Mojo Circus

25. August / Klaue (BS)


Vier Jahre Klaue mit Live-Musik von den
Braunschweiger Blues-Rockern Mojo Circus.
Zwei Gitarren, Bass, Drums und ein schriller, extrovertierter Frontmann, der in eine Art Redneck-Zirkusdirektor-Uniform mit gestreifter Gummihose gequetscht ist und rau seine Liedchen trällert. Ein bunter Haufen sind die vier Braunschweiger von Mojo Circus. Sympathisch-schrammeliger Rhythm-and-Blues, gewichtiger Rock’n‘Roll-Drive und eine Prise US-Retro – man erkennt sofort legendäre Einflussgeber wie Chuck Berry, die Rolling Stones oder Muddy Waters. Live gibt’s diese wilde Mischung beim vierten Geburtstag der Klaue, Braunschweigs lautester, beduseltster und authentischster Rock-Bar. Mojo-Circus-Gitarrist Sven im Kurzinterview. 
Ihr orientiert euch an den frühen Anfängen moderner Gitarrenmusik, spielt eine Art Vintage-Blues-Rock. Was fasziniert euch daran?
Was uns alle eint, das ist die Motivation, das sind die Träume und Ziele, aufgrund derer wir Musiker geworden sind: Die Spitze der Jamba-Charts stürmen, reich und berühmt werden, bei der Bambi-Verleihung neben Veronica Ferres und Andreas Bourani sitzen und Champagner schlürfen. Um dieses Level zu erreichen, muss man nun mal den Massengeschmack bedienen, auch wenn es sich nicht mit unseren persönlichen Präferenzen deckt. Und Boogie Woogie und knittrige Gitarren sind zurzeit einfach schwer angesagt bei den Kids.
Du meinst, heute hören junge Leute sowas?
Wie gesagt, privat liegen unsere Vorlieben eher woanders. Was wir aber schätzen, ist ehrliche handgemachte Musik mit Ecken und Kanten, mit Charakter und Wiedererkennungswert. Bands und Musiker wie Revolverheld, Matthias Schweighöfer oder auch die Maniax sind es, die uns persönlich begeistern. Aber damit bekommt man heutzutage leider keinen Universal-Deal mehr.
 
Wie hat bei euch alles angefangen?
Kennengelernt haben wir uns im „Eros Ramazzotti Fanclub Cremlingen/Sickte e. V.“ Da waren wir alle um die 13 Jahre alt. Wir haben damals auch schon Musik zusammen gemacht, uns dann aber wieder aus den Augen verloren. 2016 haben wir uns auf dem „Harz und Heide“-Flohmarkt wiedergetroffen und kurz danach den Mojo Zirkus ins Leben gerufen. Eros ist nach wie vor Quelle der Inspiration für uns. Deswegen haben auch alle Bandmitglieder sein Konterfei auf den Oberarm tätowiert.
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Worum geht es in euren Texten?
Komische Frage, oder? Worum geht’s in deinen Texten? Ist als würdest du mich fragen, worum es in meinen Gedanken geht. Manchmal geht’s um das Schöne Leben, manchmal geht’s um Quantenphysik. Manchmal fährt ein Busfahrer mit einer komischen Nase vorbei und wir fragen uns, ob seine Ehe gut läuft. Oder eine Rentnerin, die hoffentlich nicht alleine zu Abend isst. Schreiben ist ein Kompromiss zwischen dir und dem Leser oder in unserem Fall Zuhörer. Wer weiß schon, worum‘s da geht.
 
Wie wichtig ist das Mojo für Songwriting und Bühnenperformance?
Das Mojo schlummert in jedem von uns. Mojo kann ein freches Gitarrensolo sein oder ein Kakao mit Schuss und geschmolzenen Marshmallows. Du musst das Mojo für dich selbst definieren. Wichtig isses auf alle Fälle.
Euer Mojo schon mal verloren? Was tut man am besten, wenn es weg ist?
Beim Fundbüro anrufen und den Weg noch mal aufmerksam abgehen. Am besten man schreibt seinen Namen und seine Telefonnummer drauf, dann ist es sicher.
 
Ihr habt die Ehre, beim vierten Klaue-Geburtstag zu spielen. Was verbindet euch mit der Bar und mit dem Braunschweiger Nachtleben?
Wir haben einfach eine Menge übrig für Menschen, die viel trinken und streng riechen.

Seid ihr besoffen oder nüchtern auf der Bühne?
Das ist ein fließendes Konzept. Meist beides.
Wie geht es mit der Band nach dem Kater der Klaue-Party weiter?
Wir haben ein paar ganz dicke Forellen geplant. Nach der Klaue erst mal Detox im Spa de la Bonté, Schlammbad und Gurke auf die Augen. Dann Untergrund- und Übergrundalben. Vielleicht auch Middleground, aber das ist‘n ziemlich heißes Topic. Fest steht, das wird ballern. Das Jahr wird in unserem ersten internationalen Gig gipfeln und dann geht’s ab in die wohl verdiente Winterpause.
 
Alles klar, besten Dank für das tiefschürfende und verstörende Interview!

Interview Benyamin Bahri
Fotos Darian Weiß

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