Bikes, Beats, Big Brother: Die Deutschrocker Brenner
starten 2018 mit quietschenden Reifen durch.
c Denise van Deesen. 2 Art
Musik-Epizentrum Gifhorn? Könnte schon was dran sein. Denn nicht nur Quatsch- und Party-Rapper MC Fitti oder das singende GZSZ- und Castingshow-Multitalent Senta-Sofia Delliponti, besser bekannt als Oonagh, stammen aus dem Landkreis, auch der Vollblutmusiker Volker Schlag treibt in der Mühlenstadt erfolgreich sein Umwesen als Musiker, Produzent und Konzertveranstalter. Schlag hat schon mit den No Angels gearbeitet, engagiert sich in der Region sozial und ist nicht zuletzt einer der Köpfe hinter dem Gifhorner KultBahnhof – wir haben berichtet. Doch die größte Aufmerksamkeit erhält das regionale Multitalent derzeit für sein aktuelles Deutschrock-Bandprojekt Brenner, bei dem er als Bassist die Fäden zieht und auch mal am Mikrofon steht. Rau, rauchig, gitarrenlastig und mit schwerem Rock-Appeal haben Brenner es sich zur Aufgabe gemacht, die deutsche Musik-Landschaft zu erobern. Seit Frühling sind die fünf Freunde aus Gifhorn, Wolfsburg und Berlin beim Major-Giganten Universal unter Vertrag. Aktuell haben Sie den Titelsong zur diesjährigen Staffel „Promi Big Brother“ beigesteuert. Was kommt als nächstes?
Ihr macht „Deutschrock für Biker“. Wie kann man sich das vorstellen? Torfrock in fresh?
Schöne Assoziation, passt aber nicht so ganz. Wir machen Rock mit deutschen Texten, die vom Leben, von Freundschaft und von Freiheit handeln. In unserer Musik und unseren Texten bringen wir unser Lebensgefühl als leidenschaftliche Biker mit ein. Wer Brenner-Songs hört, merkt schnell dass es sich um eine moderne, geradlinige Rock-Produktion handelt. Wir haben bei der Findung diese Sounds besonders auf einen hohen Wiedererkennungswert geachtet, damit der Hörer sofort merkt: Das ist Brenner.

Wie und wann habt ihr euch formiert?
Wir kennen uns untereinander schon über lange Jahre, man ist sich hier und da mal begegnet. Aber diese Idee, eine Band zu gründen, und unsere Leidenschaft Musik und das Bikerleben zu teilen, kam erst vor einem Jahr auf. Erst aus einer fixen Idee heraus, dann wurde aber immer deutlicher, dass sich beide Leidenschaften gar nicht so sehr voneinander unterscheiden. Es geht um Zusammensein, um Freiheit und es geht darum, dass der Weg das Ziel ist.
Mit welcher Intention habt ihr die Band überhaupt gegründet? Erfolgreich und berühmt werden oder einfach nur Mucke machen, mit der ihr euch identifizieren könnt?
Weder noch. Natürlich will jeder, der Musik macht und sein Innerstes in die Musik legt, auch eine Reaktion darauf haben. In welcher Form auch immer. Wir wollen auf die Bühne, sind überzeugt von dem, was wir machen und wollen möglichst viele Menschen bewegen, mit uns auf einen Weg zu gehen. Was auch immer dieser Weg für uns bereit hält.

Wie steht es mit einer ersten Brenner-LP?
Wir hatten die großartige Ehre, mit Vincent Sorg, der schon mit den Toten Hosen, den Donots und den Broilers gearbeitet hat, als Produzenten zusammenzukommen. Wir sind froh darüber, dass wir in diesem wichtigen Reifeprozess an unseren Songs arbeiten konnten und in Zusammenarbeit mit Vincent einen ganz eigenen Sound kreieren konnten.

„Ausbrechen, seinem Gefühl folgen, den Weg zu sich finden“

Wie habt ihr die Zeit im Studio erlebt?
Im Studio herrscht eine außergewöhnliche Stimmung. Hier ist man einerseits unheimlich konzentriert und hat den Fokus voll auf der Musik. Man diskutiert, tauscht sich aus und entwickelt Ideen. Es ist aber auch eine lustige Zeit, die man gemeinsam verbringt. Die ernsthaften Sorgen des Alltags werden ausgeklammert und jeder ist sehr vertieft bei den Aufnahmen. Die Principal Studios von Vincent Sorg sind eine Oase der Kreativität. Hier kann man abends beim Grillen am Lagerfeuer auf der Veranda sitzen und sinnieren über das, was man produziert hat.

Aktuell seid ihr durch den „Promi Big Brother“-Titelsong „Alles was ich will“ in aller Munde. Wie kam es zu der Kooperation?
Wir haben uns dieses Jahr mit vollem Fokus auf die Albumproduktion gestürzt und werden noch dieses Jahr ein Video drehen. Über unsere Kooperation mit Starwatch Entertainment – Sat1/Pro7 – kam die Anfrage zu „Alles was ich will“ rein. Eine gute Chance, den Song schon vor Albumrelease unter die Leute zu bringen.
Wodurch fiel die Wahl gerade auf euer Stück?
Das Format bedient sich gern an rockigen Songs mit lebensnahen Texten, die für jeden nachvollziehbar sind. Genau darum geht es bei PBB: Um das unverblümte Ich, vor dem man sich nicht verstecken kann.
Im Song geht es um Individualität, Sehnsucht und Freiheit. Wie passt das zu euch?
Diese drei Schlagwörter spielten in unserer Geschichte schon immer eine große Rolle. So sehr sich die Zeiten auch verändern – der Wunsch nach Individualität, Sehnsucht und Freiheit ist schon immer ein Motor gewesen, ohne den das Getriebe zum Stillstand gebracht werden würde. Das passt wie die Faust aufs Auge zu uns.

Durch den Song bekommt ihr viel neue Aufmerksamkeit. Was hat sich für euch geändert?
Als Band und Privatpersonen eigentlich nichts. Wir freuen uns darüber, sind aber mit dem Kopf bei der Finalisierung des Albums und der Erarbeitung eines Live-Sets, dass wir erstmalig noch dieses Jahr bei „Werner – Das Rennen“ am 2. September auf dem Flugplatz Hartenholm in Schleswig-Holstein auf die Bühne bringen werden.
Was ist die Hintergrundgeschichte des Songs?
Der Song beschreibt eigentlich direkt, um was es bei uns geht: „Alles was ich will“ handelt davon, auszubrechen, seinem Gefühl zu folgen und den Weg zu sich zu finden. Es geht darum, sich von Lasten zu befreien, auch mal alles hinter sich zu lassen oder neu zu beginnen. Wir alle hatten in unserem Leben Höhen und Tiefen, wir alle kennen doch dieses Gefühl.

Was sind die nächsten Schritte auf eurem Karriere-Highway?
Dazu können wir Ende des Jahres mehr sagen. In erster Linie wollen wir nun das Album beenden, ein schönes Rock’n’Roll-Video drehen und uns dann mit Vollgas auf 2019 konzentrieren. Es gibt schon einige Gespräche über Live-Geschichten, soviel sei gesagt.

Volker, KultBahnhof Gifhorn oder Brenner – wofür schlägt dein Herz zur Zeit mehr?
Unentschieden! Ich arbeite im KultBahnhof gerne mit Kindern und veranstalte Konzerte. Aber bei Brenner, da lebe ich meine andere Seite aus – beides bin aber ich und beides gleicht mich aus.

Was kostet mehr Schweiß, Blut und Tränen?
Beides. Aber anders … Beides ist viel Arbeit! Aber wir sind ja noch nicht tot. Zehn Kinder im Kultbahnhof bespaßen bringt einen ebenso zum Schwitzen wie echter Rock’n’Roll. Blutig ist auch beides: Beim Umbau des KultBahnhof habe ich mir beide Arme gebrochen und wenn wir mit Brenner proben, platzen mir regelmäßig die Blasen an den Fingern auf. Tränen der Freude gibt es jedenfalls bei beiden Projekten.

Interview Benyamin Bahri
Fotos Denise van Deesen

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