Rikas

9. November / Eulenglück (BS)

Lebensfreude hat einen Namen: Rikas aus Stuttgart kommen im November ins Eulenglück und präsentieren mit ihrer Debüt-EP „Swabian Samba“ einen Mix aus 60s-Surf- und Jangle-Pop.

Rikas 1 Lisa Nguyen art


Rikas sind derzeit ein echter Geheimtipp in unseren Breiten. Die vier Stuttgarter kombinieren verträumte, kalifornische Strand- mit rhythmischer, englischer Beatmusik und mehrstimmigem Gesang. Mit seinem Sound ist das Quartett schon quer durch Europa gereist und hat Erfahrungen als Straßenmusiker gesammelt. Um ihre EP „Swabian Samba“ vorzustellen, machen Rikas im November auf ihrer ersten Club-Tour auch einen Abstecher ins Braunschweiger Eulenglück. Beschwingt-locker singen sie dann von Tortellinis, vom Tanzen und von der Liebe. Ein Gespräch mit Bassist Sam Baisch und Gitarrist Sascha Scherer.
Dieses Jahr habt ihr euer Debüt „Swabian Samba“ veröffentlicht. Wie würdet ihr es in drei Worten beschreiben?
Exzentrisch, beschwingt, lässig!

Auf eurem Tourplakat und dem Plattencover kommt das Thema „Boxen“ vor. Was hat das Design für einen Hintergrund?
Die Inspiration zur gesamten Box-Thematik ruht in einem Bild, das Sam uns präsentiert hatte. Zu sehen war ein Top-Shot eines Boxkampfes: Muhammad Ali gegen George Foreman. Das Bild war so interessant und hat uns ästhetisch angesprochen, dass Chris davon inspiriert ein Cover gestaltete, das uns in einem Boxring zeigt. Das Publikum drum herum hat seine Augen auf uns gerichtet, wir liegen jedoch im mit Wasser gefüllten Ring, anstatt dem Publikum einen Kampf darzubieten (lachen). Dieses aus-dem-Kontext-Reißen fanden wir spannend und das lässt sich auch auf unsere Rolle als Band übertragen: Wir lassen uns von dem Drumherum wenig beeindrucken und machen, was wir für richtig halten.
Wenn ihr für eure Tour einen Box-Entrance-Song à la „Eye of the Tiger“ hättet, welcher wäre das?
Stormzy – „Shut Up“.

Worauf freut ihr euch bei der Tour am meisten?
Mal der Chef im Ring zu sein (lachen). Heißt, den Abend selber gestalten zu können. Und natürlich jeden Abend vor neuen, hoffentlich strahlenden Gesichtern zu stehen und sich gehen zu lassen.

Ein paar der Konzerte sind schon ausverkauft. Wie fühlt sich das an?
Überwältigend. Etwas ganz Neues. Es handelt sich ja um unsere allererste Tour. Bisher waren wir als Vorband oder auf Festivals unterwegs. Das ist Fluch und Segen zugleich. Zu sehen, dass wir den Leuten im Kopf geblieben sind und sie gerne auch unser Konzert besuchen wollen, ehrt uns. Das wollen wir dementsprechend auf der Bühne zurückgeben.
KF Rikas 3 Lisa Nguyen art
Ihr seid als Straßenmusiker durch Europa gereist. Welche Erfahrungen habt ihr dabei gesammelt, die ihr sonst nicht gemacht hättet?
Wie die ganz Großen der Gangsterrap-Szene zu sagen pflegen: Die Straße war im Nachhinein die intensivste Schule. Die Unabhängigkeit auf Reisen gab uns Freiheit, aber wir mussten auch schauen, dass wir über die Runden kommen. Gar nicht so einfach, wenn man das nur mit seiner Kunst erreichen möchte. Die Straßenbummler gehen ja nicht wegen dir an diesen einen Ort in der Öffentlichkeit, sondern sie haben etwas anderes vor. Ihre Aufmerksamkeit zu bekommen oder dass sie dir gar etwas in den Gitarrenkoffer werfen, ist gar nicht so einfach. Unsere Show haben wir daraufhin aufpoliert. Letztendlich war die größte Erfahrung dieser Reisen: Zu merken, wie gut wir miteinander können und dass es kaum ein schöneres Gefühl gibt als miteinander auf Tour zu sein. Hat sich auch nicht geändert.
Früher hießt ihr Too Young to Shave, dann habt ihr den Bandnamen gewechselt und euch nach einer Hündin Rika(s) benannt. Standen auch alternative Bandnamen zur Wahl?
Nach einem ausgelassenen Konzert, damals als wir noch keinen neuen Namen hatten, wurde uns von einer pfiffigen Dame „Billy on the Rocks“ vorgeschlagen. Mehr wissen wir gar nicht. Als Rikas in den Raum geworfen wurde, hat es sich schnell richtig angefühlt, der Rest war vergessen.

Man nennt euch die „Schwäbischen Beach Boys“, lässige gute-Laune-Musik ist euer Markenzeichen. Was macht ihr, um in der kalten Jahreszeit dem Winterblues zu entkommen?
Wir sind eine von Sehnsüchten getriebene Band. Wenn es draußen nass und kalt ist, stellt man sich den Sommer in einer ganz besonderen Form vor. Dieses Gefühl dann in Songs zu konservieren, lässt das einhergehende Trübsal des Winters verschwinden. Songs schreiben ist also die beste Fluchtmöglichkeit.
Ihr verbindet eure fröhlichen Melodien auch manchmal mit melancholischen Texten, zum Beispiel in „Tortellini Tuesday“. Wie passt das für euch zusammen?
Das knüpft sehr gut an die vorangegangene Frage an. Wir sind generell nicht die Typen, die in ihrer Melancholie versinken. Natürlich gibt es nachdenkliche, ernste oder traurige Seiten im Leben. Wir versuchen auch, darin das Positive zu sehen und Energie daraus zu ziehen. Deshalb verpacken wir das ganze Dunkle in ein buntes Gewand.

Wovon seid ihr stärker beeinflusst, England oder Kalifornien, wo würdet ihr eher Urlaub machen?
Da wollen wir uns nicht festlegen, deshalb Brasilien. Oder noch besser: Eine Weltreise. Die Offenheit der Welt nährt unsere Musik.
Ihr wart schon Support für Bilderbuch, AnnenMayKantereit und die Sportfreunde Stiller. Euer Tour-Support ist Luke Noa. Was würdet ihr ihm aus eigener Erfahrung als Vorband raten?
Er soll die schönen Dinge des Supportlebens genießen, zum Beispiel ohne Erwartungen vor schönen Menschen seine Songs präsentieren zu können. Wir freuen uns mächtig auf ihn!

Welche Konzerte besucht ihr als Zuschauer?
In Stuttgart gibt es sehr gute Jazzclubs wie die Kiste oder das Bix. Dort kann man uns ab und zu finden. Ansonsten versuchen wir, etwas Abwechslung zu den Pop- und Indiekonzerten zu finden, gehen also lieber mal ins Theater. Eine Bilderbuch-Show lassen wir uns aber trotzdem nicht entgehen.
Wie kamt ihr zu „Bachelor in Paradise“?
Es gibt wohl einen Rikas-Fan in der RTL- und Vox-Redaktion. Unsere Songs laufen regelmäßig bei Bachelor, Promidinner oder Shoppingqueen, also der Crème de la Crème der gehobenen Unterhaltungsindustrie (lachen).

Was ist typisch schwäbisch?
Typisch schwäbisch sind die kulinarischen Gaumenschmäuse Maultaschen, Spätzle und Co. Die Schwaben sind jedoch nicht ganz so pünktlich und sparsam wie man immer behauptet.

Ihr habt das letzte Wort:
Let’s Dance Raw!

Interview Katharina Holzberger
Fotos Lisa-Nguyen

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