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JPen

16. Mai | Café Lissabon (BS)
1. Juni | Album-Release-Party (Secret)

Der Braunschweiger Spinnerstraßen-Rapper JPen
veröffentlicht am 1. Juni sein Debüt-Album.
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Als persönlich, selbstreflektiert, selbst- und gesellschaftskritisch beschreibt der Braunschweiger Felix seine Musik – oder auch leicht ironisch als „depressive Gute-Laune-Musik“, wie er sagt. Als JPen dichtet, reimt und produziert der 36-Jährige Braunschweiger Rapper, verarbeitet seine Alltagserlebnisse und erzählt von seinen Ideen,Träumen und Vorstellungen vom Leben. Sein Künstlername als MC – kurz für „Japan“ und „Pen“ – bezieht sich auf die japanische Herkunft und das Schreiben, bei dem er sich künstlerisch in alle denkbaren Richtungen bewegt und alle möglichen Themen abdeckt, die ihm so durch den Kopf schwirren. So ist auch der Titel seines Debütalbums entstanden und zu erklären: „Mein Einfallsreich“ erscheint am 1. Juni auf seinem frisch gegründeten Label „Kommune Zwo“. Entstanden sind die Songs mit oldschoolig-smoothem Boombap-Sound meist allein – „nur ich und der Beat“, wie er uns erklärt. Jedoch findet der gebürtige Heidelberger jede Menge Antrieb als Teil eines Künstlerkollektivs in der Spinnerstraße im Eichtal-Viertel. Dort, in einem uralten, maroden Gewerbegebiet zwischen Gartenkamp, Bahnhofslädchen und Ringgleis, haben sich zahlreiche Bands und DIY-Studios angesiedelt, in denen gemeinsam musiziert und gefeiert und der Kreativität freier Lauf gelassen wird. Einer der wenigen Orte in Braunschwieg, wo Künstler noch ungestört und frei schaffen können.
Du bist Alleinherrscher in deinem „EinfallsReich“. Bist du musikalischer Kontrollfreak oder auch dankbar für Input von außen?
Sowohl als auch. Wenn ich schreibe, bin ich am liebsten allein. Nur ich und der Beat. Aber die gemeinsame Zeit und das gemeinsame Arbeiten und Jammen mit Musikern, auch aus anderen Genres, gibt mir viel musikalische Inspiration.

Bist du denn mehr Studio- oder Bühnentyp? Wie gehst du mit Lampenfieber um?
Sowohl als auch. Ich mag beides. Besonders mit einer Live-Band auf der Bühne zu stehen ist unvergleichlich. Lampenfieber? Was ist das? (lacht) Nein Spaß, … Früher, bei meinen ersten Auftritten, hatte ich schon etwas Lampenfieber. Mittlerweile, bin ich natürlich immer noch vor jedem Gig etwas angespannt, aber sobald der Beat losgeht, bin ich am Start. (grinst)
Wie schreibst du deine Texte und wie produktiv bist du? Eher Fließband oder guter Wein?
Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt Texte, die schreibe ich in eins durch – da fließt es geradezu aus mir heraus und ich habe innerhalb kürzester Zeit zwei Strophen und eine Hook auf dem Papier. Aber dann gibt es natürlich auch Texte, die müssen reifen und ich muss mich immer wieder dransetzen, ändern, verwerfen, ergänzen und so weiter. Es gibt auch Phasen, in denen ich wenig produktiv bin und wochenlang keine neuen Songs mache. Es gibt aber auch Zeiten, in denen ich jeden Tag ins Studio gehe und einen Song nach dem anderen mache. Zurzeit befinde ich mich in der zweiten. (lacht)
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Ist denn nach dem Album-Release schon was Neues geplant?
Ich arbeite natürlich bereits an den nächsten Projekten. Ob das gleich wieder ein Album wird oder vielleicht erstmal nur eine EP, das weiß ich noch gar nicht. Ich habe jetzt keinen wirklichen Plan, von wegen: Bis dann und dann will ich das und das erreicht haben. Ich will einfach weiter wie bisher Musik machen und wenn es Menschen gibt, die das interessiert und die vielleicht sogar fühlen, was ich mache, umso besser. Mein Hauptanliegen ist, Menschen mit meiner Musik und meinen Inhalten zu erreichen. In erster Linie hilft mir das Niederschreiben von Gefühlen und Gedanken bei der Verarbeitung persönlicher Krisen. Ich würde also definitiv auch weiter Musik machen, wenn es da draußen niemanden geben würde, der sich das anhört.

Wie hat das bei dir mit dem Rappen überhaupt angefangen?
OK, kurz: Ich komme aus einer musikalischen Familie, allerdings eher aus dem klassischen Bereich. Meine Mutter war Opernsängerin und mein jüngerer Bruder ist Cellist in Weimar. Ich habe auch klassisch Klavier gelernt, habe aber relativ früh meine Leidenschaft für das geschriebene Wort entdeckt und schon im Grundschulalter Geschichten und Gedichte geschrieben. Als ich elf war, bekam ich meine erste CD: „Black Sunday“ von Cypress Hill. So kamen dann mit 13 oder 14 meine ersten Texte. 2005 lernte ich im Studium dann Enra kennen, wir gründeten SkILLzone und spielten erste kleinere Auftritte. Seit 2012 bin ich fester Bestandteil der Spinnerstrasse, eines Kreativkollektivs verschiedenster Musiker aus den verschiedensten Genres. Und vor sechs Jahren entstand dann unsere aktuelle Crew „Das vorläufige Synonym“, bestehend aus meinen Musiker-Freunden Roger Rapid, Derah, Enra und mir. Da ich aber auch immer schon nebenbei alleine Solo-Sachen gemacht habe, ist es nun – nach 20 Jahren Rap – an der Zeit endlich auch mal solo etwas zu veröffentlichen.
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Du bist einer von vielen wirklich talentierten Hip-Hop-Akteuren in der Region. Was hältst du von der regionalen Szene?
Das sehe ich genauso. Es gibt in der Region wirklich einige richtig gute Rapper und Produzenten – leider oftmals noch unter dem Radar. Für mich gehören zum Beispiel Disa und Juke381 zu den talentiertesten Rappern unserer Stadt.

Gibt es deiner Meinung nach ein Miteinander in der regionalen Rap-Szene?
Das kann ich gar nicht so konkret beantworten. Wir von der Spinnerstrasse sind immer darauf aus, mit Gleichgesinnten zu connecten. Eine richtige zusammenhängende Szene gibt es gerade eher nicht. Eher viele vereinzelte Akteure und Grüppchen.
Gibt es denn Musiker aus der Region, mit denen du gern auf der Bühne stehen würdest?
Natürlich immer mit meinen Vorläufiges-Synonym- und den Spinnerstrassen-Brudis und -Schwestis. Liebe, Liebe!

Wo findet die Release-Party zu „Mein EinfallsReich“ statt?
Das ist leider geheim! Wer zum Album Release kommen möchte, soll mich einfach auf Facebook anschreiben. (grinst)

Interview Benyamin Bahri
Fotos JPen

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