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Lea

24. Mai / NDR2 Plaza Festival (H)
21. Juni /
Love Music Festival (MD)
22. Juni /
Open R Festival (UE)
Lea ist inzwischen fester Bestandteil der deutschen Pop-Landschaft. Im Sommer ist die junge Sängerin auf mehreren regionalen Festivals zu sehen, unter anderem beim Open R Festival in Uelzen.
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Mit 16 Jahren hat sie ein YouTube-Video von ihrem Song „Wo ist die Liebe hin?“ veröffentlicht, inzwischen reist die Wahl-Berlinerin Lea durch ganz Deutschland und spielt ausverkaufte Konzerte. Ihre Lieder handeln von Liebe, Schmerz und Freundschaft und oft singt sie aus ihrer Gedankenwelt; einen inneren Monolog von dem, was in ihr vorgeht. Am 22. Juni spielt sie auf dem Open R Festival in Uelzen. Wir haben mit der 26-Jährigen über die Festival-Saison, ihre Studi-Zeit und ihr allererstes YouTube-Video gesprochen.
Deine Lieder sind meist sehr persönlich, handeln oft von Liebe und Freundschaft. Ist es nicht schwer, emotional so blank zu ziehen? Wie gehst du damit um, so viel von dir selbst preiszugeben?
Für mich ist das ein ganz normaler Prozess, durch den ich wichtige Situationen meines Lebens verarbeite. Es sind die kleinen Geschichten, die ich erlebt und aufgesogen habe, an denen ich festhalte und die ich nicht einfach verdrängen oder vergessen möchte. In der Musik finde ich den gewissen Ausdruck und die richtige Emotionalität, um das Erlebte zu verarbeiten. Das möchte ich nicht verstecken. Und wenn ich dann sehe und spüre, dass ich damit andere Menschen bewegen kann, macht mich das überglücklich. Das schafft nur Musik.

Du bist von Hannover nach Berlin gezogen. In welcher Stadt lebst du denn lieber?
Ich fühle mich in Berlin schon richtig wohl. Eigentlich habe ich Berlin schon lieben gelernt, bevor ich hergezogen bin, weil ich schon vorher mehrmals im Monat hier war. Genauso liebe ich aber auch Hannover. Man kann und sollte solche Städte nicht miteinander vergleichen, weil jede Stadt auf ihre eigene Art und Weise toll ist. Meine Heimat wird immer Kassel bleiben, da ich dort aufgewachsen bin und ich damit viele Erinnerungen aus meiner Kindheit und Jugend verbinde.
Du hast Musik und Sonderpädagogik studiert. Wie finden es deine Eltern, dass du hauptberuflich Musikerin bist, statt grundsolides Lehramt zu machen, das du ja eigentlich studiert hast?
Es ist ein wunderbares Gefühl heute, nach meinem abgeschlossenen Studium, viel Arbeit und Energie sowie großer Willenskraft von der Musik leben zu können. In erster Linie haben mich meine Eltern dazu gebracht. Sie haben selbst viel daheim musiziert und mich darin unterstützt und motiviert. Ich habe immer Musik machen wollen und früh angefangen, am Klavier zu improvisieren und eigene Texte zu schreiben. Was mich auch ausmacht und bewegt, meine Eltern stehen hinter mir. Sie sind glücklich, wenn ich es auch bin – und das bin ich als Musikerin zu 100 Prozent.

Deine Konzerte der „Zwischen meinen Zeilen“-Tour sind größtenteils ausverkauft, im Sommer bist du auf vielen Festivals und Open Airs zu sehen. Was magst du denn lieber?
Beides ist total toll und gibt mir ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Ich kann mir das Eine ohne das Andere gar nicht mehr vorstellen. Gerade die Abwechslung ist es, die diesen Job so vielseitig und aufregend macht. Wenn ich mich aber knallhart für eins entscheiden müsste, wäre die Antwort: Meine eigene Tour. Für mich ist jedes einzelne eigene Konzert etwas ganz Besonderes. Vor allem liebe ich die persönliche Atmosphäre und die Verbindung zwischen denen, die meine Musik schätzen und mir.
Bist du denn selbst Festival-Gängerin?
Auf jeden Fall! Leider komme ich kaum dazu, privat auf Festivals zu gehen, da ich selbst im Sommer auf super vielen Festivals spiele. Das Schöne ist aber: Wenn man selber spielt, ist man ganz automatisch auf vielen Festivals und Summer-Open-Airs unterwegs. Dann hat man auch das große Glück, die vielen coolen anderen Acts ­kennenzulernen, die noch am gleichen Abend spielen. Man verbringt gefühlt mehr oder weniger den ganzen Sommer auf Festivals. Dieses Jahr darf ich auf mehr als 30 Festivals spielen, worauf ich mich schon riesig freue!

Wenn du nur drei Sachen zu einem Festival deiner Wahl mitbringen dürftest: Welche wären das?
Ich würde auf jeden Fall drei gute Freunde mitbringen.

Du konntest jetzt einige Jahre das Studentenleben genießen, bevor du erfolgreich wurdest. Welcher Lifestyle gefällt dir mehr: Bib oder Bühne?
Ich präferiere eindeutig die Bühne, bin aber auch sehr froh über meine Studi-Zeit. Mein Studienort Hannover war sehr prägend für mich, denn ich habe dort tolle Freundschaften geschlossen und interessante Menschen kennenlernen dürfen. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich beides erlebt habe und weiterhin erleben darf.
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Wie finden deine Studi-Freunde, dass du jetzt berühmt bist? Hat sich da etwas geändert?
Es hat sich eigentlich gar nicht so viel geändert, weil ich glaube, dass ich mich als Mensch kaum verändert habe. Natürlich entwickelt sich jeder Mensch mit der Zeit weiter – so auch ich. Aber im Grunde bin ich immer noch die selbe Lea wie zuvor, weil ich mich auch gar nicht so sehr von der Bühnenperson Lea unterscheide. Oder anders herum gesagt: Die Bühne hat mich nicht allzu sehr verändert. Das Einzige, was ich spüre, ist, dass ich weniger Zeit habe und weniger zu Hause bin. Ich versuche aber immer, Zeit für Freunde freizuschaufeln und Freundschaften nicht zu vernachlässigen.

Zwischen Tour und der Festival-Saison liegen bei dir eineinhalb Monate. Wie nutzt du diese Ruhephase?
In dieser Zeit werde ich versuchen, Inspiration für neue Songs zu sammeln, die ich dann auf Reisen aufschreiben möchte. Auf jeden Fall werde ich mir aber auch ein bisschen Erholung gönnen und mich nebenher auf die anstehenden Festivals vorbereiten.
Hast du Tipps für neue, unbekanntere Singer/Songwriter, wie sie auch irgendwann einmal den Sprung auf die große Bühne schaffen können?
Das ultimative Rezept gibt es dafür wohl nicht. Das Grundgerüst ist jedenfalls, eine Menge Leidenschaft und Freude an der Musik zu haben. Ich habe damals keinen Plan geschmiedet, wie ich Karriere machen kann, sondern habe einfach angefangen, mich an mein Klavier gesetzt, ein paar eigene Texte geschrieben und dazu gesungen. Zum Zeitpunkt der allerersten Veröffentlichung auf YouTube hatte ich überhaupt keine Ahnung vom Musikbusiness. Ich bin damals relativ naiv an die ganze Sache herangegangen und wollte einfach mal schauen, was Leute, die mich nicht persönlich kennen, zu meiner Musik sagen. Im Nachhinein betrachtet, war das vermutlich eine sehr gesunde Einstellung, weil ich mir dadurch nie Druck gemacht habe.
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LEA Presse art

„Das schafft nur Musik“

Du bist vor zehn Jahren mit deinem YouTube-Video zu „Wo ist die Liebe hin?“ bekannt geworden. Was denkst du heute mit dem großen zeitlichen Abstand und etwas mehr persönlicher Reife, überdieses Video?
Ehrlich gesagt bin ich richtig froh, dass dieses Video immer noch online ist und ich es noch habe. Es ist total amüsant, auf diese Zeit zurückzublicken. Klar habe ich mich äußerlich und stimmlich weiterentwickelt, aber genau zu sehen und zu hören, was in zehn Jahren alles passieren kann, ist für mich ein wundervolles Zeitdokument.

Interview Giana Holstein
Fotos Jens Koch, Cathleen Wolf

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