Anfang, Mitte zwanzig, die schon lange Musik machen und unter anderem bereits Vorband von Kraftklub waren. Wir haben sie gesehen und gedacht, das könnte passen. Wir glauben, dass sie das Publikum sehr unterhalten
werden.

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Album-Tipp
„Men’s Business“

Vom Rebell zum Gentleman: Dass seit dem letzten Album vier Jahre vergangen sind, ist hörbar. Die zwölf Songs sind im Vergleich zum Vorgänger „Stay a Rebel“ weniger Party-Rock, dafür kräftiger mit viel Tiefe. Ansonsten sind sich die Jungs treu geblieben, leben für den Rock ’n’ Roll und hauen ordentlich auf die Kacke. Die Ohrwürmer „Waste“ und „Panthera“ haben es sicher auch live in sich.

Weitere Termine
28. Juli | Victoria OpenAir (SZ)
3. August | Fährmannsfest (H)
18. August | Altstadtfest (WF)
4. Oktober | Exil (GÖ)
13. Oktober | MusikZentrum (H)

Interview Katharina Holzberger
Fotos Vincent Krunes / Kristof Drzymalla, Katharina Holzberger

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