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Botticelli Baby

7. März | Eulenglück (BS)

Einmal so richtig ausrasten: Die Essener Jazzpunk-Band Botticelli Baby bringt das Eulenglück im März zum Beben.
KF BOTTICELLI BABY Pressebild 1 Fotocredit Nicole Kempa art
Botticelli Baby vermischt vieles und verspricht vor allem eins: Power. Der Sound der sieben Musiker reicht von Hot Jazz, Gipsy Swing, Blues und Balkan bis zu rotzigem Punk – auf jeden Fall vorwärts und mit Rums. Auf Französisch und Englisch singt sich Sänger und Bassist Marlon Bösherz die Seele aus dem Leib, während die übrige Besetzung aus Trompete, Saxophon, Posaune, Klavier, Gitarre und Schlagzeug nicht weniger Vollgas gibt. Rund um die Folkwang Universität der Künste in Essen fanden die Musiker 2013 zusammen und sind mit unzähligen Auftritten mittlerweile fester Bestandteil der Club- und Festivalszene in Nordrhein-Westfalen. Im vergangenen Jahr erschien ihr zweites Album „Junk“, mit dem sie 2019 richtig durchstarten wollen. Zwischen Tour-Stress und Auftritten nahm sich Marlon Zeit, um mit uns über Musik, Inspiration und Freiheit zu philosophieren.
Was steckt hinter dem Namen Botticelli Baby – ist das eure Kunsthochschul-Prägung? Wofür steht das „Baby“?
In einer Kneipe in Essen sagte mir jemand mit sehr viel Bier intus folgendes: „Ich wollte schon immer mal eine Band machen mit dem Namen Botticelli Baby! Na, klingt das nicht geil?!“ Ich fand die Alliteration super und dachte an die trashwillige Situation beim Rest der Band, fand irgendwie das passt. Es ist mit langer Historie verbunden, mit einem außergewöhnlichen Maler, aber es hat auch den Rums-Schwung der Band durch „Baby“. Also erwiderte ich: „Ich kauf‘ dir den Namen für ein Bier ab.“ Das war‘s. Die Band fand den Namen auch gut.

Sieben unterschiedliche kreative Köpfe – wie funktioniert das? Wie einigt man sich und findet Lösungen, mit denen alle zufrieden sind?
Man redet viel, hört manchmal hin … Wenn sich alles für jeden gut anfühlt, reicht das. Musik verbindet, Musik ist der Schlüssel für Offenheit, für Kompromissbereitschaft. Manchmal trifft man auch Entscheidungen für die Gruppe und hat ein Gefühl dafür, was für alle das Beste ist. Alles andere? Wir werden sehen.
KF BOTTICELLI BABY Pressebild 3 Fotocredit Nicole Kempa art
Eure Musik ist eine wilde Mischung unterschiedlichster Stile. Was sind eure wichtigsten Einflüsse? Was oder wer inspiriert euch?
Musik ist für jeden Einzelnen in der Band ein sehr wichtiger Teil des Lebens. Wir sind sieben gemischte Charaktere und haben alle, neben den ein oder anderen Überschneidungen, auch sehr unterschiedliche Geschmäcker. Deshalb bringt da jeder seinen Einfluss mit rein oder ist mit unterschiedlicher Musik gefüttert. Es ist wirklich eine große Bandbreite: traditioneller Jazz verschiedener Jahrzehnte und Arten, Hip-Hop, Techno, früher Punk, Blues, Rock Classics … Das wird auch auf unseren Fahrten querbeet gehört. Wir inspirieren uns gegenseitig, beim gemeinsamen Musizieren und einander Zuhören. Klingt es und bedeutet es uns etwas, dann wird das zum Songtext verarbeitet. So ist das mit allen Themen, Ideen – Inspiration von allen Seiten.

Wie viel Punk steckt in euren Texten? Was wollt ihr mit damit ausdrücken?
Die Texte entspringen meistens Gedichten. Manche Texte sind kürzer oder länger und werden mehrfach mit kleineren Variationen wiederholt. Es sind Verse, die sich einprägen und durch ihre Schärfe und Metaphern Vieles ausdrücken. Punk steckt insofern drin, als dass das Gedicht, das den Texten der Band vorausgeht, nicht gelernt werden kann. Es wird geschrieben und bleibt für sich stehen. Es kann Grenzen überwinden, sowohl in den unterschiedlichen Sprachen, als auch in seinem Vortrag. Es folgt eigenen Regeln, die immer wieder über den Haufen geworfen werden können. „So macht man das nicht“ oder „Das ist falsch“ greift nicht wirklich. Es ist unsere Art von Ausdruck. Die Texte erheben nicht den Zeigefinger, halten nichts für richtig oder falsch. Sie beschreiben innere Welten, die Teil der äußeren sind. Behandeln ähnlich wie im Blues Leid und Melancholie oder erzählen auf eigensinnige Art und Weise wahre Geschichten.

KF BOTTICELLI BABY Pressebild 2 Junk Tour Fotocredit Nicole Kempa art


Das neue Album trägt den Namen „Junk“. Ist damit ein Wortspiel aus Jazz und Punk gemeint oder lässt sich eure Musik gar nicht richtig einordnen?
Es setzt sich schon aus den Begriffen Jazz und Punk zusammen, ja. Jazz sollte als frei gelten. Eine Musik, die Raum für Individualisten bietet und sich stets neu erfindet und erfunden hat. Ein cooler Typ macht es cool und ein hibbeliger Typ spielt es echt schnell. So sollte es mit dem Punk auch sein. Punk bietet Raum für jeden. Beides braucht eine innere Einstellung und den Glauben daran. Einstellung, Ausdruck und dazu stehen. Zudem bezeichnen wir unsere Musik auch manchmal einfach als unsere Plörren, unseren Kram … Junk eben. Auch heißen Scheiß, irgendwie.

Bei euren Live-Auftritten gebt ihr immer Vollgas. Woher nehmt ihr eure ganze Power?
Es muss raus. Es fühlt sich gut an … die Stimmung mit den Menschen im Publikum ist dabei auch sehr wichtig. Es heizt sich gegenseitig an und auf.

Wer ist euer Publikum?

Alle, die wollen. Jedes Alter, jede Strömung. Vom „Kunsthochschul-Hipster“ bis zum Rock’n‘Roller und weiter zum Rentner ist bei uns jeder willkommen und eingeladen, sich unserer Meditation anzuschließen solange er will.

Ihr spielt viele Shows in unterschiedlichsten Städten – aber im März zum ersten Mal in Braunschweig. Kennt ihr die Stadt und verbindet mit ihr vielleicht sogar ein besonderes Erlebnis?
Wir werden damit sicher nach dem Gig ein schönes Erlebnis verbinden. Wir freuen uns sehr!

2018 kam eure zweite Platte raus, jetzt folgen erst einmal viele Auftritte. Was kommt danach? Habt ihr einen Plan oder ein Ziel für das Jahr 2019?
Spielen, spielen, auftreten. Einige Überraschungen sind in Planung und bereits in Arbeit und wir können es kaum erwarten, die rauszuhauen! Wir freuen uns auf die Resonanz der Zuhörer.

Interview Louisa Ferch
Fotos Nicole Kempa

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