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Rock am Kennel

18. Juli /
The Keltics

19. Juli /
Simon & Jan

Trotz Corona wird dieser Sommer in Braunschweig nicht lang-
weilig – Outdoor-Festivals und -Events warten schon auf euch.
KF TRANSMITTER Pressefoto 2017 art
Die Eventbranche leidet noch immer stark unter den Corona-Bestimmungen – Partys und Konzerte scheinen fast wie aus dem Leben radiert. Zum Glück gibt es in Braunschweig viele kreative Köpfe, die sich da etwas einfallen lassen haben: Die Peoples vom Live For Free-Festival verwandeln die grüne Wiese am Sandstrand des Kennelbads in eine aufregende Festival-Location. Aber auch der Braunschweiger Lokpark war nicht faul und lässt zusammen mit der Crew des Gedankenfabrik Bortfeld e.V. und dem Staatstheater seit Ende Juni die Lokomotiven zur Bühne werden. Während aktuell noch eure Rostlauben für sämtliche Veranstaltungen als sicherer, persönlicher VIP-Bereich dienen, wird es im Juli vermutlich möglich sein, zu Sitz-Open-Airs überzugehen. Es bleibt jedenfalls spannend in Braunschweig – wir haben uns für euch mal ein bisschen umgeschaut und die heißesten Events abgecheckt.
Festival-Feeling im Kennelbad
Eigentlich war es erst für 2021 geplant, mit dem zweitätigen Festival Rock am Kennel an den Start zu gehen – normalerweise braucht so ein Event ja auch eine ausgedehnte Planungszeit. Da aber seit Mitte März so gut wie alle Veranstaltungen abgesagt sind, haben Tom Steinbock und Denise Müller von Rebel Event mit Unterstützung der Stadt Braunschweig einen Zahn zugelegt, um schon dieses Jahr Rock am Kennel ermöglichen zu können und der Braunschweiger Konzert-Landschaft während der coronabedingten Festival-Flaute wieder ein wenig Leben einzuhauchen. Den Anfang des zweitägigen Konzert-Events macht am Samstag, den 18. Juli um 19 Uhr die Irish-Folk-Rock-Band The Keltics, die sogar schon die Wacken-Bühne gerockt haben. Am Sonntag, den 19. Juli sorgen um 20 Uhr die preisgekrönten Liedermacher Simon & Jan mit ihren humorvoll-ironischen Lyrics für einen feinen musikalisch-kabarettistischen Ausklang des Festivals. Wir haben mit Tom von Rebel Event über die Vorbereitungen und Schwierigkeiten bei der Planung geplaudert.
Tom, was waren die größten Herausforderungen bei den Vorbereitungen von Rock am Kennel?
Der ganze Prozess war schwierig. Gerade in der letzten Zeit ist das Festival durch die große Dynamik der Corona-Lockerungen so gut wie gar nicht mehr richtig planbar. Die ständigen Veränderungen der Richtlinien haben uns immer wieder an unsere Grenzen gebracht. Wir könnten unendlich viele Geschichten über Schwierigkeiten erzählen, die solche Planungen in solchen Zeiten mitbringen – damit könnten wir ein ganzes Heft füllen. (lacht) Zum jetzigen Zeitpunkt ist die größte Herausforderung, das Event so zu planen, dass es sowohl den Anforderungen an bestehenden Auflagen sowie eventuell möglichen Lockerungen oder gar wiederkehrenden Verschärfungen gerecht wird und die Tickets dabei ihre Gültigkeit behalten. Als wir mit der Planung begonnen haben, waren ausschließlich Autokonzerte mit lediglich zwei Personen pro Auto denkbar. Inzwischen sind Open Air-Veranstaltungen in Niedersachsen sitzend mit bis zu 250 Personen erlaubt. Das muss alles berücksichtigt werden – wer will sich denn noch ins Auto setzen, wenn man das gar nicht mehr muss? Wir sind aber der festen Überzeugung, ein Konzept entwickelt zu haben, das es uns über die Kartenverkäufe ermöglicht, sowohl allen Eventualitäten bei den Auflagen als auch dem Wunsch der Besucher nach größtmöglicher Freiheit und Flexibilität gerecht werden zu können. Wenn alles gut geht, können wir bis zu 500 Personen sitzend beim Rock am Kennel mit tollen Künstlern erfreuen.

KF Keltics Pressefoto1 art
Wie lange arbeitet ihr bereits an dem Projekt? Kam die Idee erst kurzfristig durch Corona?
Dadurch, dass wir uns dann recht kurzfristig nach dem Lockdown dazu entschieden haben, Rock am Kennel initial als Auto- oder Sitzkonzert schon dieses Jahr umzusetzen, mussten wir ganz schön Gas geben. Wir arbeiten seit Anfang April an der Idee sowie der Umsetzung und passen unser Konzept immer wieder an die aktuellen Vorgaben an.

Warst du überrascht, dass die Stadt so unterstützend auf eure Idee reagiert hat?
Wir haben uns sehr gefreut, dass die Stadt so positiv auf unser Konzept reagiert hat und wir schnell und unbürokratisch unterstützt wurden. Wir haben aber auch im vergangenen Jahr auf der Kulturnacht sehr gut mit der Stadt zusammengearbeitet und die Live For Free-Bühne im Museumspark bespielt. Das Kulturdezernat hat sich gefreut, dass wir auch in diesen Zeiten etwas in unsere Hände nehmen und in Braunschweig anbieten wollen.
Inwieweit ist das Konzerterlebnis im Auto vergleichbar mit normalen Konzerten? Kommt da überhaupt Stimmung auf?
Ich glaube, das ist ganz schwer vergleichbar. Man versucht einfach, das Beste aus der Situation zu machen und überhaupt Konzerte erleben zu können. Nicht jede Band oder Künstler ist für ein Autokonzert geeignet oder motiviert, überhaupt vor Autos zu spielen. Wir glauben, dass wir für unser Format eine ansprechende und geeignete Auswahl an Künstlern getroffen haben. Durch unsere Recherchen haben wir ein flexibles Konzept entwickelt, welches es uns mit ein bisschen Glück höchstwahrscheinlich im Juli ermöglicht, ein „Sitz-Open-Air“ daraus zu machen.

Seid ihr zuversichtlich, dass eure Idee vom Publikum gut angenommen wird? Gab es schon Feedback?
Wir wünschen uns natürlich, dass möglichst viele Tickets verkauft werden und haben die Ticketpreise günstig gehalten. Von daher sind wir zuversichtlich, viele Menschen anzusprechen. Wir hoffen, dass die Leute das Format und seine Künstler gut annehmen und unterstützen werden.
Viele Autokonzerte und Autokinos werden auf Parkplätzen und Schützenplätzen in der Stadt durchgeführt. Unser großzügig im Grünen gelegener Open Air-Platz an der Oker ist sowohl als Autokonzertplatz als auch für ein Sitz-Open-Air geeignet. Durch die idyllische Kulisse kann hier sicherlich auch unter Corona-Bedingungen Festivalkonzertstimmung aufkommen und dennoch gewährleistet werden, dass unter den Besuchern genügend Abstand gehalten werden kann.
KF Anika Loffhagen c Ralf Buchler art
Zwischen Dampfloks und Lockdown
Vor gut drei Monaten drohte der Kultursommer noch aufgrund der Corona-Pandemie auszufallen. Doch nach einem erfolgreichen Lockdown folgt nun die Entschädigung für das „Physical Distancing“, denn Kulturveranstaltungen werden wieder aus dem Online-Kosmos in das reale Leben verlagert. Auch der Braunschweiger Lokpark kann seiner Funktion als beliebte Konzertlocation wieder gerecht werden. Der Gedankenfabrik Bortfeld e.V. läutet nämlich in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Braunschweig und dem Lokpark die neunteilige Autokultursommer-Reihe ein. Zwischen beeindruckenden Dampfloks und historischen Werkzeugmaschinen finden 70 PKWs auf dem rund 27 500 Quadratmeter großen Gelände ihren Platz, um via UKW einem intimen, abwechslungsweichen Programm von Comedy über Hard Rock bis Klassik zu lauschen. Während bereits im Juni die Lokalmatadoren von Shotgun Justice und Bucketlist die vielseitige Konzertreihe eröffneten, folgen nun im Juli die sozialkritischen Deutschrocker von Ton Steine Scherben, das Staatsorchester Braunschweig sowie die Liedermacher Jakob Heymann und Falk.

Auch Powerstimme Anika Loffhagen findet am 9. Juli ihren Weg auf die Glasdachbühne des Lokparks und wird dabei von dem jungen aufstrebenden Singer-Songwriter Paul Brunner unterstützt. Als Frontfrau der Alternative-Rock-Band Mother Black Cat und ein Drittel der Musik-Kabarett-Gruppe Pimp My Mood ist Anika eine echte Rampensau. Überregionale Bekanntheit erlangte die Bortfelderin durch ihre Teilnahme bei „The Voice of Germany“ im letzten Jahr, als sie sich mit dem oscarprämierten Lady Gaga und Bradley Cooper-Duett „Shallow“ in die Herzen der Zuschauer und in das Team von Mark Forster sang.
Die Sängerin hatte quasi noch den Hall des Livepublikums im Ohr als die Corona-Krise im März über Deutschland einstürzte und bald klar wurde, dass alle Konzerte für das nächste halbe Jahr abgesagt oder verschoben werden müssen. „Es war ganz schön viel, was da über einen zusammenbrach“, erinnert sich die 39-jährige Sängerin im SUBWAY-Interview, „man stand einfach so da und wusste nicht, was passieren wird und musste selbst irgendwelche Ideen entwickeln. Ich bin eigentlich immer ein zuversichtlicher und optimistischer Mensch und da ich nichts an der Situation ändern konnte, versuchte ich, etwas Gutes daraus zu machen.“ Deshalb nutzte Anika die Zeit, um Songs zu schreiben und mit ihrer Band Mother Black Cat in die Vorproduktion für das nächste Album zu gehen. Tatsächlich wurde die professionelle Musikerin während des Lockdowns auch immer wieder gefragt, ob sie nicht mal allein mit einem Soloprogramm auf die Bühne wollen würde. „Bis dahin war mir gar nicht so bewusst, dass es wirklich Leute gibt, die mich gern allein auf der Bühne sehen wollen“, offenbart Anika grinsend, „jetzt hatte ich die Gelegenheit und die Zeit, für mich zu üben und ein Programm zusammenzustellen, das mir gefällt und wo ich hoffe, dass es den Leuten auch gefällt.“

Vor einem Autopublikum hat die 39-Jährige bislang jedoch noch nie performt. „Ich stelle mir die Atmosphäre seltsamerweise immer aus der Sicht des Publikums vor. Wie ist das wohl, in seinem eigenen Auto zu sitzen, sich sein eigenes Picknick mitzunehmen und dann mit seinen Freunden oder seinem Partner übers Autoradio die- oder denjenigen zu hören, der da gerade vorne auf der Bühne steht? Ich glaube, dass das eine ganz tolle Atmosphäre sein kann. Es schweißt einmal die Leute zusammen, die gemeinsam im Auto sitzen, aber auch irgendwie alle, die auf dem Platz stehen. Alle wissen, warum das nun so stattfinden muss und alle befinden sich in der gleichen Situation“, sinniert die sympathische Künstlerin und freut sich auf ihren ersten Open-Air-Auftritt seit Einbruch der Pandemie, „man hat endlich wieder einen Moment, wo man nicht die ganze Zeit an Mundschutz, an Abstand und alles Mögliche denkt, sondern wo man einfach wieder Open-Air auf einer Bühne steht, in irgendeiner Form Leute vor sich hat und hoffentlich irgendeine Art von Rückmeldung von dem Publikum kriegen kann. Das ist wofür man als Musiker lebt.“ Der Live-Sommer 2020 wird auf jeden Fall außergewöhnlich, fantasievoll und einzigartig – ein Grund mehr dabei zu sein.
Termine Autokultursommer

3. Juli – Ton Steine Scherben
4. Juli und 5. Juli – Staatsorchester
9. Juli – Anika Loffhagen und Paul Brunner
10. Juli – Jakob Heymann und Falk

lokpark.de
KF Simon und Jan Alles wird gut Pressefoto art

Interview Denise Rosenthal, Louisa Ferch
Fotos Ralf Büchler, Lokpark, Rock am Kennel/ SubSounds

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