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Night Laser

16. März | Schabreu (BS)
27. April | Pop Meets Classic,
Volkswagen Halle (BS)

Das Braunschweiger Glam-Metal-Original Night Laser spielt im März im Schabreu und
bei Pop Meets Classic.
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Schon lange ist Night Laser mehr als eine Braunschweiger Band: Inzwischen wohnen die vier Glam Metaler in Hamburg und spielen auf internationalen Bühnen. Auch ihrer Heimat sind die Jungs immer noch treu geblieben: Sie heizen nicht nur im B58 und auf dem Magnifest ein, dieses Jahr sind sie bei Pop Meets Classic dabei. Wir haben mit Sänger Benno und Bassisten Rob über Crowdfounding, Make-up und Heimat gesprochen.
Ihr präsentiert eine Mischung aus Musik, Kostüm und Performance – was ist euch da neben der Musik am wichtigsten?
Rob Ich finde es gar nicht so leicht, da zu differenzieren, da das keine bewusste hierarchische Entscheidung bei uns ist. Die Musik macht einfach so einen unglaublichen Spaß, dass dabei die Performance von ganz allein kommt. Klar werfen wir uns für die Auftritte etwas mehr in Schale, als wir das im Alltag tun würden, aber Kostüme sind das in dem Sinne auch nicht. Vielmehr bringen wir da einen Teil unserer Persönlichkeit mit auf die Bühne.

Poison, Möetley Crüel, Steel Panther – viele große Namen haben den Glam Metal geprägt. Wer inspiriert euch und warum?
Benno Tatsächlich kommen unsere größten musikalischen Einflüsse nur zu Teilen aus dem Glam-Bereich. Da ist auch viel 70er wie Deep Purple, Black Sabbath und Rainbow mit drin. Aus den 80ern kommt dann die Optik. Wir ziehen Einflüsse aber auch aus Power Metal Bands, beispielsweise Helloween oder Rhapsody. Es ist eine bunte Mischung.
Warum ist es euch so wichtig, euch vom Glam Rock abzuheben?
Rob Das liegt mehr an der Definition der Begriffe, als dass uns das wichtig wäre. Unsere Musik ist dem Heavy Metal eigentlich viel näher als dem Glam Rock, weshalb wir auch zu der Bezeichnung „Heavy Glam Metal“ übergegangen sind.
Benno Richtig! Die Leute haben bei „Glam Rock“ auch ein bestimmtes Bild vor Augen, das wir so eigentlich nicht präsentieren.

Welche Rolle spielt bei euch Selbstironie?
Rob Was unser Auftreten und unseren Style betrifft, stehen wir da sehr hinter. Dabei geht es uns aber nicht darum, ein ausgelutschtes „Sex, Drugs & Rock‘n‘Roll“-Klischee zu bedienen, sondern wir sind einfach Typen, die Bock auf den Style haben. Trotzdem hat keiner von uns einen Stock im Arsch und wir lachen über gute Sprüche am lautesten.

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Ihr habt euch beim letzten Album für Crowdfounding entschieden. Wie kam es dazu und macht ihr das beim nächsten Album auch so?
Rob Wir fanden es interessant, unsere Fans an der Entstehung des Albums teilhaben zu lassen und ohne die Crowdfunding-Erlöse hätten wir niemals so ein gutes und professionell produziertes Album veröffentlichen können, was für uns wichtig war. Ob wir das beim kommenden Album auch so machen werden, steht noch nicht fest.

Bei der Pressekonferenz zu Pop Meets Classic ist mir aufgefallen, dass Benno dezent geschminkt war. Schminkt ihr euch denn auch im Alltag?
Benno Wenn ich auf Konzerte oder feiern gehe, lege ich auch gerne mal einen Lidstrich drunter. Nagellack habe ich fast immer drauf, weil ich zu faul bin, den vom Wochenende weg zu machen. Für den normalen Alltag ist es mir aber zu aufwendig.

Glam Metal ist bekannt für die Vermischung von Geschlechterbildern. Wie geht ihr mit diesen Geschlechterbildern um und wie sehr nerven euch homophobe Kommentare?
Rob Für mich zeigt so ein Kommentar vor allem, dass die Person nicht aus der Metal-Szene kommt. Dass solche Fragen auch unabhängig von Geschlechterbildern gestellt werden, zeigen Bands wie Manowar oder Twisted Sister. Beide werden von Nicht-Metallern oft „schwul“ genannt, obwohl sie optisch echt gegensätzlich sind. Insofern kann ich mit solchen Fragen gut umgehen.
Benno Ja, und es zeigt auch, dass diese Leute von Homosexualität wenig Ahnung oder vielleicht sogar Angst haben. Ich kenne viele Leute im Glam Look, davon sind wenige homosexuell und umgekehrt.

Ist es schon mal vorgekommen, dass euch irgendein Typ hinterher gepfiffen hat und wie geht ihr mit solchen Situationen um?
Rob Das kommt sogar ziemlich häufig vor, da wir auch abseits der Bühne oft aufgestylt unterwegs sind. Ich reagiere da immer gleich und sehe es als Kompliment, auch wenn es nicht immer so gemeint ist.
Benno Ich denke, dass da oft auch der Neid mitspielt. Dieser Look kommt bei Frauen ziemlich gut an. Man muss schließlich ein gewisses Selbstbewusstsein mitbringen, um das Ganze nicht ins Lächerliche zu ziehen, sondern da voll hinter zu stehen. Dieses volle Vertrauen in die eigene Identität haben Leute, die mit dummen Sprüchen ankommen, vermutlich nicht.
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Braunschweig vs. Hamburg – Wo fühlt ihr euch heimischer?
Rob Musikalisch hat Hamburg schon eine ganze Menge zu bieten. Nicht umsonst haben hier bekannte Bands ihren Ursprung. Szenemäßig geht hier einfach viel mehr die Post ab. Trotzdem ist ein Besuch in Braunschweig auch immer einer in der Heimat, das wird sich nie ändern. Auch als Band haben wir da ja „laufen gelernt“ und unsere Zukunft vorbereitet.
Benno Ich lebe sehr gerne in Hamburg. Aber nach Braunschweig zu kommen löst Gefühle aus, die es sonst nirgendwo gibt.

Ihr wart mit die ersten, die für Pop meets Classic angekündigt wurden. Wie laufen die Vorbereitungen dafür?
Benno Die Songs stehen, werden aber natürlich noch nicht verraten. Wir bereiten uns akribisch darauf vor und haben richtig dolle Bock auf die Nummer!

Wenn ihr für immer nur eines eurer Lieder spielen dürftet, welches wäre das und warum?
Rob Für mich wäre es wahrscheinlich „Wrecked“, weil es alle Facetten von uns gut zur Geltung bringt. Außerdem ist es der längste Song von uns (lacht).
Benno Ich denke mal, dass „Laserhead“ sich zu einer echten Hymne entwickelt hat. Aber auch „Bread And Circus“ möchte ich nicht missen. Eigentlich will ich jedes Mal alle Lieder spielen, die wir drauf haben.

Interview Giana Holstein
Fotos Wolfgang Kühnle

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